Ethereum, Whale

Ethereum: Whale setzt 100 Millionen Short

26.05.2026 - 04:09:25 | boerse-global.de

Ein Whale setzt 100 Millionen Dollar gegen Ethereum. Der Kurs fiel seit Jahresbeginn um 30%, doch ein Upgrade könnte Hoffnung bringen.

Ethereum: Whale setzt 100 Millionen Short - Foto: über boerse-global.de
Ethereum: Whale setzt 100 Millionen Short - Foto: über boerse-global.de

Ein anonymer Whale setzt massiv gegen Ethereum. Auf der Derivatebörse Hyperliquid eröffnete der Trader am 25. Mai eine Short-Position über 47.604 ETH – gehebelt mit dem Faktor 23. Der Gegenwert: rund 100 Millionen Dollar. Der Einstiegskurs lag bei etwa 2.095 Dollar, die Liquidierung droht bereits bei 2.149 Dollar. Kein Wunder, dass die Krypto-Szene aufmerkt.

Ethereum notiert aktuell bei 2.111 Dollar. Seit Jahresbeginn verlor die zweitgrößte Kryptowährung rund 30 Prozent. Vom Allzeithoch bei knapp 4.955 Dollar im August 2025 trennen ETH etwa 57 Prozent. Die Short-Position des Whales liegt damit knapp im Minus – zum Zeitpunkt der Eröffnung stieg der Kurs kurz über 2.115 Dollar, was unrealisierte Verluste von rund 750.000 Dollar bedeutete.

Schweres Umfeld für Ethereum

Die Baissestimmung hat mehrere Ursachen. Zwischen dem 18. und 22. Mai verzeichneten Ethereum-Spot-ETFs Nettoabflüsse von 216 Millionen Dollar. Allein BlackRocks ETHA-Fonds verlor 189 Millionen Dollar. Seit Handelsstart liegen die kumulierten Zuflüsse aber bei 12 Milliarden Dollar – ein gemischtes Signal.

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Auch Großinvestoren leiden. BitMine hält über 5,2 Millionen ETH zu einem Durchschnittskurs von 3.513 Dollar. Das bedeutet unrealisierte Verluste von rund 7,8 Milliarden Dollar. Das Unternehmen stockte trotzdem auf: Am 23. Mai kaufte BitMine für 126 Millionen Dollar weitere 60.000 ETH – ein riskanter Nachkauf.

Upgrade als Hoffnungsschimmer

Analysten bleiben vorsichtig. Citi sieht Ethereum bis Jahresende bei 3.175 Dollar. Die Standard Chartered Bank senkte ihr Kursziel von 7.500 auf 4.000 Dollar. Für das zweite Quartal 2027 erwarten manche Experten im Basisszenario 4.200 Dollar, im optimistischen Fall bis zu 5.500 Dollar.

Ein wichtiger Katalysator könnte das „Glamsterdam"-Upgrade werden, das für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant ist. Es soll die Gasgebühren um bis zu 78 Prozent senken und die Transaktionsgeschwindigkeit auf 10.000 TPS steigern. Ob diese technischen Verbesserungen ausreichen, um die Kursschwäche zu drehen, hängt auch von den weiteren ETF-Zuflüssen ab. Die 100-Millionen-Wette des Whales bleibt ein spannender Lackmustest für die aktuelle Marktstimmung.

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