Ethereum: Upgrade trifft Abflüsse
26.02.2026 - 10:12:42 | boerse-global.deEthereum sendet dieser Tage gemischte Signale. Die Ethereum Foundation will künftig stärker über Staking-Erträge statt über Verkäufe finanzieren – ein Schritt, der den Verkaufsdruck senken soll. Gleichzeitig drücken anhaltende ETF-Abflüsse und ETH-Verkäufe aus dem Umfeld von Mitgründer Vitalik Buterin auf die Stimmung.
Foundation setzt auf Staking statt Verkäufe
Am 24. Februar hat die Ethereum Foundation zunächst 2.016 ETH in Staking-Verträge eingezahlt. Das ist laut Berichten nur der Auftakt: Insgesamt sollen bis zu 70.000 ETH gestaket werden, die Erträge fließen zurück in die Treasury.
Dahinter steckt ein strategischer Kurswechsel. In der Vergangenheit stand die Foundation immer wieder in der Kritik, zur Finanzierung laufender Kosten ETH am Markt zu verkaufen. Mit einem ertragsbasierten Modell will sie wiederkehrende Einnahmen erzielen – im Quelltext wird bei aktuellen Netzwerk-Renditen von rund 2,8% bis 3,0% grob eine Größenordnung von etwa 2.000 ETH pro Jahr genannt – und damit strukturellen Verkaufsdruck reduzieren.
Technisch betont die Foundation zudem einen nicht-verwahrenden (non-custodial) Ansatz mit geografisch verteilter Infrastruktur und „Minority Clients“, um die Dezentralisierung zu unterstützen.
FOCIL kommt – Zensurresistenz wird Protokoll-Frage
Parallel haben Entwickler EIP-7805 („FOCIL“) für das Hegota-Upgrade fest eingeplant, das in der zweiten Jahreshälfte 2026 kommen soll. FOCIL zielt auf ein heikles Thema: Transaktionszensur durch zentralisierte Block-Builder.
Die Idee: Pro Block werden zufällig 17 Validatoren ausgewählt, die Inclusion-Lists mit gültigen, ausstehenden Transaktionen einreichen. Block-Produzenten müssen diese Transaktionen aufnehmen – sonst riskiert der Block, vom Netzwerk verworfen zu werden. Damit würde Zensurresistenz weniger von freiwilligem Verhalten abhängen, sondern als Regelwerk im Protokoll verankert. Buterin hat den Vorschlag öffentlich unterstützt.
Zeitlich ist das eingebettet in eine ambitionierte Roadmap: Vor Hegota ist mit „Glamsterdam“ (H1 2026) ein Upgrade geplant, das vor allem Skalierung adressiert – unter anderem mit höheren Gas-Limits und „enshrined“ Proposer-Builder Separation (ePBS).
Verkäufe und ETF-Abflüsse: Der Gegenwind bleibt
Dem konstruktiven Bild stehen jedoch klare Belastungsfaktoren gegenüber. On-Chain-Daten sollen zeigen, dass Buterin-nahe Wallets seit Anfang Februar rund 10.723 ETH verkauft haben; ein jüngerer Schub umfasste demnach etwa 3.765 ETH in rund 2,5 Tagen. Für sich genommen ist das laut Quelltext zwar klein im Verhältnis zum täglichen Handelsvolumen, kann aber in einem ohnehin fragilen Markt die Stimmung zusätzlich dämpfen.
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Größer ist das Thema bei institutionellen Produkten: U.S.-Spot-ETH-ETFs hätten in den vergangenen vier Monaten netto fast 3 Milliarden US-Dollar Abflüsse verzeichnet. Rund um den 24. Februar werden zudem 405 Millionen US-Dollar Nettoabflüsse und 224 Millionen US-Dollar Long-Liquidationen in einem 48-Stunden-Fenster genannt.
Zum Bild passt, dass ETH heute zwar deutlich zulegt (+10,86%), über 30 Tage aber klar im Minus liegt (-29,84%) – ein Markt, der nach Orientierung sucht.
Wenn Nutzung wächst, aber Gebühren fehlen
Ein weiterer Kernpunkt aus dem Quelltext: Ethereum wird stärker genutzt, doch der ökonomische Rückfluss auf die Base Layer schwächelt. Layer-2-Netzwerke übernehmen den Großteil des Transaktionsvolumens (gewollt), zahlen seit dem Dencun-Upgrade aber deutlich geringere Gebühren an das Mainnet. Das schwächt den Burn-Mechanismus, der zuvor das Narrativ einer deflationären Tendenz gestützt hat.
So entsteht ein „Revenue-Paradox“: mehr Aktivität, aber weniger Gebühreneinnahmen auf der Hauptkette – und damit weniger direkte Unterstützung für die Preismechanik.
Zumindest klar ist der Fahrplan: Nach „Glamsterdam“ in H1 2026 soll „Hegota“ in H2 2026 folgen – inklusive FOCIL. Gleichzeitig bleibt laut Quelltext entscheidend, ob sich der Gegenwind von der Makroseite (Risikoappetit, Geldpolitik) legt und ob Gebühren wieder stärker in die Base Layer zurückfließen.
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