Ethereum: 292-Millionen-Exploit bei Kelp DAO
26.04.2026 - 19:17:03 | boerse-global.deInstitutionelle Investoren pumpen hunderte Millionen Dollar in Ethereum-ETFs. Parallel dazu ringt die Krypto-Community mit dem größten DeFi-Hack des Jahres. Bei Ethereum klaffen Anspruch und Realität derzeit weit auseinander.
Nordkoreanische Hacker erbeuten Millionen
Am 18. April schlugen die Angreifer zu. Sie stahlen 116.500 rsETH aus der Infrastruktur von Kelp DAO. Das entspricht einem Gegenwert von rund 292 Millionen Dollar. Laut der Analysefirma Chainalysis steckt die nordkoreanische Lazarus Group hinter dem Angriff. Die Hacker manipulierten externe Datenpunkte, um das System auszutricksen.
Der Ethereum-Kurs zeigt sich von dem Vorfall unbeeindruckt. Aktuell notiert die Kryptowährung bei rund 2.330 Dollar. Auf Jahressicht steht ein Plus von knapp 30 Prozent auf der Kurstafel. Seit Januar verzeichnet der Coin allerdings einen Verlust von rund 22 Prozent.
Beispiellose Rettungsaktion
Die Branche reagiert mit einer historischen konzertierten Aktion. Dienstleister des Krypto-Protokolls Aave riefen den Hilfsfonds "DeFi United" ins Leben. Das Ziel: 100.000 ETH sammeln, um die Verluste der Nutzer auszugleichen. Bis zum 24. April flossen bereits 161 Millionen Dollar in den Topf.
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Ein weiterer Baustein der Rettung liegt bei Arbitrum. Das Netzwerk fror die gestohlenen Gelder per Notfallbefugnis ein. Nun stimmt die dezentrale Verwaltung darüber ab, ob sie die Mittel freigibt. Stimmt die Mehrheit zu, fließen die Gelder direkt an den Hilfsfonds.
Starke ETFs, schwache Anwendungen
Abseits des Hacks fließt frisches Kapital in den Markt. US-amerikanische Spot-ETFs verzeichneten zuletzt zehn Tage in Folge Netto-Zuflüsse. Insgesamt sammelten die Fonds 633 Millionen Dollar ein. Das ist die längste Nachfragephase seit Ende 2024.
Zusätzlich verknappt sich das Angebot. Laut Glassnode zogen Anleger im vergangenen Monat 1,4 Millionen ETH von den Börsen ab. Großinvestoren verschieben ihre Bestände in sichere Offline-Wallets. Das reduziert den unmittelbaren Verkaufsdruck erheblich.
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Die fundamentale Nutzung des Netzwerks schwächelt derweil. Die wöchentlichen Einnahmen der Ethereum-Anwendungen fielen auf 13 Millionen Dollar. Das entspricht einer Halbierung innerhalb von sechs Monaten. Auch das in DeFi-Protokollen gebundene Kapital sank seit Jahresbeginn um 27 Prozent.
Der Ausgang der Arbitrum-Abstimmung schafft nun einen wichtigen Präzedenzfall. Bisher reagierten Krypto-Protokolle bei Angriffen meist isoliert. Die aktuelle Koordination über mehrere unabhängige Netzwerke hinweg etabliert ein völlig neues Modell für das Krisenmanagement im DeFi-Sektor.
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