Evoke Aktie: Bally's Intralot greift zu
05.06.2026 - 13:38:06 | boerse-global.de
Nach fünf abgelehnten Angeboten hat Evoke — der in Gibraltar ansässige Eigentümer der Marken William Hill und 888 — dem Übernahmewerber nun zugestimmt. Das griechische Glücksspielunternehmen Bally's Intralot erhält den Zuschlag für 243,1 Millionen Pfund, was einem Wert von 52 Pence je Aktie entspricht.
Der Weg dorthin war alles andere als geradlinig. Bally's Intralot führte seit April 2026 Gespräche mit Evoke, erhöhte sein Angebot dabei schrittweise von zunächst 32 Pence auf die nun akzeptierten 52 Pence — ein Anstieg von 63 Prozent gegenüber dem ersten Kontakt. Gegenüber Evokers Kurs vor Bekanntgabe der Gespräche entspricht das Angebot einem Aufschlag von knapp 34 Prozent.
Fremdfinanzierung gesichert, Aktionäre haben die Wahl
Aktionäre können zwischen neuen Intralot-Aktien oder einer Barzahlung von 52 Pence je Anteil wählen. Die Barliquidität wird über eine Brückenfinanzierung bereitgestellt, die Deutsche Bank und Jefferies Finance heute unterzeichnet haben. Evoke-Chairman Mark Summerfield bezeichnete die Kombination als Grundlage für eine der weltweit führenden Online-Wett- und Glücksspielgruppen mit überlegener Skalierung und starken Marken.
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Druck aus dem regulatorischen Umfeld
Der Deal fällt in eine Phase erheblichen Gegenwinds. Die britische Remote Gaming Duty wurde auf 40 Prozent angehoben und belastete Evoker Online-Segment spürbar. Als Reaktion leitete das Unternehmen eine strategische Überprüfung ein und schloss rund 270 Wettbüros im Einzelhandel.
Kein Wunder, dass das Vorstandsgremium das Angebot als fair und angemessen einstufte. Für Aktionäre bleibt dennoch ein kleiner Abstand: Der Kurs notiert mit rund 45,5 Pence noch deutlich unter den versprochenen 52 Pence — typisches Deal-Arbitrage-Terrain bis zu den behördlichen Genehmigungen, die noch im Laufe des Jahres erwartet werden.
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