EssilorLuxottica Aktie: fast 37 Prozent Minus seit Jahresbeginn
Veröffentlicht: 16.07.2026 um 02:19 Uhr, Redaktion boerse-global.de
EssilorLuxottica baut massiv um. Der Brillenriese wandelt sich zum Medizintechnik-Konzern. Währenddessen kämpft der Aktienkurs mit einem Wertverlust von fast 37 Prozent seit Jahresbeginn. Das Management setzt alles auf eine neue strategische Ausrichtung.
Strategischer Schwenk in die Medizintechnik
Das Unternehmen besetzt das Feld der minimalinvasiven Augenheilkunde. Auch Laser-Sehkorrekturen gehören nun zum Kernmarkt. Experten prognostizieren bis zum Jahr 2029 einen Umsatz von rund 37 Milliarden Euro.
Parallel dazu soll die Profitabilität steigen. Die Prognosen rechnen mit einem Gewinn von 3,6 Milliarden Euro in drei Jahren. Dies entspräche einer jährlichen Wachstumsrate von etwa 9 Prozent.
Die italienische Investmentbank Equita bewertet die Aktie als „Top Pick“. Das Kursziel liegt dort bei 280 Euro. Der breite Markt-Konsens bleibt mit einem Ziel von 280,22 Euro ebenfalls optimistisch.
Analysten uneins über Kursziel
Einige Experten schlagen leisere Töne an. Goldman Sachs stufte das Papier von „Buy“ auf „Neutral“ herab. Das neue Kursziel beträgt 200 Euro nach zuvor 230 Euro. Analysten warnen vor Margendruck durch die Inflation. Dazu kommt die wachsende Konkurrenz aus dem Onlinehandel.
Ein zweites Wachstumsfeld bleibt die Kooperation mit Meta. Im Juni 2026 startete der Verkauf neuer Smart-Glasses für 299 US-Dollar. Meta hielt zuletzt eine dominante Marktstellung von rund 76 Prozent in diesem Segment.
Wachsender Druck im Wearable-Markt
Der Tech-Konzern verkaufte bereits über 7 Millionen Ray-Ban-Meta-Brillen. Doch die Luft im Markt wird dünner. Samsung präsentiert voraussichtlich Ende Juli 2026 seine eigenen „Galaxy Glasses“. Die Konkurrenz verschärft sich somit deutlich.
Hinzu kommen regulatorische Hürden. Am 14. Juli 2026 lockerte die EU zwar die Batterievorgaben für Smart-Glasses. Professionelle Austauschbarkeit bleibt aber Pflicht. Der RSI signalisiert mit 44,9 derzeit ein neutrales Momentum.
Die kommenden Wochen bringen die Entscheidung. Hält die Unterstützung am Jahrestief bei 160,60 Euro nicht, drohen technisch bedingte Anschlussverkäufe. Anleger warten nun gespannt auf die Markteinführung der Samsung-Konkurrenz Ende Juli.
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