EU-Reparaturgesetz stellt Apples iPhone-Teile-Sperre infrage
25.02.2026 - 02:27:00 | boerse-global.deDie EU will das Recht auf Reparatur per Gesetz stärken. Ihr neuer Entwurf könnte direkt mit Apples umstrittener Aktivierungssperre für iPhone-Komponenten kollidieren. Diese Funktion erschwert seit iOS 18 unabhängige Reparaturen.
Apples zweischneidiges Sicherheitskonzept
Seit iOS 18 weitet Apple die Aktivierungssperre auf wertvolle Einzelteile wie Displays, Akkus und Kameras aus. Stammt ein Ersatzteil aus einem als gestohlen gemeldeten iPhone, schränkt das reparierte Gerät dessen Funktion ein. Zur Freischaltung sind die Apple-ID-Daten des ursprünglichen Besitzers nötig.
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Das Unternehmen begründet den Schritt mit dem Kampf gegen den Markt für gestohlene Ersatzteile. Früher wurden gestohlene Geräte oft ausgeschlachtet, weil nur das Gesamtsystem gesperrt war. Die neue Methode soll das Wiederverwenden gestohlener Komponenten effektiv unterbinden.
EU-Gesetzentwurf stellt Software-Hürden infrage
Der aktuelle EU-Vorschlag stellt genau solche softwareseitigen Sperren in Frage. Sein Kern: Produkte müssen reparierbar bleiben. Künstliche Behinderungen durch Software könnten künftig als Sachmangel gelten. Zudem soll die Gewährleistung auf drei Jahre verlängert werden, wenn Kunden sich für eine Reparatur statt einen Austausch entscheiden.
Die Initiative ist Teil einer globalen Bewegung. US-Bundesstaaten wie Oregon verbieten bereits das "Parts Pairing", wenn es die Funktion nach einer Reparatur beeinträchtigt. Die EU-Richtlinie könnte diesen Trend in Europa beschleunigen und einen neuen Standard setzen.
Konflikt: Herstellerkontrolle vs. Verbraucherfreiheit
Die einfache Debatte zeigt den Grundkonflikt zwischen Sicherheitsversprechen und Verbraucherwünschen. Apple betont, die Teile-Kopplung sei für Sicherheit und Privatsphäre essenziell. Kritiker sehen darin eine Methode, den lukrativen Reparaturmarkt zu kontrollieren.
Unabhängige Werkstätten argumentieren, dass solche Sperren die Wiederverwendung Tausender funktionierender Teile verhindern – und so zu mehr Elektroschrott führen. Trotz Annäherungen wie dem "Self Service Repair"-Programm bleibt die Software-Kontrolle ein zentraler Streitpunkt.
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Was bedeutet das für die Zukunft?
Die kommenden Monate sind entscheidend. Wird der EU-Entwurf in dieser Form verabschiedet, müsste Apple seine Software für den europäischen Markt wohl anpassen. Das könnte unabhängigen Werkstätten den Zugang zu Ersatzteilen erleichtern und Reparaturkosten senken.
Doch wie bringt Apple dann legitimen Diebstahlschutz unter? Die Balance zwischen einem sicheren Ökosystem und einer offenen Kreislaufwirtschaft wird die Reparatur-Debatte noch lange prägen. Für Verbraucher könnte es bedeuten: Ein kaputtes Display führt nicht mehr zwangsläufig in die teure Herstellerwerkstatt.
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