Erste Group Aktie: Rumänien bremst
09.04.2026 - 21:27:25 | boerse-global.deDie hauseigene Forschungsabteilung der Erste Group hat ihre Inflationsprognose für Rumänien nach oben korrigiert — und damit auch die Erwartungen an baldige Zinssenkungen gedämpft. Für eine Bank, die einen Großteil ihres Geschäfts in Zentral- und Osteuropa macht, ist das kein unwichtiges Signal.
BNR hält still, Spielraum schwindet
Die rumänische Nationalbank (BNR) ließ ihren Leitzins bei der Sitzung am 7. April erwartungsgemäß unverändert. Das Umfeld, in dem sie das tat, ist allerdings alles andere als komfortabel: Global drücken inflationäre und stagflationäre Tendenzen, lokal wirken gegenläufige disinflationäre Kräfte. Hinzu kommen Abwertungsrisiken beim rumänischen Leu, die die Nationalbank zu einem restriktiveren Ton veranlassen dürften.
Die Erste Group Research hat ihre Inflationsprognose für Jahresende 2026 auf 5,1 Prozent angehoben — zuvor waren es 4,6 Prozent. Haupttreiber ist ein Ölpreisschock. Der Mai-Inflationsbericht soll einen aktualisierten Ausblick liefern, dürfte aber von erheblicher Unsicherheit begleitet sein.
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Zinssenkungen erst im November?
Zinserhöhungen hält die Erste Group Research für höchst unwahrscheinlich. Zinssenkungen kommen frühestens bei der letzten BNR-Sitzung im November in Betracht — sofern die wirtschaftlichen Daten bis dahin entsprechend schwach bleiben. Das prognostizierte BIP-Wachstum Rumäniens für 2026 liegt bei mageren 0,3 Prozent, mit weiteren Abwärtsrisiken durch den anhaltenden Nahost-Konflikt.
Gleichzeitig schaut die BNR auf die EZB, die der Markt derzeit mit zwei Zinserhöhungen bis September einpreist. Das verengt den geldpolitischen Spielraum in Bukarest zusätzlich.
Für die Erste Group selbst liefern die Q1-Zahlen am 30. April den nächsten konkreten Datenpunkt — dann wird sich zeigen, wie stark sich das schwierige Makroumfeld in Rumänien bereits in den Ergebnissen niedergeschlagen hat.
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