Evonik, Aktie

Evonik Aktie: Analysten trotzen Gewinndelle

09.04.2026 - 11:18:50 | boerse-global.de

Trotz erwartetem Gewinnrückgang im ersten Quartal erhöhen mehrere Großbanken ihre Kursziele für Evonik. Optimismus speist sich aus steigenden Methionin-Preisen und dem laufenden Sparprogramm.

Evonik Aktie: Analysten trotzen Gewinndelle - Foto: über boerse-global.de

Der Spezialchemiekonzern blickt auf ein voraussichtlich schwaches Auftaktquartal. Obwohl das operative Ergebnis deutlich schrumpfen dürfte, heben gleich mehrere Großbanken ihre Kursziele für die Papiere an. Dieser scheinbare Widerspruch löst sich auf, wenn man die tieferliegenden Marktdynamiken und das laufende Sparprogramm betrachtet.

Q1-Dämpfer trifft auf Methionin-Fantasie

Am 8. Mai wird Evonik die Bücher für das erste Quartal öffnen. Die Deutsche Bank rechnet mit einem Rückgang des operativen Ergebnisses (EBITDA) um 18 Prozent im Jahresvergleich, bedingt durch niedrigere Margen und ungünstige Wechselkurse. Dennoch hob Analystin Virginie Boucher-Ferte das Kursziel von 13 auf 15 Euro an, da ihre Schätzung trotz des Dämpfers leicht über den Konsenserwartungen liegt.

Noch optimistischer zeigen sich andere Institute, die den Blick bereits weiter in die Zukunft richten. Ein zentraler Treiber ist der Markt für die Aminosäure Methionin. Weil asiatische Produzenten mit Lieferausfällen kämpfen, müssen sich globale Abnehmer umorientieren. Das treibt die Preise in Europa und China spürbar an. Diese Entwicklung spiegelt sich in den aktuellen Einschätzungen wider:

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  • Goldman Sachs: Kursziel von 18 auf 20 Euro erhöht, Kaufempfehlung bestätigt
  • Barclays: Einstufung auf "Overweight" belassen (Kursziel 17 Euro), EBITDA-Schätzung für 2026 auf 1,89 Milliarden Euro angehoben

Sparprogramm und strategische Absicherung

Neben der Preisdynamik im Kerngeschäft stützt das Transformationsprogramm "Evonik Tailor Made" die mittelfristigen Erwartungen. Der geplante Abbau von weltweit 2.000 Stellen soll bis Ende 2026 jährliche Einsparungen von 400 Millionen Euro bringen. Gleichzeitig profitiert der Konzern von einer langfristigen Absicherung bei rund 80 Prozent seines Energiebedarfs. Eine hohe lokale Produktionsquote im wichtigen US-Markt schützt das Unternehmen zudem vor potenziellen neuen Zollbelastungen.

Auch auf der Produktseite baut der Konzern sein Portfolio für margenstarke Nischen aus. Gestern präsentierte Evonik mit "VESTAKEEP Easy Slide 2" ein neues Hochleistungsmaterial für Gleitlager, das extremen Temperaturen und Drücken standhält. Der Launch zielt auf spezialisierte Anwendungen in der Industrie, Medizintechnik und Robotik ab.

Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro an. Ab dem laufenden Geschäftsjahr greift zudem die neue Dividendenpolitik, die 40 bis 60 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses für Ausschüttungen an die Aktionäre vorsieht. Die anstehenden Quartalszahlen am 8. Mai liefern den nächsten konkreten Datenpunkt, inwieweit die Preisanstiege im Methionin-Geschäft die aktuellen Margenverluste bereits abfedern.

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