EQS-News, Hannover

EQS-News: Hannover Rück sieht profitable Wachstumsmöglichkeiten in einem zunehmend anspruchsvollen Marktumfeld (deutsch)

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 07:30 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Hannover Rück sieht profitable Wachstumsmöglichkeiten in einem zunehmend anspruchsvollen Marktumfeld EQS-News: Hannover Rück SE / Schlagwort(e): Sonstiges Hannover Rück sieht profitable Wachstumsmöglichkeiten in einem zunehmend anspruchsvollen Marktumfeld 07.09.2026 / 07:30 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Hannover Rück sieht profitable Wachstumsmöglichkeiten in einem zunehmend anspruchsvollen Marktumfeld


EQS-News: Hannover Rück SE / Schlagwort(e): Sonstiges
Hannover Rück sieht profitable Wachstumsmöglichkeiten in einem zunehmend
anspruchsvollen Marktumfeld



07.09.2026 / 07:30 CET/CEST
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



---------------------------------------------------------------------------



Hannover Rück sieht profitable Wachstumsmöglichkeiten in einem zunehmend
anspruchsvollen Marktumfeld



  * Hochwertiger und verlässlicher Rückversicherungsschutz bleibt gefragt



  * Zunehmend anspruchsvolles Marktumfeld in der Schaden-Rückversicherung



  * Leicht rückläufige Preise bei nach wie vor guter Qualität des Geschäfts



  * Konditionen und Selbstbehalte weiterhin auf gutem Niveau



  * Selektives Wachstum bleibt bei risikoadäquaten Preisen möglich



Monte Carlo, 7. September 2026: Die Hannover Rück sieht für die
Erneuerungsrunde in der Schaden-Rückversicherung zum 1. Januar 2027 weiter
attraktive Geschäftsmöglichkeiten und rechnet angesichts eines zunehmend
wettbewerbsintensiven Marktumfelds mit leicht rückläufigen Preisen und
überwiegend stabilen Konditionen.



"Steigende Unsicherheiten bei gleichzeitig zunehmendem Wettbewerb machen die
Rückversicherung anspruchsvoller. Geopolitische Spannungen, Inflation,
digitale Bedrohungen und klimabedingte Risiken erschweren die Einschätzung
langfristiger Schadenkosten und damit die risikogerechte Preisfindung",
sagte Clemens Jungsthöfel, Vorstandsvorsitzender der Hannover Rück. "Mit
fundierter Risikobewertung, Kapitalstärke, einem schlanken Geschäftsmodell
sowie konsequenter Zeichnungsdisziplin schaffen wir die Grundlage für
profitables Wachstum über Marktzyklen hinweg - für unsere Kunden und für die
Hannover Rück."



Aktuelle Lage auf den globalen Schaden-Rückversicherungsmärkten



Hochwertiger und verlässlicher Rückversicherungsschutz bleibt weiterhin sehr
gefragt, während sich das Angebot an Kapazitäten aufgrund der guten
Kapitalausstattung des Rückversicherungsmarktes erhöht.



In den unterjährigen Vertragserneuerungen zeigten sich die Preise insgesamt
rückläufig bei weiterhin guten Konditionen. Das deutliche Prämienwachstum
der Hannover Rück zeigt gleichzeitig, dass sich für gut positionierte
Rückversicherer nach wie vor attraktive Wachstumschancen bieten.



Der Beobachtung der Hannover Rück nach zeigen sich die
Schaden-Rückversicherungsmärkte weiter differenziert: Während bei
Naturkatastrophendeckungen und bei schadenfreiem Geschäft verstärkter
Wettbewerbsdruck zu beobachten war, bewegten sich die Preise in anderen
Segmenten weiterhin auf einem stabilen Niveau. Auch die Konditionen blieben
überwiegend auf einem guten Niveau und zeigten nur in einzelnen Beispielen
eine Abschwächung.



Langfristige Risikotreiber wie Erdbeben, Klimawandel, Inflation und die
Konzentration von Vermögenswerten in exponierten Regionen bleiben
unverändert bestehen. Gleichzeitig fiel die Schadenbelastung aus
Naturkatastrophen im bisherigen Jahresverlauf insgesamt moderat aus. Zudem
gewinnen wetterbedingte Naturgefahren wie Überschwemmungen, Dürren, Hagel,
Waldbrände und schwere Gewitter als Schadenursachen zunehmend an Bedeutung.
Sie führen langfristig zu höheren potenziellen Schadenbelastungen und einer
wachsenden Nachfrage nach Rückversicherungsschutz. Die Belastung durch von
Menschen verursachte Schäden lag etwas höher als in den Vorjahren,
insbesondere aufgrund der anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen
Osten im Zusammenhang mit dem Irankrieg.



Ausblick auf die Erneuerungen zum 1. Januar 2027



Die Hannover Rück erwartet für die Vertragserneuerungen zum 1. Januar 2027
insgesamt risikoadäquate Preise in ihrem Schaden-Rückversicherungsgeschäft.
Neben leicht sinkenden Preisen dürften überwiegend stabile Konditionen zu
beobachten sein. Die Hannover Rück plant für die Erneuerungsrunde mindestens
stabile Rückversicherungskapazitäten zur Verfügung zu stellen, sofern
auskömmliche Preise erzielbar sind.



"Wir wachsen dort, wo Preise und Risiken im Einklang stehen, und verzichten
auf Geschäft, das unsere Profitabilitätsanforderungen nicht erfüllt.
Wachstumschancen erwarten wir in Regionen mit steigender
Versicherungsdurchdringung und Wirtschaftswachstum und in Märkten, in denen
wir selektiv Anteile ausbauen", sagte Sven Althoff, Vorstandsmitglied für
die Schaden-Rückversicherung der Hannover Rück. "Dank unserer geringen
Kostenquote, unseres klaren Rückversicherungsfokus und unserer langfristigen
Kundenbeziehungen können wir diese profitablen Wachstumschancen gezielt
nutzen und zugleich unsere Ertragskraft nachhaltig sichern."



Die Nachfrage nach hochwertigem und verlässlichem Rückversicherungsschutz
bleibt vor allem in dynamischen Geschäftsfeldern wie Cyberdeckungen,
strukturierter Rückversicherung und bei Naturkatastrophendeckungen hoch.
Zusätzliche Impulse kommen durch regulatorische Veränderungen,
technologische Entwicklungen, veränderte Risikolandschaft aus Naturgefahren
und regional wachsende Wirtschaftsaktivitäten insbesondere in
Schwellenländern.



Entwicklungstrends in den regionalen Märkten



In Europa entwickelten sich die Preise und Konditionen aus Sicht der
Hannover Rück weitgehend stabil. Die Hannover Rück konnte ihren Marktanteil
weiter ausbauen und profitierte von der anhaltend hohen Nachfrage nach
hochwertigem und verlässlichem Rückversicherungsschutz. Aufgrund des bisher
schadenarmen Jahresverlaufs und der weiterhin guten Kapitalausstattung der
Erst- und Rückversicherungsbranche ist gerade bei schadenfreien Programmen
mit weiteren Preisnachlässen zu rechnen. Höhere Inflationserwartungen und
eine weitere Zunahme von Frequenzschäden begrenzen jedoch den Preisdruck.
Dazu tragen die diesjährigen Hitzewellen sowie damit verbundenen Waldbrand-
und Unwetterereignisse in Teilen Europas bei. Zugleich sind
Rückversicherungsdeckungen aufgrund der zunehmenden Exponierung gegenüber
Naturgefahren sowie die Folgen von Hitzewellen und anderen
Extremwetterereignissen nachgefragt.



In Deutschland war der Versicherungsmarkt im vergangenen Jahr insgesamt
profitabel. Speziell die Kraftfahrtversicherung hat sich nach umfangreichen
Sanierungsmaßnahmen zuletzt stabilisiert. Zu den wesentlichen
Herausforderungen für das Kraftfahrtgeschäft zählen unverändert die
Entwicklung der Kaskoschäden, insbesondere infolge von Hagelereignissen,
sowie die weiterhin erhöhte Schadeninflation. In der Industrieversicherung
sind Aufweichungstendenzen zu erkennen. Für das kommende Jahr ist weiterer
Druck auf die Preise zu erwarten, sofern außergewöhnliche Schadenereignisse
ausbleiben. Für die Hannover Rück stehen deshalb risikoadäquate Preise und
eine nachhaltige Geschäftsentwicklung im Vordergrund der nächsten
Erneuerungen.



In Frankreich beschränkten sich Naturkatastrophen weitgehend auf die
jüngsten Waldbrände und Stürme zu Beginn des Jahres. Im
Erstversicherungsmarkt zeigte sich ein zunehmender Preisdruck infolge
höherer Kapazitäten und intensiveren Wettbewerbs. Die anziehende
Schadeninflation wirkte dieser Entwicklung jedoch entgegen.



In Großbritannien beobachtete die Hannover Rück Preisreduktionen infolge
eines intensiven Wettbewerbs und überschüssiger Kapazitäten, welche
insbesondere in der Sach- und Kraftfahrt-Rückversicherung deutlich waren.
Während sich die Preise in den Haftpflichtsparten zumeist noch stabil
zeigten, ist für die Erneuerungsrunden im kommenden Jahr mit weiterem
Preisdruck bei stabilen Konditionen zu rechnen. Dadurch dürfte die
Differenzierung nach Kunden- und Portfolioqualität weiter zunehmen.



In Zentral-, Ost- und Südosteuropa verlief das Jahr insgesamt schadenarm. Zu
bedeutenderen Einzelschäden kam es bei Raffinerien und Industriebetrieben.
In der gesamten Region, einschließlich der Türkei, haben sich die
Rückversicherungspreise in den meisten Sparten auf einem risikoadäquaten
Niveau stabilisiert. Gleichzeitig machen sich die Auswirkungen des
Klimawandels zunehmend bemerkbar: Hitzewellen, Hagelstürme,
Starkregenereignisse und Tornados führen vermehrt zu Schäden. Die Hannover
Rück steht ihren Kunden in der Region dabei als verlässlicher und
leistungsfähiger Partner zur Seite. Die Preisentwicklung bei den kommenden
Erneuerungen wird aus Sicht der Hannover Rück maßgeblich von der
Schadenentwicklung im zweiten Halbjahr 2026 und den anhaltenden
Inflationserwartungen beeinflusst.



In den nordeuropäischen Ländern bleibt die Nachfrage nach
Rückversicherungsdeckungen hoch. In schadenfreien Segmenten ist jedoch ein
zunehmender Wettbewerbsdruck mit entsprechenden Preisnachlässen zu
beobachten. Während größere Schadenereignisse bislang ausgeblieben sind, war
die Region im laufenden Jahr von mehreren kleinen und mittelgroßen
Naturkatastrophen betroffen. Für die bevorstehenden Erneuerungen erwartet
die Hannover Rück insgesamt weiterhin angemessene Marktbedingungen und
stabile Konditionen.



Im Nahen Osten bleiben die langfristigen Aussichten aufgrund vergleichbar
niedriger Versicherungsdurchdringung und anhaltendem Wirtschaftswachstum
trotz geopolitischer Unsicherheiten positiv. Die erhöhte
Rückversicherungskapazität macht sich bei schadenfreien Programmen in den
Preisverhandlungen bemerkbar.



In Nordamerika konnte der Markt für Sachgeschäft ein noch auskömmliches
Niveau halten, obwohl deutliche Anzeichen von Ratenreduzierungen sichtbar
werden. Bei schadenfreien Programmen beobachtet die Hannover Rück eine
zunehmende Bereitschaft zu Preisanpassungen. Zwar spricht ein El-Niño-Jahr
grundsätzlich für eine geringere Hurrikanaktivität, die ungewöhnlich warmen
Meeresoberflächen können diesen Effekt jedoch abschwächen.



Insgesamt steht ausreichend Rückversicherungskapazität zur Verfügung, um die
wachsende Nachfrage nach Versicherungsschutz zu decken. Steigende
Versicherungswerte, insbesondere bei Infrastruktur und Datenzentren,
erschweren Erstversicherern jedoch die Bereitstellung der erforderlichen
Kapazitäten.



Auch die soziale Inflation bleibt herausfordernd. Sie führt zu steigenden
Schadenkosten durch vermehrte Rechtsstreitigkeiten, höhere
Entschädigungssummen und erweiterte Haftungsdefinitionen. Aus Sicht der
Hannover Rück sind daher risikoadjustiert mindestens stabile Preis- und
Konditionsanpassungen im Haftpflichtsegment sowohl bei Erst- als auch
Rückversicherern notwendig.



In der Region Asien-Pazifik hat die Hannover Rück ihre starke Marktposition
in einem wettbewerbsintensiven Umfeld behauptet. Für 2027 rechnet die
Hannover Rück mit insgesamt stabilen bis leicht rückläufigen
Rückversicherungspreisen. Naturkatastrophen in der Region unterstreichen
weiterhin den Bedarf an hochwertigem und verlässlichem
Rückversicherungsschutz. Mit ihrem Fokus auf ganzheitliche Kundenbeziehungen
und maßgeschneiderte Lösungen sieht sich die Hannover Rück gut positioniert,
um ihr Geschäft in dieser vielfältigen Region gezielt auszubauen.



In Japan, Korea und Südostasien bleibt das Kapitalangebot und der Wettbewerb
hoch bei moderaten Ratenrückgängen. Die Nachfrage nach
Rückversicherungsschutz bleibt insgesamt stabil. Gleichzeitig bieten sich
bei maßgeschneiderten Rückversicherungslösungen selektive Wachstumschancen.



In Indien war der Rückversicherungsmarkt 2026 von hoher Kapazität und
teilweise deutlichen Ratenreduzierungen geprägt. Dank eines starken
Kundenfokus und eines agilen sowie disziplinierten Underwritings konnte die
Hannover Rück dennoch ihre Marktposition nachhaltig stärken.



In China wächst der Erst- und Rückversicherungsmarkt moderat im Einklang mit
dem Wirtschaftswachstum. Neue Technologien sowie die Energiewende schaffen
dabei zusätzliche Versicherungs- und Rückversicherungsbedarfe. Dem gegenüber
steht auch eine Zunahme der verfügbaren Kapazitäten am Markt, die speziell
bei Naturkatastrophendeckungen zu weiterem Preisdruck führen. Dank starker
Kundenbeziehungen und lokaler Expertise sieht sich die Hannover Rück für die
kommenden Erneuerungen trotz zunehmendem Wettbewerb gut aufgestellt.



In Australien und Neuseeland behauptete die Hannover Rück ihre Marktposition
und baute die Zusammenarbeit mit Kernkunden im Rückversicherungsgeschäft
aus. Die Nachfrage nach Rückversicherung wächst im Einklang mit dem Markt.



Lateinamerika wurde im laufenden Jahr erneut von schweren Naturereignissen
getroffen, darunter Waldbrände in Chile, ein Vulkanausbruch in Guatemala
sowie zwei schwere Erdbeben in Venezuela und Kolumbien. Während die
Auswirkungen der Waldbrände und des Vulkanausbruchs begrenzt blieben,
forderten beide Erdbeben zahlreiche Todesopfer und verursachten erhebliche
Sachschäden. Die Ereignisse verdeutlichen die Bedeutung eines
leistungsfähigen Erst- und Rückversicherungsschutzes und zeigen zugleich,
dass in vielen Teilen der Region eine erhebliche Lücke zwischen
volkswirtschaftlichen und versicherten Schäden besteht. In den betroffenen
Märkten rechnet die Hannover Rück mit einer steigenden Nachfrage nach
Rückversicherungsschutz. Ungeachtet der jüngsten Schadenereignisse bleibt
Lateinamerika ein attraktiver Markt mit langfristigen Wachstumsperspektiven.



Entwicklungstrends in den globalen Märkten und im Spezialgeschäft



Bei Naturkatastrophendeckungen erwartet die Hannover Rück langfristig ein
kontinuierliches Wachstum der Nachfrage nach Rückversicherungslösungen.
Wesentliche Faktoren sind dabei der Klimawandel, eine steigende
Wertekonzentration in naturgefahrenexponierten Regionen und die Inflation.
Zusätzlich besteht nach wie vor eine erhebliche Lücke zwischen
volkswirtschaftlichen und versicherten Schäden.



Die Preise liegen zwar unter den Höchstständen der Jahre 2023 und 2024,
bewegen sich aber weiterhin auf einem technisch angemessenen Niveau. Für die
kommenden Erneuerungen rechnet die Hannover Rück mit moderaten
Preisbewegungen, die vor allem von der Schadenentwicklung und den regionalen
Marktgegebenheiten abhängen. Angesichts der hohen Volatilität des
Naturkatastrophengeschäfts bleiben risikoadäquate Preise und Konditionen
entscheidend. Die Hannover Rück sieht in diesem Umfeld attraktive
Geschäftsmöglichkeiten und ist bereit, zusätzliche Kapazitäten bereit zu
stellen.



In Nordamerika hat sich das Preisniveau in den vergangenen Erneuerungen
abgeschwächt, bleibt jedoch technisch angemessen. Der weitere Marktverlauf
wird maßgeblich von der Schadenaktivität bestimmt werden, insbesondere bei
den wetterbedingten Naturgefahren wie schweren Gewittern, Tornado-, Hagel-
und Starkregenereignissen. In Europa erwartet die Hannover Rück nach den
deutlichen Anpassungen zum 1. Januar eine Normalisierung und Stabilisierung
der Preisentwicklung, sofern größere Schadenereignisse ausbleiben. Bei
Selbstbehalten und Deckungsumfängen ist mit überwiegend stabilen Bedingungen
zu rechnen. In der Region Asien-Pazifik blieben die Schäden insgesamt
unterhalb der langfristigen Erwartung, was insbesondere in Japan, Australien
und Neuseeland zu stärkeren Preisnachlässen führte. Aufgrund der bereits
erfolgten Preiskorrekturen sieht die Hannover Rück nunmehr die Notwendigkeit
einer Stabilisierung des Preisniveaus.



Der Bereich Transport und Meerestechnik ist durch erhöhte Schadenbelastungen
und anhaltende geopolitische Unsicherheiten geprägt. Insbesondere die
deutlich über den ursprünglichen Erwartungen liegenden Zahlungen im
Zusammenhang mit dem Einsturz der Francis Scott Key Bridge in Baltimore
sowie die Auswirkungen regionaler Konflikte belasten die Ergebnisse vieler
Marktteilnehmer. Die Entwicklungen im Nahen Osten und die damit verbundenen
Risiken für internationale Handels- und Transportwege unterstreichen die
weiterhin hohe Bedeutung geopolitischer Risiken für die globale Transport-
und Energiewirtschaft.



Gleichzeitig zeigt sich der Erst- und Rückversicherungsmarkt weiterhin
ausgesprochen wettbewerbsintensiv. Die hohe Verfügbarkeit von Kapazitäten
führte auch im laufenden Jahr vielfach zu Preisnachlässen, was die Hannover
Rück zu einem weiterhin selektiven Zeichnungsansatz in diesem Segment
veranlasste. Für die Erneuerungen zum 1. Januar 2027 ist mit einer stärkeren
Differenzierung zwischen schadenfreien und schadenbelasteten Programmen zu
rechnen. Zudem werden auch der Qualität des zugrunde liegenden Geschäfts,
der individuellen Schadenentwicklung sowie der jeweiligen Geschäftsbeziehung
eine bedeutende Rolle bei der Preisgestaltung zukommen.



Im Bereich Luft- und Raumfahrt zeigen sich in der Erstversicherung vor allem
im Airline-Segment positive Ratentendenzen, die über einen längeren Zeitraum
auch in der Rückversicherung ankommen sollten. Im Segment General Aviation
befindet sich der Markt unverändert auf einem auskömmlichen Niveau, mit
stärkerem Preiswettbewerb außerhalb der USA. Der Bereich Produkthaftpflicht
zeigt sich weitgehend stabil. Der Raumfahrtmarkt hat sich nach den erhöhten
Schadenlasten der Jahre 2023 und 2024 erholt, bleibt aber aufgrund geringer
Marktprämien, hoher Volatilität und begrenzter Startvolumina strukturell
anspruchsvoll.



In der Luftfahrt-Rückversicherung bleiben die Bedingungen insgesamt stabil
mit leichter Abwärtstendenz und stärkerer Differenzierung nach Segment und
Kundenqualität: Proportionale Deckungen zeigen sich weitgehend unverändert.
Im nicht-proportionalen Geschäft sind moderate Preisaufweichungen erkennbar,
während Konditionen weitgehend stabil bleiben. Aktuelle Großschäden,
geopolitische Unsicherheiten und die komplexe Abwicklung der Leasingschäden
in Russland im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine begrenzen derzeit
eine breitere Marktaufweichung. Die Hannover Rück erwartet, dass sich dieser
Trend bis zu den kommenden Erneuerungen einschließlich des 1. Januar 2027
fortsetzt.



Im Geschäftsfeld Insurance-Linked Securities (ILS) hat die Hannover Rück für
ihre Kunden erneut mehrere Katastrophenanleihen an den Kapitalmarkt
transferiert. Nach zwölf Transaktionen im Jahr 2025 mit einem Gesamtvolumen
von 3,4 Mrd. USD wurden 2026 bislang bereits acht Transaktionen mit einem
Gesamtvolumen von 2,3 Mrd. USD erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurden
Deckungen gegen Schäden aus Naturkatastrophen abgesichert.



Das Volumen im Collateralised Fronting für ILS-Investoren blieb im
Berichtsjahr stabil auf hohem Niveau und ist damit unverändert das größte
Geschäftssegment im ILS-Bereich der Hannover Rück.



Ende 2025 hat die Hannover Rück das bestehende Angebot an ILS-Lösungen mit
der Gründung einer Underwriting-Agentur auf Bermuda weiter ausgebaut. Die
Hannover Re Capital Partners (HCP) hat im Jahr 2026 bereits mit ersten
Drittkapitalmandaten zusätzliches nicht-proportionales
Naturkatastrophengeschäft gezeichnet. Damit ist HCP in einem Geschäftsfeld
mit attraktiven Wachstumsperspektiven gut positioniert und bietet dabei mit
der langjährigen Expertise der Hannover Rück und einem weltweiten
Kundennetzwerk zusätzlichen Mehrwert für Versicherungskunden und Investoren.



Im Bereich Strukturierte Rückversicherung bleibt die Nachfrage auf hohem
Niveau, allerdings nimmt der Wettbewerb zunehmend zu. Aufgrund ihrer
langjährigen Erfahrung, ihrer sehr tiefen Marktdurchdringung sowie ihrer
langfristigen Kundenbeziehungen sieht sich die Hannover Rück gut für die
Zukunft in diesem Geschäftsbereich positioniert. Strukturierte
Rückversicherungslösungen bleiben ein wichtiges Instrument zur Steuerung der
Solvenzanforderungen und zur Verringerung der Ertragsvolatilität auf
Kundenseite.



Die Hannover Rück ist einer der weltweit führenden Rückversicherer. Sie
betreibt alle Sparten der Schaden- und Personen-Rückversicherung und ist mit
rund 4.000 Mitarbeitenden weltweit präsent. Das
Schaden-Rückversicherungsgeschäft in Deutschland wird von der
Tochtergesellschaft E+S Rück betrieben. Gegründet 1966, wird die Hannover
Rück als verlässlicher Partner für innovative Risikolösungen, ausgeprägte
Kundennähe und finanzielle Solidität wahrgenommen. Die für die
Versicherungswirtschaft wichtigen Ratingagenturen haben sowohl Hannover Rück
als auch E+S Rück sehr gute Finanzkraft-Bewertungen zuerkannt: Standard &
Poor's AA- "Very Strong" und A.M. Best A+ "Superior".



Bitte beachten Sie den Haftungshinweis unter:
https://www.hannover-re.com/de/rechtliches



Kontakt



External Communications:
Oliver Süß
Tel. +49 511 5604-1502
oliver.suess@hannover-re.com



Silvia Schäfermeier
Tel. +49 511 5604-1053
silvia.schaefermeier@hannover-re.com



Investor Relations:
Karl Steinle
Tel. +49 511 5604-1500
karl.steinle@hannover-re.com



Axel Bock
Tel. +49 511 5604-1736
axel.bock@hannover-re.com



www.hannover-rueck.de




---------------------------------------------------------------------------



07.09.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate
News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.
Originalinhalt anzeigen:
https://eqs-news.com/?origin_id=ca200d6e-a85b-11f1-8534-027f3c38b923&lang=de



---------------------------------------------------------------------------



   Sprache:        Deutsch
   Unternehmen:    Hannover Rück SE
                   Karl-Wiechert-Allee 50
                   30625 Hannover
                   Deutschland
   Telefon:        +49(0)51156041500
   Internet:       www.hannover-re.com
   ISIN:           DE0008402215
   WKN:            840 221
   Indizes:        DAX
   Börsen:         Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard),
                   Hannover; Freiverkehr in Düsseldorf, Hamburg, München,
                   Stuttgart, Tradegate BSX; Börse Luxemburg
   LEI Code:       529900KIN5BE45V5KB18
   EQS News ID:    2394334





   Ende der Mitteilung    EQS News-Service
---------------------------------------------------------------------------



2394334 07.09.2026 CET/CEST




Disclaimer...

de | boerse | 70061694 |