Equinor Aktie: 60 Prozent Plus seit Jahresbeginn
15.05.2026 - 21:42:21 | boerse-global.deNorwegens größter Energiekonzern ändert seine Strategie. Equinor verlässt sich nicht mehr nur auf routinemäßige Verträge. Das Unternehmen sucht den direkten Kontakt zu europäischen Regierungen. Das Ziel: langfristige finanzielle Zusagen für die Erschließung teurer Öl- und Gasreserven.
Diplomatie trifft auf neue Quellen
Mitte Mai treffen sich Regierungsvertreter aus Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden in Oslo. Sie sollen über die Unterstützung aufwendiger Förderprojekte beraten. Die Nordsee-Produktion sinkt. Equinor muss daher bisher unrentable Quellen erschließen. Bis 2035 sollen neue Bohrungen rund 70 Prozent der Produktion ausmachen.
Passend dazu liefert das Eirin-Feld in der norwegischen Nordsee nun erstes Gas. Equinor betreibt das Projekt zusammen mit ORLEN Upstream Norway. Die Entdeckung stammt aus dem Jahr 1978. Damals galt sie als unrentabel. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine bewertete Equinor das Feld 2023 neu.
Das Projekt verlängert die Lebensdauer der Gina-Krog-Plattform bis 2036. Das Gas fließt über Dänemark bis nach Polen. Ein ungeplanter Ausfall trübt das Bild. Equinor meldet den Stillstand des Hammerfest LNG-Terminals. Die Anlage ist Europas größte Exportfazilität für verflüssigtes Erdgas. Der Vorfall rückt die operativen Risiken der norwegischen Infrastruktur in den Fokus.
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Starke Zahlen treiben den Kurs
Finanziell steht der Konzern auf einem soliden Fundament. Im ersten Quartal 2026 erwirtschaftete Equinor einen bereinigten Betriebsgewinn von 9,77 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn lag bei 3,10 Milliarden US-Dollar.
Aktionäre honorieren die Entwicklung. Die Aktie kletterte am Freitag um 2,9 Prozent auf 33,39 Euro. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Kursplus auf beachtliche 60 Prozent. Der Titel notiert damit knapp unter dem 52-Wochen-Hoch.
Hauptversammlung und Kapitalrückfluss
Auf der Hauptversammlung vergangene Woche sicherte sich das Management eine breite Mehrheit. Ein Klimavorschlag der Gruppe Follow This erhielt dennoch 21 Prozent der Stimmen unabhängiger Aktionäre. Der Druck in Umweltfragen bleibt bestehen.
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Für Anleger rücken nun konkrete Termine näher. Der Vorstand startet eine zweite Tranche des Aktienrückkaufprogramms über 375 Millionen US-Dollar. Diese läuft bis spätestens 20. Juli 2026. US-Aktionäre handeln das Papier ab dem heutigen 15. Mai ex-Dividende. Die reguläre Quartalsausschüttung folgt voraussichtlich Ende des Monats.
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