Ernährung als Medizin: Krebskongress setzt auf antientzündliche Kost
26.02.2026 - 08:39:57 | boerse-global.deFührende Mediziner bekräftigen die zentrale Rolle der Ernährung bei der Krebsprävention. Auf dem Deutschen Krebskongress in Berlin betonten Experten diese Woche, dass gezielte Lebensstiländerungen bis zur Hälfte aller Tumore verhindern könnten. Der Schlüssel liege in einer antientzündlichen Ernährung.
Die Fachleute warnten eindringlich vor der alleinigen Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. Stattdessen plädieren sie für einen ganzheitlichen Ansatz, der auf vollwertigen Lebensmitteln basiert. Diese Position wird durch aktualisierte medizinische Leitlinien untermauert, die eine professionell begleitete Ernährungstherapie hervorheben.
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Die stille Gefahr im Körper
Problematisch sind nicht akute, sondern chronische Entzündungen. Diese oft unbemerkten „stillen“ Prozesse gelten als wesentliche Ursache für Zivilisationskrankheiten. Sie begünstigen nicht nur Krebs, sondern auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Alzheimer.
Eine treibende Kraft ist die westliche Ernährung mit viel Zucker, Weißmehl und ungesunden Fetten. Sie kann die Darmflora schädigen und so Entzündungen im ganzen Körper fördern. Die gute Nachricht: Dieser Prozess lässt sich durch die richtige Nahrung aktiv steuern.
So sieht der antientzündliche Speiseplan aus
Im Mittelpunkt stehen unverarbeitete, nährstoffreiche Lebensmittel. Die Experten hoben besonders die schützende Wirkung von Vollkorn und Ballaststoffen hervor, die das Darmkrebsrisiko signifikant senken können.
Zu den Grundpfeilern zählen:
* Viel Gemüse und Obst für Antioxidantien
* Gesunde Fette aus Fisch, Leinsamen und Nüssen
* Vollkorn und Hülsenfrüchte für ein gesundes Mikrobiom
* Kräuter und Gewürze wie Kurkuma und Ingwer
Gemieden werden sollten hochverarbeitete Produkte, Zucker, Transfette und zu viel rotes Fleisch. Es geht also weniger um Verzicht, sondern darum, dem Körper Gutes zuzufügen.
Ein Ansatz mit breiter Wirkung
Die Vorteile gehen weit über die Krebsvorsorge hinaus. Studien zeigen, dass antientzündliche Ernährungsweisen wie die mediterrane Diät auch das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle reduzieren.
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Sogar bei Autoimmunerkrankungen rückt der Ernährungseinfluss in den Fokus. Passend dazu wird das Thema Schwerpunkt des kommenden Tags der gesunden Ernährung sein. Eine angepasste Kost kann helfen, das Immunsystem zu regulieren und Symptome zu lindern.
Die Zukunft ist individuell
Die Forschung bewegt sich hin zu personalisierten Empfehlungen. Nicht jeder Mensch reagiert gleich auf bestimmte Nährstoffe. Zukünftige Ansätze müssen genetische Veranlagungen und das persönliche Darmmikrobiom berücksichtigen.
Arbeitsgruppen wie „nature4HEALTH“ an der Universität Jena erforschen bereits, wie sich die Wirkung von Naturstoffen durch Kombinationen optimieren lässt. Klar ist: Wissenschaftlich fundierte Ernährung ist kein kurzfristiger Trend, sondern ein fundamentaler Baustein für langfristige Gesundheit.
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