Erneuerbare, Energien

Erneuerbare Energien treiben deutschen Bau

24.02.2026 - 15:19:56 | boerse-global.de

Die Ausschreibungen für Windkraft und Photovoltaik erreichten 2025 ein Rekordvolumen und sichern der Bauindustrie volle Auftragsbücher. Die Politik versucht, langsame Genehmigungsverfahren zu beschleunigen.

Die Ausschreibungen für Wind- und Solaranlagen erreichten 2025 ein Rekordvolumen. Das sichert der Bauwirtschaft trotz allgemeiner Flaute volle Auftragsbücher für die kommenden Jahre. Die Zahlen der Bundesnetzagentur zeigen: Während andere Sektoren stöhnen, boomt der Öko-Energiebau.

Rekordnachfrage bei Wind und Sonne

Die Behörde schrieb im vergangenen Jahr ein Gesamtvolumen von 14.430 Megawatt für Windkraft an Land aus – ein deutlicher Sprung gegenüber dem Vorjahr. Die Nachfrage übertraf das Angebot bei weitem. Letztlich wurden Projekte mit 14.445 MW bezuschlagt.

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Auch bei der Photovoltaik gingen die Volumen durch die Decke. Sowohl für Freiflächen- als auch für Dachanlagen meldet die Agentur neue Rekorde. Die hohe Beteiligung und überzeichneten Runden signalisieren massive Investitionsbereitschaft. Branchenverbände sehen das als starkes Zeichen, fordern aber mehr Planungssicherheit.

Politik will Bremsen lösen

Die Bundesregierung versucht, den größten Bremsklotz zu lockern: die langwierigen Genehmigungsverfahren. Ein zentrales Vorhaben ist das Infrastruktur-Zukunftsgesetz. Es soll Prozesse für Verkehrsprojekte wie Schienen und Straßen digitalisieren und deutlich verkürzen. Doppelprüfungen sollen wegfallen.

Flankiert wird das von einem milliardenschweren Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität. Für den Wohnungsbau läuft zudem der „Bau-Turbo“, eine befristete Sonderregelung im Baugesetzbuch. Sie soll Kommunen helfen, schneller Baurecht zu schaffen.

Baukonjunktur bleibt gespalten

Trotz der Öko-Boom zeigt die Gesamtlage der Bauwirtschaft ein gemischtes Bild. Der Wohnungsbau durchlief eine schwierige Phase. Immerhin: Die Baugenehmigungen stiegen 2025 leicht an – ein Hoffnungsschimmer für die Zukunft.

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Doch Genehmigungsprozesse dauern oft Jahre, wie Beispiele aus Städten wie Rostock zeigen. Experten vom ifo-Institut erwarten, dass die Branche die Talsohle bald durchschreitet. Für 2026 prophezeien sie aber noch verhaltenes Wachstum. Klar ist: Großprojekte für Energie- und Verkehrswende gewinnen an Bedeutung.

Wird der Schwung in Bautätigkeit umgesetzt?

Die Rekord-Ausschreibungen von 2025 sind mehr als eine Momentaufnahme. Sie zeigen den strukturellen Wandel, der die Bauwirtschaft erfasst. Die Aufträge werden sich in den nächsten zwei bis drei Jahren in konkreter Bautätigkeit niederschlagen.

Für 2026 senkte die Bundesnetzagentur die Höchstwerte für Gebote leicht. Grund sind gesunkene Kosten und hoher Wettbewerb. Entscheidend wird nun sein, ob die geplanten Beschleunigungsgesetze wirken. Kann die Branche die Projekte auch zügig umsetzen? Die Bauwirtschaft steht vor der Aufgabe, die Chancen der Energiewende zu nutzen – und gleichzeitig die Probleme im Wohnungsbau in den Griff zu bekommen.

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