EU startet Milliarden-Offensive für eigene KI-Gigafabriken
16.01.2026 - 16:45:12Die Europäische Union startet einen milliardenschweren Angriff auf die globale KI-Führung. Nach dem grünen Licht des EU-Rats für ein neues Infrastrukturkonzept beginnen 2026 die Bauarbeiten an europaweit bis zu fünf „KI-Gigafabriken“. Diese souveränen Superrechenzentren sollen Europas Abhängigkeit von ausländischer Technologie beenden.
Strategischer Durchbruch für digitale Souveränität
Der entscheidende Schritt erfolgte am 9. Dezember 2025. Der EU-Rat erweiterte das Mandat der europäischen Hochleistungsrecheninitiative EuroHPC JU offiziell um den Aufbau und Betrieb der Gigafabriken. Diese sind keine gewöhnlichen Rechenzentren, sondern speziell für das Training riesiger KI-Modelle konzipiert – eine Antwort auf die Dominanz amerikanischer und chinesischer Tech-Konzerne.
„Anders als bestehende KI-Fabriken markieren die Gigafabriken einen Quantensprung in Größe und Ambition“, erklärt ein EU-Diplomat. Das Rahmenwerk regelt Finanzierung, Vergabe und Steuerung mit starkem Fokus auf Public-Private-Partnerships. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Zugang für Start-ups und KMU, die eigene KI-Modelle entwickeln wollen.
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20 Milliarden Euro für Europas KI-Zukunft
Das finanzielle Fundament der Offensive ist die InvestAI-Initiative der EU-Kommission. Sie zielt darauf ab, über 20 Milliarden Euro für KI-Infrastruktur zu mobilisieren. Die EU selbst beteiligt sich mit bis zu 50 Prozent an den Anschaffungs- und Betriebskosten der Supercomputer.
Ein entscheidender Beschleuniger ist eine Vereinbarung mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) vom Dezember 2025. Die EIB wird Konsortien bei der Planung beraten, um aus Ideen „bankfähige Projekte“ zu machen. „Ohne diese strategische Partnerschaft wäre der Aufbau solcher Kapazitäten undenkbar“, so ein Insider.
Überwältigendes Echo der Industrie
Die Industrie reagierte mit beispiellosem Enthusiasmus. Ein EU-Interessenbekundungsverfahren zog 76 Vorschläge aus 16 Mitgliedstaaten an – deutlich mehr als erwartet. Neben Forschungseinrichtungen drängen vor allem große europäische Telekommunikationskonzerne in die Konsortien.
„Die Resonanz zeigt: Europa versteht, dass eigene Rechenkraft über Wettbewerbsfähigkeit entscheidet“, analysiert eine Brüsseler Expertin. Die Vielzahl der Standortvorschläge bildet eine solide Basis für die offizielle Ausschreibung, die EuroHPC JU Anfang 2026 starten will.
Doppelstrategie: Infrastruktur und Regulierung
Die Gigafabriken sind ein zentraler Pfeiler der EU-Strategie für digitale Souveränität. Sie ergänzen den regulatorischen Ansatz des bereits verabschiedeten KI-Gesetzes (AI Act). Während das Gesetz Nutzungsregeln setzt, liefern die Fabriken die Werkzeuge zum Bau vertrauenswürdiger KI „Made in Europe“.
Parallel bereitet die Kommission den „Cloud and AI Development Act“ vor, der das EU-weite Datenzentren-Kapazität massiv ausbauen soll. Zusammen mit privaten Initiativen wie der „AWS European Sovereign Cloud“ entsteht so ein kontinentweiter Trend zu sicherer, souveräner KI-Infrastruktur.
Wettlauf gegen die Zeit beginnt
Mit den rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen steht dem Umsetzungsjahr 2026 nichts mehr im Weg. Die erste Ausschreibung für konkrete Gigafabrik-Projekte wird zum nächsten Meilenstein.
Europa wettet milliardenschwer auf seine technologische Zukunft. Gelingt der Aufbau dieses souveränen Supercomputing-Rückgrats, könnte der Kontinent nicht nur im globalen KI-Rennen aufholen, sondern die Spielregeln künftig selbst mitbestimmen. Die Weichen dafür sind jetzt gestellt.
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