Ethereum: 78% Gebührenreduktion durch Glamsterdam geplant
28.04.2026 - 04:06:35 | boerse-global.deDie Ethereum Foundation hat übers Wochenende 17.035 ETH aus dem Staking gezogen — rund 49 Millionen Dollar. Kein Kommentar, keine Erklärung. Das reicht aus, um Märkte nervös zu machen.
Was auf der Blockchain zu sehen ist
Blockchain-Analysedienst Arkham Intelligence hat die Transaktion aufgedeckt. Die Foundation deponierte 811 wstETH-Token in Lidos Auszahlungsvertrag — aufgeteilt auf 271 einzelne Transaktionen.
Wichtig: Unstaking bedeutet nicht automatisch Verkauf. Dafür wäre ein weiterer Schritt nötig, etwa eine Überweisung an eine Börse. Diesen Schritt zeigen die On-Chain-Daten bislang nicht.
Das Timing ist auffällig. Die Foundation hatte kurz zuvor fast 69.500 ETH gestakt — knapp unter ihrer selbst gesetzten Marke von 70.000 ETH. Die aggressive Staking-Kampagne startete im Februar 2026 und gipfelte im April in über 45.000 neu gestakten ETH.
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Aktives Treasury-Management oder Verkaufsvorbereitung?
Im Kontext der Gesamtstrategie wirkt der Schritt eher wie aktives Portfoliomanagement. Die Foundation hält weiterhin über 100.000 ETH in liquider Form — plus weitere gestakte Bestände jenseits dieser Transaktion.
Arkham fragte auf X öffentlich, ob die Foundation die freigegebenen ETH verkaufen wolle. Eine Antwort blieb aus.
Der ETH-Kurs zeigt sich davon wenig beeindruckt. Er notiert aktuell bei rund 2.277 Dollar — leicht unter dem Wochenbeginn, aber auf Monatssicht 14 Prozent im Plus. Der RSI liegt bei 52, was auf keine überkaufte Lage hindeutet.
Glamsterdam: Das nächste große Upgrade rückt näher
Parallel zur Treasury-Diskussion läuft Ethereums technische Weiterentwicklung auf Hochtouren. Das Glamsterdam-Upgrade — geplant für die erste Jahreshälfte 2026 — markiert eine Rückkehr zu grundlegenden Layer-1-Verbesserungen.
Kernstück ist die sogenannte Enshrined Proposer-Builder Separation (ePBS). Sie soll die Art, wie Blöcke gebaut und ausgeführt werden, grundlegend verändern. Hinzu kommen Block-Level Access Lists zur Effizienzsteigerung.
Das Ergebnis: Das Gas-Limit soll zunächst auf 100 Millionen pro Block steigen, später auf 200 Millionen. Ehemaliger Foundation-Co-Direktor Tomasz Sta?czak zufolge ebnet das den Weg zu 10.000 Transaktionen pro Sekunde. Ein Paket aus Gas-Repricing-Verbesserungen soll die Gebühren um rund 78 Prozent senken.
Derzeit läuft das Upgrade durch intensive Testphasen — Devnet-0 bis Devnet-5 prüfen die Kernlogik in kontrollierten Umgebungen.
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Staking-Ökosystem wächst weiter
Fast 39 Millionen ETH — etwa ein Drittel des Gesamtangebots — stecken in Staking-Verträgen. Die Zahl der Validatoren übersteigt inzwischen eine Million.
Nach Glamsterdam folgt im zweiten Halbjahr 2026 das Hegotá-Upgrade. Es zielt auf State-Management mit Verkle Trees und verbesserten Mechanismen gegen Zensur.
Die Foundation schweigt zur Begründung ihres Unstakings. Solange kein weiterer On-Chain-Schritt in Richtung Börse folgt, bleibt der Verkaufsverdacht Spekulation — nicht Fakt.
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