Ethereum, Stiftung

Ethereum: Stiftung setzt auf Staking

25.02.2026 - 21:11:09 | boerse-global.de

Die Ethereum Foundation setzt Teile ihrer Treasury aktiv ins Staking und bestätigt FOCIL als Teil des Hegotá-Upgrades für 2026, während der ETH-Kurs weiter unter Druck bleibt.

Ethereum bekommt diese Woche gleich zwei wichtige Impulse aus dem Maschinenraum: Die Ethereum Foundation bringt einen Teil ihrer Treasury aktiv ins Staking – und Entwickler haben einen zentralen Vorschlag gegen mögliche Zensur im Netzwerk für das Upgrade „Hegotá“ festgezurrt. Das klingt nach Fortschritt auf Protokoll-Ebene. Doch am Markt kämpft ETH weiter mit Gegenwind.

Treasury im Einsatz: Weg vom Verkaufen, hin zum Verdienen

Die Ethereum Foundation hat am Montag damit begonnen, einen Teil ihrer Bestände zu staken. Zum Start flossen 2.016 ETH in den offiziellen Staking-Deposit-Contract. Insgesamt sollen rund 70.000 ETH gestakt werden. Die Erträge sollen zurück in die Treasury gehen – und damit Forschung am Protokoll, Ökosystem-Entwicklung und Grants für die Community finanzieren.

Bemerkenswert ist vor allem der Strategiewechsel: Statt regelmäßig ETH zu verkaufen, um laufende Kosten zu decken, will die Foundation künftig stärker laufende Erträge nutzen. Genau diese Verkäufe standen in der Vergangenheit immer wieder in der Kritik, weil sie als dauerhafte Verkaufsquelle wahrgenommen wurden. Die Staking-Rendite wird im Quelltext mit rund 2,808% angegeben.

Technisch setzt die Foundation dabei auf Open-Source-Infrastruktur aus dem Umfeld von Bitwise/Attestant. Genannt werden unter anderem „Dirk“ (verteiltes Signieren von Validator-Schlüsseln über mehrere Jurisdiktionen, um Single-Points-of-Failure zu vermeiden) und „Vouch“ (Koordination der Validator-Aufgaben über verschiedene Client-Kombinationen). Zusätzlich nutzt das Setup eine Mischung aus gehosteter Infrastruktur und eigener Hardware in mehreren Ländern sowie „Minority Clients“ – also bewusst nicht nur die dominierenden Client-Implementierungen.

FOCIL für 2026: Mehr Schutz gegen Builder-Zensur

Parallel dazu wurde bestätigt, dass FOCIL („Fork-Choice Enforced Inclusion Lists“, EIP-7805) Teil des Hegotá-Upgrades werden soll, das für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant ist. Das Ziel: Ein heikles strukturelles Thema entschärfen – die Frage, ob Block-Builder Transaktionen herausfiltern können.

Hintergrund ist die heutige Realität, dass ein relativ kleiner Kreis von Block-Buildern einen Großteil der Blöcke baut und einzelne Akteure sich an Sanktionslisten orientieren. FOCIL würde hier einen Mechanismus einziehen, bei dem ein zufällig ausgewähltes Validator-Komitee verpflichtende „Inclusion Lists“ erstellt. Builder müssen diese Transaktionen aufnehmen – sonst riskiert der Block, verworfen zu werden. Kurz gesagt: weniger Spielraum für selektives Aussortieren.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ethereum?

FOCIL ist Teil der „Harden L1“-Linie in den Protokoll-Prioritäten 2026 der Foundation. Der Fahrplan teilt sich in „Scale“, „Improve UX“ und „Harden L1“. Für das erste Halbjahr 2026 ist „Glamsterdam“ vorgesehen, Hegotá soll danach folgen. Glamsterdam soll unter anderem das Gas-Limit Richtung (und über) 100 Millionen pro Block anheben (von derzeit 60 Millionen), ePBS (EIP-7732) verankern und parallele Verarbeitung über Block-Level-Access-Lists (EIP-7928) ermöglichen.

Kurs bleibt zäh: Warum der Markt trotzdem nicht jubelt

Trotz dieser technischen Fortschritte bleibt die Preisentwicklung angespannt. Heute liegt ETH bei 2.071,37 USD – ein Plus von 11,74% am Tag, aber auf 30-Tage-Sicht steht ein Minus von 26,40% zu Buche.

Im Quelltext werden dafür mehrere Belastungsfaktoren genannt: makroökonomischer Gegenwind (starker Dollar, restriktive Erwartungen an die US-Notenbank) und krypto-spezifische Effekte wie Trust-Konvertierungen. Zusätzlich sorgten gemeldete Verkäufe von Vitalik Buterin seit Anfang Februar (laut Bericht zur Finanzierung von Open-Source-Software, Hardware und Biotech-Projekten) für zusätzlichen Druck auf die Stimmung. Außerdem wird von Long-Liquidationen binnen 48 Stunden sowie Nettoabflüssen aus US-Spot-ETH-ETFs berichtet.

Was 2026 konkret auf dem Plan steht

Unterm Strich zeigt sich eine klare Divergenz: Im Netzwerk wird sichtbar weitergebaut, während der Markt noch mit Risikoaversion und Abflüssen ringt. Konkrete nächste Meilensteine sind dabei bereits abgesteckt: „Glamsterdam“ ist für das erste Halbjahr 2026 terminiert, „Hegotá“ mit dem nun bestätigten FOCIL-Baustein für die zweite Jahreshälfte 2026.

Anzeige

Ethereum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ethereum-Analyse vom 25. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Ethereum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ethereum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Ethereum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Hol dir den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.

Hol dir den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.

Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Aktien-Empfehlungen - Dreimal die Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Jetzt abonnieren.

CRYPTO000ETH | ETHEREUM | boerse | 68612093 |