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Europa Schluss: Klare Verluste - Nahost-Konflikt belastet

04.05.2026 - 18:40:13 | dpa.de

Europas wichtigste Aktienmärkte haben vor dem Hintergrund einer verworrenen Nachrichtenlage im Nahost-Konflikt und negativer US-Börsen einen schwachen Wochenauftakt verzeichnet.

Hinzu kam die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Zölle für die Autoindustrie in der EU auf 25 Prozent anzuheben, was vor allem Aktien dieser Branche belastete.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 schloss mit einem Minus von 2,00 Prozent bei 5.763,61 Punkten. Außerhalb der Eurozone büßte der schweizerische SMI CH0009980894 1,01 Prozent auf 13.003,33 Zähler ein. Der Aktienmarkt in London GB0001383545 blieb feiertagsbedingt geschlossen.

Die USA dementierten, dass die iranischen Streitkräfte ein US-Kriegsschiff mit Raketen getroffen haben. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom teilte mit, entsprechende Berichte iranischer Medien seien falsch. Für etwas Hoffnung sorgte die Nachricht, dass zwei Handelsschiffe, die unter US-Flagge fahren, nach Angaben des US-Militärs die Straße von Hormus passiert hätten. Die neue Initiative zielt darauf ab, die für den weltweiten Ölhandel wichtige Meerenge für die Schifffahrt wieder freizumachen.

Unter den schwachen Autowerten führten die Aktien deutscher Autohersteller die Verliererliste an. Im EuroStoxx verloren Ferrari NL0011585146 0,8 Prozent. Die Papiere von Stellantis NL00150001Q9 büßten 1,3 Prozent ein, jene von Renault FR0000131906 fielen um 0,7 Prozent.

Auch die Versorgertitel wurden überdurchschnittlich gemieden. Die Aktien von Enel IT0003128367 sackten um 2,5 Prozent ab. Analyst Rob Pulleyn von der US-Bank Morgan Stanley senkte sein Anlageurteil für Enel von "Equal-weight" auf "Underweight". Eingriffe in den Strommarkt bewertet er als größtes Risiko für die Branche in der Sommersaison, wenn die Gasspeicher wieder aufgefüllt werden.

Im Blick standen erneut die Übernahmeambitionen der Unicredit IT0005239360, deren Aktien um 2,4 Prozent nachgaben. Die Aktionäre der italienischen Großbank stimmten bei einer außerordentlichen Hauptversammlung einer Kapitalerhöhung von bis zu gut 6,7 Milliarden Euro zu. Damit kann die Unicredit ihr Mitte März angekündigtes Angebot zur Übernahme sämtlicher Anterile der Commerzbank DE000CBK1001 offiziell machen.

Zu den Gewinnern des Tages gehören unterdessen Technologiewerte wie STMicro NL0000226223 mit plus 2,2 Prozent und Logitech CH0025751329 mit plus 2,7 Prozent.

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