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Europa Schluss: EuroStoxx etwas höher - FTSE mit Rekord

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 18:21 Uhr | dpa.de

Europas Aktienmärkte haben am Freitag nachlassende Gewinne verzeichnet.

Die massive Erholung der Halbleiteraktien in Asien ließ die Märkte aufatmen, doch in den USA kam sie nach dem Auftakt an der technologielastigen Nasdaq-Börse dann schnell zum Erliegen. Dies bremste dann auch in Europa das Aktienumfeld, zumal die Ölpreise als Auswirkung des anhaltenden Iran-Kriegs wieder etwas stiegen.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 schaffte es am Vormittag mit knapp 6.422 Punkten ganz dicht an seinen Rekord, der mit 6.431 Zählern fast vier Wochen alt ist. Über die Ziellinie ging der Eurozonen-Leitindex dann aber nur noch bei 6.358,01 Punkten. Aus dem 1,2-prozentigen Spitzenplus wurde ein nur noch moderater Anstieg um 0,2 Prozent. Die Woche beendete er 1,2 Prozent höher und im Juli hat er ein halbes Prozent gewonnen.

Außerhalb des Euroraums entfernte sich der SMI CH0009980894 mit einem Abschlag von 0,32 Prozent auf 14.346,14 Punkte etwas weiter von seinem Rekord, den der Schweizer Leitindex am Mittwoch aufgestellt hatte. Der britische FTSE 100 GB0001383545 konnte seine Bestmarke nochmals leicht auf 10.989 Punkte steigern, scheute aber erneut einen Versuch, die 11.000er Marke anzugreifen. Am Ende gab er um 0,27 Prozent auf 10.868,05 Punkte nach.

Im Tech-Sektor wendete sich das Bild etwas. Infineon DE0006231004 blieb zwar mit 3,7 Prozent ein großer Gewinner, doch die Aktien des Chipindustrieausrüsters ASML NL0010273215 verloren am Ende 0,4 Prozent. In den USA tat sich der Nasdaq-Index nach einem starken Auftakt zuletzt schwer damit, im Plus zu bleiben. Während nach Microsoft US5949181045 am Vortag nun die Amazon US0231351067-Zahlen gefeiert wurden, enttäuschte der iPhone-Hersteller Apple US0378331005.

In Europa wurden Einzelwerte einmal mehr von Quartalszahlen bewegt. Zu den positiven Überraschungen gehörte der Baukonzern Saint-Gobain FR0000125007 mit einem Kurssprung um fast sieben Prozent. Dessen Geschäfte hatten sich nach einem schwachen Jahresauftakt im zweiten Quartal belebt. Die Erwartungen seien auf breiter Basis übertroffen worden, lobten die Analysten von RBC.

Insgesamt war die Entwicklung im Baustoffsektor aber durchwachsen, so rutschten die Titel von Holcim CH0012214059 in Zürich um 2,8 Prozent ab. Der Zementkonzern hatte mit seinen Halbjahreszahlen die Markterwartungen zwar übertroffen und den Ausblick erhöht. Eine Reihe von Investoren hätte sich beim Betriebsgewinn aber eine kräftigere Erhöhung des Ausblicks gewünscht, hieß es.

Im Finanzsektor glänzte mit Crédit Agricole FR0000045072 ein weiteres Bankhaus mit guten Zahlen, die einen Anstieg um 2,6 Prozent zur Folge hatten. Nicht ganz so gut kamen dagegen die Zahlen des Versicherers Axa FR0000120628 an. Solide, aber unspektakulär, hieß es hierzu von der RBC. Anleger waren damit nicht zufrieden, wie ein Abschlag von 0,6 Prozent zeigt.

Der zweitbeste Branchenindex nach den wieder anziehenden Öl- und Gaswerten waren die Versorger. Hier legten Engie FR0010208488 um vier Prozent zu. Das Unternehmen erhöhte seine Jahresprognose und baut dabei auf Kosteneinsparungen und schwankende Energiepreise.

Am Ende des europäischen Branchenfeldes lagen abgeschlagen die Medienwerte. Der Sektor litt unter dem Kurseinbruch um 25 Prozent bei Universal Music NL0015000IY2, der auch die Titel des Großaktionärs Vivendi FR0000127771 mit fast 20 Prozent ins Minus zog. Sie reagierten damit auf die Quartalszahlen des Musikkonzerns. Bei Bernstein war von einer Enttäuschung auf allen Ebenen die Rede. Nach den schwachen Zahlen zum ersten Quartal habe man nun eigentlich auf eine Verbesserung gesetzt.

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