Europa Schluss: Moderate Verluste am Tag vor US-Zinsentscheid
Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 18:29 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAm Tag vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed hielt sich der Verkaufsdruck allerdings in Grenzen - trotz zuletzt wieder kräftig anziehender Ölpreise.
Mit 6.236,50 Punkten dämmte der EuroStoxx 50 EU0009658145 sein Minus auf 0,38 Prozent ein. Im Tagesverlauf war der Leitindex der Eurozone zeitweise auf ein Tief seit Juli abgesackt. Auch außerhalb des Euroraums gab es diesmal Kursabschläge: Der Schweizer Leitindex SMI CH0009980894 verlor letztlich noch 0,50 Prozent auf 13.808,87 Punkte. Für den britischen FTSE 100 GB0001383545 ging es um 0,37 Prozent auf 10.658,13 Punkte nach unten. Zu Wochenbeginn hatten sich beide Indizes robust gezeigt.
"Der Ölpreis bleibt hartnäckig hoch", kommentierte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets. "Gleichzeitig hat die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen die Marke von fünf Prozent erreicht - das ist Gift für Aktien." Dass die Fed am Mittwoch ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte anheben dürfte - wie jüngst die Europäische Zentralbank -, ist an den Finanzmärkten schon weitgehend eingepreist.
Größter Verlierer im marktbreiten Stoxx Europe 600 EU0009658202 waren am Dienstag die Aktien der Finanzdienstleister und Börsenbetreiber EU0009658848. Auch Bankentitel EU0009658806< präsentierten sich recht schwach. Die Aktien der UBS <CH0244767585, die unter den Finanzdienstleistern rangiert, büßten 3,4 Prozent ein. Marktbeobachter verwiesen auf Regulierungssorgen im Vorfeld anstehender politischer Diskussionen sowie auf die allgemeine Schwäche des Finanzsektors.
Verkauft wurden zudem Titel von Luxusunternehmen: Hermes FR0000052292, LVMH FR0000121014 und Richemont CH0210483332 büßten 1,9 bis 2,8 Prozent ein. Hier belasteten enttäuschende Konjunkturdaten aus China. Der dortige Einzelhandelsumsatz war im August unter den Erwartungen geblieben und zeugte damit von dem schleppenden Konsum in China.
