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EU plant „EU Inc.“ als neue Unternehmensform für Start-ups

24.01.2026 - 14:52:12

Die EU-Kommission will mit der einheitlichen Rechtsform 'EU Inc.' Gründungen in 48 Stunden und mit einem Euro Stammkapital ermöglichen, um Bürokratie abzubauen und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Die Europäische Kommission will eine einheitliche europäische Rechtsform für Unternehmen schaffen. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stellte den Plan mit dem Arbeitstitel „EU Inc.“ diese Woche in Davos vor. Ziel ist es, Bürokratie für Start-ups und KMU massiv abzubauen und Europas Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Gründung in 48 Stunden mit einem Euro

Der Vorschlag sieht radikale Vereinfachungen vor. Die neue „Einheitliche Europäische Gesellschaft“ (S.EU) soll komplett digital und in maximal 48 Stunden zu gründen sein. Das nötige Stammkapital: lediglich ein symbolischer Euro.

Ein geplantes EU-weites Digitalregister soll als „One-Stop-Shop“ alle Verwaltungsprozesse bündeln. Damit wäre die neue Rechtsform in allen 27 Mitgliedstaaten sofort anerkannt und durchbricht die aktuelle Fragmentierung. Auch Regeln für Mitarbeiterbeteiligungen und Investitionsdokumente würden standardisiert.

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Antwort auf die Wettbewerbslücke

Die Initiative ist eine direkte Reaktion auf die Berichte von Mario Draghi und Enrico Letta zur EU-Wettbewerbsfähigkeit. Beide hatten die zersplitterten nationalen Märkte als großes Hindernis für skalierende Unternehmen kritisiert.

Mit der „EU Inc.“ schafft Brüssel ein europäisches Pendant zur US-amerikanischen „Delaware C-Corp“. Die Hoffnung: Internationales Risikokapital soll leichter in den EU-Raum fließen, weil Investoren nur noch ein einheitliches Rechtssystem prüfen müssen. Das Europäische Parlament unterstützt die Pläne bereits klar.

Was bedeutet das für Österreich?

Für heimische Start-ups, die oft früh internationalisieren müssen, könnte die Reform ein Booster sein. Sie würde die Expansion in andere EU-Länder deutlich vereinfachen und ergänzt nationale Modelle wie die FlexKapG.

Doch große Hürden bleiben. Vor allem steuerrechtliche Details, etwa zur Besteuerung von Kapitalerträgen oder Mitarbeiteranteilen, sind heikel. Hier behalten die Mitgliedstaaten ihre Hoheit – und könnten im Rat der EU auf Bremse gehen. Die Angst vor einem Steuerwettbewerb ist groß.

Nächste Schritte und Zeitplan

Die Kommission will ihren detaillierten Gesetzesvorschlag bereits im März 2026 vorlegen. Anschließend müssen Parlament und Mitgliedstaaten zustimmen.

Experten rechnen mit harten Verhandlungen, besonders bei Steuerfragen und Arbeitnehmerrechten. Gelingt der ambitionierte Zeitplan, könnten die ersten „EU Inc.“-Firmen schon 2027 oder 2028 gegründet werden. Für Europas Tech-Standort wäre das ein echter Gamechanger.

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