Aktien Europa: Leichte Verluste bei abwartendem Geschäft
01.07.2026 - 12:16:04 | dpa.deMarktteilnehmer sprachen von einem zurückhaltenden Geschäft. Die Blicke richteten sich auf das Notenbankforum der Europäischen Zentralbank in Sintra, merkte Marktanalyst Timo Emden von Emden Research an. "Anleger dürften jede Formulierung auf mögliche geldpolitische Hinweise abklopfen, insbesondere mit Blick auf den weiteren Zinskurs und den Umgang der Notenbanken mit anhaltenden Inflationsrisiken", so Emden.
Am Mittag verlor der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 0,11 Prozent auf 6.320,84 Punkte. Ähnlich sah es außerhalb des Euroraums aus: Der Schweizer SMI CH0009980894 büßte 0,21 Prozent auf 14.164,20 Punkte ein. Für den britischen FTSE 100 GB0001383545 ging es um 0,19 Prozent auf 10.477,69 Punkte nach unten.
Insgesamt hielten sich die Kursveränderungen in Grenzen, und Nachrichten waren rar. Etwas stärkere Verluste erlitten die Aktien von Schneider Electric FR0000121972. Der französische Konzern verstärkt sich bei industrieller KI. Dafür übernimmt das Unternehmen für 3,1 Milliarden US-Dollar (rund 2,7 Mrd Euro) den US-Software-Hersteller Cognite. Die kanadische Bank RBC hält den Kauf des Industriesoftware-Unternehmens zwar für nicht günstig, aber strategisch sinnvoll. Die Aktien von Schneider sanken um 2,1 Prozent.
Zu den Verlierern gehörten auch AB Foods GB0006731235. Das Unternehmen hatte im dritten Quartal Umsatzrückgänge verzeichnet. Die Aktie verlor zwei Prozent. Im Luxussektor, der erneut schwächelte, fielen Richemont CH0210483332 um 2,2 Prozent. Santander hatte den Schweizer Standardwert auf "Neutral" abgestuft. Die Aktien von Kering FR0000121485 setzten ihre Abwärtsbewegung vom Vortag fort und verloren weitere 1,2 Prozent.
Besser kamen Neuigkeiten zu Lonza CH0013841017 an. Das Schweizer Unternehmen baut seine strategische Zusammenarbeit mit einem führenden US-Biopharmaunternehmen aus. Der kumulierte Auftragswert der neuen Vereinbarung hat ein Potential von mehreren Milliarden Franken.
