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Europa Schluss: Wenig Bewegung - Anleger werden vorsichtiger

08.01.2026 - 18:16:02

Europas Aktienmärkte haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 gab um 0,32 Prozent auf 5.904,32 Punkte nach. Zum Wochenauftakt war der Leitindex für die Eurozone auf ein Rekordhoch gestiegen, anschließend ging er in eine Konsolidierung über. In Madrid und Paris schlossen die Börsen am Donnerstag mit leichten Gewinnen.

Die abwartende Haltung von Investoren dürfte bevorstehenden wichtigen Konjunkturdaten geschuldet sein. "Der Fokus richtet sich nun auf den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag", hieß es in einem Kommentar von Index Radar. Sollte sich die Beschäftigung in den USA schwächer präsentieren als erwartet, dann dürfte die Erwartung sinkender Zinsen erneut aufleben.

Außerhalb des Euroraums tat sich wenig. Der britische Leitindex FTSE 100 GB0001383545 schloss fast unverändert zum Vortag bei 10.044,69 Zählern. Der Schweizer SMI CH0009980894 beendete den Handel in Zürich mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 13.350,82 Punkte.

Zu den schwächeren Sektoren gehörten die Bauwerte EU0009658889. Saint-Gobain FR0000125007 verloren 1,8 Prozent, nachdem die Bank UBS den Wert von "Neutral" auf "Sell" abgestuft hatte. Das Verkaufsvotum reflektiere negativere Einschätzungen zum Bau privater Häuser und Wohnungen in der EU und den USA, hieß es zur Begründung.

Noch schwächer als die Baubranche zeigte sich der Ölsektor EU0009658780. Aktien von Shell GB00BP6MXD84 verloren nach einem enttäuschenden Zwischenbericht zur Produktion 3,5 Prozent. Die Analysten der Bank RBC sprachen von einem harten Jahresende für den Ölkonzern.

Durchwachsene Signale gab es von britischen Einzelhändlern. Tesco GB00BLGZ9862 verloren 6,7 Prozent. Die Analysten von Jefferies sprachen von in Teilen enttäuschenden Quartalsumsätzen. AB Foods GB0006731235 brachen nach einem schwachen Zwischenbericht sogar um 14 Prozent ein. Marks & Spencer GB0031274896 stiegen dagegen um 5 Prozent. Die Analysten der Deutschen Bank lobten eine zuletzt besser als erwartet ausgefallene Profitabilität.

Besser entwickelte sich der Bankensektor EU0009658806, in dem BNP Paribas FR0000131104 um 3,5 Prozent stiegen. UBS hatte die Aktie von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft. Mit einem Abschlag von rund einem Drittel zum europäischen Bankensektor erscheine die Aktie des französischen Geldhauses günstig, lautete die Begründung.

@ dpa.de