Ethereum, Hoffman

Ethereum: David Hoffman liquidiert ETH-Position

07.06.2026 - 23:28:23 | boerse-global.de

Ethereum verliert 41 Prozent seit Jahresstart. Ein prominenter Investor verkauft alle Bestände und zweifelt an der Wertentwicklung der Kryptowährung.

Ethereum-Krise: Bankless-Mitgründer verkauft alle ETH-Anteile
Ethereum - Hände halten ein Smartphone, das eine Krypto-Handels-App mit einem Abwärtstrend anzeigt, im Hintergrund ein Büro. 07.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

David Hoffman galt jahrelang als eines der lautesten Sprachrohre der Ethereum-Community. Nun hat der Bankless-Mitgründer seine gesamte ETH-Position liquidiert. Dieser unerwartete Schritt fällt in eine Phase extremer Marktschwäche. Die zweitgrößte Kryptowährung kämpft nach einem massiven Kursrutsch um ihre wichtigsten Unterstützungszonen.

Hoffman begründet den Ausstieg nicht mit einem Vertrauensverlust in die Technologie. Er glaubt vielmehr, dass die These von Ether als primärem Geldwert ausgedient hat. Während er dem Ökosystem und Layer-2-Lösungen treu bleibt, fehlt ihm bei der Basiswährung die Wachstumsperspektive. Der Markt spiegelt diese Skepsis derzeit schonungslos wider. Seit Jahresbeginn hat Ethereum rund 41 Prozent an Wert verloren. Der Kurs stürzte am Freitag auf ein 52-Wochen-Tief bei 1.545 US-Dollar ab, bevor eine leichte Erholung auf aktuell knapp 1.770 US-Dollar einsetzte.

Flucht der Institutionellen

Die miese Stimmung wird durch eine schwache Performance institutioneller Anlageprodukte verstärkt. Der Grayscale Ethereum Staking Mini ETF verlor seit vergangenem Dezember fast die Hälfte seines Wertes. Die angebotenen Staking-Renditen konnten die enormen Kursschwankungen schlichtweg nicht auffangen.

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Im Mai zogen Investoren in einer beispiellosen Serie über 400 Millionen US-Dollar aus US-Spot-ETFs ab. Dieser anhaltende Verkaufsdruck lastet schwer auf dem Markt und zieht weite Kreise bis in den ohnehin angeschlagenen NFT-Sektor. Bei Premium-Kollektionen wie den CryptoPunks stiegen die Mindestpreise in Ether zwar an. Durch die Währungsabwertung brach die Bewertung in US-Dollar im vergangenen Monat jedoch um fast ein Drittel ein. Andere Projekte traf es noch härter. Der Einstiegspreis für den Bored Ape Yacht Club rutschte unter die Marke von 15.000 US-Dollar.

Wale wittern Einstiegschancen

Inmitten des Ausverkaufs positionieren sich erste antizyklische Akteure. Ein bekannter Großinvestor nutzte den jüngsten Absturz für gezielte Käufe im Wert von 56 Millionen US-Dollar. Technische Indikatoren stützen dieses Vorgehen. Mit einem RSI von 18 signalisiert der Markt eine massiv überverkaufte Situation, die historisch oft kurzfristige Gegenbewegungen einleitete.

Der nächste fundamentale Impuls steht bereits fest im Kalender. Marktbeobachter fokussieren sich auf die anstehende Abstimmung zum "Clarity Act". Fällt das politische Votum zugunsten der Krypto-Industrie aus, liefert dieses Ereignis den konkreten Katalysator für eine charttechnische Erholung.

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