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EQS-News: FINANZIELLE NOTLAGE BEI SCHWEIZER UNTERNEHMEN ERREICHT VIERJAHRESHOCH - BLEIBT ABER DEUTLICH UNTER EUROPÄISCHEM DURCHSCHNITT (deutsch)

Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 08:55 Uhr | dpa.de

FINANZIELLE NOTLAGE BEI SCHWEIZER UNTERNEHMEN ERREICHT VIERJAHRESHOCH - BLEIBT ABER DEUTLICH UNTER EUROPÄISCHEM DURCHSCHNITT Dynamics Group AG / Schlagwort(e): Studie FINANZIELLE NOTLAGE BEI SCHWEIZER UNTERNEHMEN ERREICHT VIERJAHRESHOCH - BLEIBT ABER DEUTLICH UNTER EUROPÄISCHEM DURCHSCHNITT 12.08.2026 / 08:55 CET/CEST --------------------------------------------------------------------------- Medienmitteilung FINANZIELLE NOTLAGE BEI SCHWEIZER UNTERNEHMEN ERREICHT VIERJAHRESHOCH - BLEIBT ABER DEUTLICH UNTER EUROPÄISCHEM DURCHSCHNITT Anteil finanziell angeschlagener Schweizer Unternehmen steigt auf 6,8 % gegenüber 9,2 % in Europa - vierter Anstieg in Folge seit 2022 Automobilindustrie, Fachhandel sowie Energie & Versorgung sind die am stärksten unter Druck stehenden Branchen der Schweiz Zürich, 12.

FINANZIELLE NOTLAGE BEI SCHWEIZER UNTERNEHMEN ERREICHT VIERJAHRESHOCH - BLEIBT ABER DEUTLICH UNTER EUROPÄISCHEM DURCHSCHNITT


Dynamics Group AG / Schlagwort(e): Studie
FINANZIELLE NOTLAGE BEI SCHWEIZER UNTERNEHMEN ERREICHT VIERJAHRESHOCH -
BLEIBT ABER DEUTLICH UNTER EUROPÄISCHEM DURCHSCHNITT



12.08.2026 / 08:55 CET/CEST



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Medienmitteilung



FINANZIELLE NOTLAGE BEI SCHWEIZER UNTERNEHMEN ERREICHT VIERJAHRESHOCH -
BLEIBT ABER DEUTLICH UNTER EUROPÄISCHEM DURCHSCHNITT



Anteil finanziell angeschlagener Schweizer Unternehmen steigt auf 6,8 %
gegenüber 9,2 % in Europa - vierter Anstieg in Folge seit 2022



Automobilindustrie, Fachhandel sowie Energie & Versorgung sind die am
stärksten unter Druck stehenden Branchen der Schweiz



Zürich, 12. August 2026 - Das weltweit tätige Beratungsunternehmen (A&M) hat
seinen halbjährlichen Alvarez & Marsal Distress Alert (ADA) veröffentlicht,
der die finanzielle Leistungsfähigkeit und bilanzielle Solidität von 15.000
Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über EUR 20 Mio. in 33 Ländern in
Europa und in den Golfkooperationsländern («GCC») bewertet.



Die Analyse zeigt, dass im Jahr 2025 der Anteil europäischer Unternehmen
(inkl. GCC) im «financial distress» mit 9,2 % ein Vierjahreshoch erreichte,
gegenüber 8,3 % im Vorjahr. Insgesamt werden mittlerweile 1'411 Unternehmen
als finanziell angeschlagen eingestuft. Bei 28,4 % der Unternehmen ist die
operative Leistungsfähigkeit vergleichsweise schwach, 14,9 % weisen eine
mangelnde Bilanzstabilität auf. Der finanzielle Druck hat in zehn von zwölf
untersuchten Branchen zugenommen. Dies zeigt, dass die Lage nicht nur in
spezifischen Branchen anspruchsvoll ist, sondern branchenübergreifend.



Auch in der Schweiz ist ein weiterer Anstieg von Unternehmen zu verzeichnen:
Der Anteil finanziell angeschlagener Unternehmen erhöhte sich von 6,2 % auf
6,8 %. Damit steigt die Quote zum vierten Mal in Folge, nachdem sie 2022
noch bei 3,8 % gelegen hatte. Sie bleibt jedoch weiterhin deutlich unter dem
europäischen Durchschnitt (inkl. GCC). Die höchsten Quoten unter den
untersuchten Märkten verzeichneten Frankreich mit 12,4 % und Deutschland mit
12,1 %.



Finanzielle Belastung erfasst in Europa zunehmend Konsum- und
Industriesektoren



Europaweit ist der Mode Detailhandel mit einem Anteil finanziell
angeschlagener Unternehmen von 14,1 % die am stärksten betroffene Branche,
gefolgt von der Chemieindustrie mit 12,0 % sowie Medien, Unterhaltung und
Mediendienstleistungen mit 11,7 %.



Die stärkste Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr verzeichneten die
Automobilindustrie, das verarbeitende Gewerbe und der Fachhandel. In der
Automobilindustrie stieg der Anteil finanziell angeschlagener Unternehmen in
Europa um 2,2 Prozentpunkte auf 11,2 %, im verarbeitenden Gewerbe um 2,0
Prozentpunkte auf 10,5 %. Diese Branchen sind von einer schwächeren
Nachfrage, steigenden Energie- und Logistikkosten, Störungen in Lieferketten
sowie einem zunehmenden internationalen Wettbewerb besonders betroffen. Fast
vier von zehn europäischen Automobilunternehmen weisen zudem ein fragiles
Bilanzbild auf und verfügen damit nur über begrenzte Reserven, um weitere
Belastungen abzufedern.



Chris Johnston, Managing Director, European Co-Head Financial and
Operational Restructuring bei Alvarez & Marsal, sagt: "Die finanziellen
Schwierigkeiten europäischer Unternehmen beschränken sich längst nicht mehr
auf einzelne Bereiche, sondern erfassen die Wirtschaft zunehmend in voller
Breite. Die Verschlechterung der Ertragslage ist mittlerweile der wichtigste
Treiber, während viele Unternehmen gleichzeitig nur über begrenzten
bilanziellen Spielraum verfügen. Die jüngsten Daten bilden die vollen
Auswirkungen der erneuten Belastungen durch Energiepreise und Lieferketten
noch nicht ab. Daher dürfte der Anteil finanziell angeschlagener Unternehmen
in den kommenden 18 bis 24 Monaten weiter steigen. Unternehmen sollten
frühzeitig handeln, indem sie ihre Liquiditätsprognose verschiedenen
Stressszenarien unterziehen, ihre Geschäftsmodelle überprüfen und sich auf
anhaltende Volatilität vorbereiten."



Schweiz bleibt widerstandsfähig - ist aber nicht immun



Trotz Anstieg des Anteils an finanziell angeschlagenen Unternehmen haben
sich die zugrunde liegenden Finanzkennzahlen der Schweizer Unternehmen
leicht verbessert. Der Anteil der Unternehmen mit unzureichender operativer
Leistungsfähigkeit sank von 13,7 % auf 13,0 %, während der Anteil der
Unternehmen mit mangelnder Bilanzstabilität von 20,5 % auf 19,9 %
zurückging. Beide Werte liegen weiterhin deutlich unter den entsprechenden
europäischen (inkl. GCC) Werten von 14,9 % beziehungsweise 28,4 % und
unterstreichen damit die vergleichsweise solide finanzielle Basis der
Schweizer Unternehmen bzw. Wiederstandskraft der Schweizer Wirtschaft.



Das Bild in der Schweiz differenziert sich damit zunehmend: Eine wachsende
Gruppe von Unternehmen erfüllt die in der Studie verwendete Definition einer
finanziellen Notlage («financial distress»), während sich die finanzielle
Situation der breiteren Unternehmenslandschaft leicht verbessert hat. Dies
deutet darauf hin, dass sich der Druck zunehmend auf einzelne Unternehmen
konzentriert, anstatt Ausdruck einer generellen Verschlechterung der
Schweizer Wirtschaft zu sein.



Automobilindustrie und Handel in der Schweiz am stärksten unter Druck



Die Automobilindustrie weist mit 20,0 % den höchsten Anteil finanziell
angeschlagener Unternehmen in der Schweiz auf. Es folgen der Fachhandel mit
16,7 % sowie Energie & Versorgung mit 12,5 %. Die stärkste Verschlechterung
gegenüber dem Vorjahr verzeichneten Energie & Versorgung mit einem Anstieg
um 12,5 Prozentpunkte, die Informationstechnologie mit 8,3 Prozentpunkten
sowie das verarbeitende Gewerbe mit 6,3 Prozentpunkten.



Der Handel leidet weiterhin unter einer schwachen Nachfrage. Gleichzeitig
schränkt die niedrige Inflation in der Schweiz die Möglichkeiten ein,
gestiegene Faktorkosten an die Konsumenten weiterzugeben, wodurch die Margen
unter Druck geraten. Auch im Gesundheitswesen beobachtet A&M weiterhin eine
Reihe herausfordernder Situationen, die aufgrund der nur teilweise
verfügbaren Finanzdaten von Spitälern nicht vollständig im Datensatz
abgebildet sind.



Starker Franken und schwächeres Wachstum erhöhen den Druck auf Exporteure



Die exportorientierte Schweizer Wirtschaft bleibt anfällig für eine
schwächere internationale Nachfrage, geopolitische Verwerfungen und den
historisch starken Schweizer Franken. Die starke Währung stellt für
Exportunternehmen weiterhin eine Belastung dar, da sie den Wert der im
Ausland erzielten Umsätze reduziert und Margen sowie internationale
Wettbewerbsfähigkeit unter Druck setzt.



Die KOF-Konjunkturforschungsstelle hat ihre Wachstumsprognose für 2026
infolge des Krieges im Iran und des damit verbundenen Anstiegs der Ölpreise
nach unten korrigiert. Sie erwartet nun ein saison- und
sporteventbereinigtes reales BIP-Wachstum von 0,8 %, gegenüber der
vorhergehenden Prognose von 1,0 %. Bei Herstellern langlebiger Güter sowie
im Freizeitbereich war zuletzt ebenfalls ein Anstieg der Konkurse zu
beobachten. Dies ist teilweise auf eine Reform des Schweizer
Schuldbetreibungs- und Konkursrechts zurückzuführen, wonach öffentliche
Stellen offene Forderungen neu auf dem formellen Betreibungsweg verfolgen
müssen. Im Dienstleistungssektor beobachtet A&M zudem ein anspruchsvolleres
Umfeld, da KI-bedingte Veränderungen den Kostendruck erhöhen und etablierte
Geschäftsmodelle herausfordern.



Alessandro Farsaci, Managing Director Head Restructuring Switzerland bei
Alvarez & Marsal, kommentiert: "Die Schweiz zeigt sich weiterhin deutlich
widerstandsfähiger als die meisten europäischen Märkte. Dazu tragen eine
umsichtigere Unternehmensfinanzierung, vergleichsweise robuste Bilanzen und
die Anpassungsfähigkeit der Schweizer Unternehmen bei. Frühere Phasen einer
wirtschaftlichen Abschwächung haben jedoch gezeigt, dass negative
Entwicklungen in den Exportmärkten Schweizer Unternehmen häufig mit einer
zeitlichen Verzögerung treffen. Widerstandsfähigkeit darf deshalb nicht mit
Immunität verwechselt werden. Die finanzielle Belastung hat nun vier Jahre
in Folge zugenommen und diese ungünstige Entwicklung dürfte sich weiter
verstärken. Unternehmen, die von der globalen Nachfrage, dem starken Franken
oder strukturellen Veränderungen betroffen sind, sollten das aktuelle
Zeitfenster nutzen, um ihre Liquidität zu stärken, ihre operative Effizienz
zu verbessern und zusätzliche finanzielle Flexibilität aufzubauen."



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Hinweise für die Redaktion



Methodik



Die Restrukturierungs- und Turnaroundpraxis von A&M hat eine Methodik
entwickelt, um die Leistungsfähigkeit und Bilanzstärke europäischer
Unternehmen zu bewerten, mit dem Ziel, diejenigen Unternehmen zu
identifizieren, die sich in einer finanziellen Notlage befinden oder sich
möglicherweise bald in diese Richtung bewegen werden.



Die Studie umfasst 15.000 börsennotierte und private Unternehmen mit einem
Jahresumsatz von jeweils mehr als 20 Millionen Euro aus 33 Ländern in Europa
und dem Nahen Osten. Diese Unternehmen haben für die Geschäftsjahre von 2022
bis 2025 kontinuierlich Daten zur Verfügung gestellt.



Der ADA-Index analysiert 18 KPIs, um zwei Sub-Scores zu ermitteln: den
Performance-Score, auf Basis der Erfolgsrechnung des Unternehmens den damit
verbundenen Kennzahlen, die mit Unternehmen derselben Branche verglichen
werden, sowie einen Robustness-Score auf Basis detaillierter Bilanzdaten.
Ein Unternehmen wird als finanziell angeschlagen eingestuft, wenn es sowohl
hinsichtlich seiner finanziellen Position als auch seiner Ertragskraft
erhebliche Defizite aufweist.



Über Alvarez & Marsal



Alvarez & Marsal wurde 1983 gegründet und ist ein führendes, weltweit
führendes Beratungsunternehmen. A&M steht für Leadership, sein
handlungsorientiertes Vorgehen und messbare Ergebnisse. Das Unternehmen
bietet Beratungs-, Leistungsverbesserungs- und
Turnaround-Management-Dienstleistungen sowie praktische Lösungen für die
individuellen Herausforderungen seiner Kunden. Mit einem weltweiten Netzwerk
aus erfahrenen Führungskräften, erstklassigen Beraterinnen und Beratern,
ehemaligen Regulierungsvertretern und Branchenexperten unterstützt Alvarez &
Marsal Unternehmen, Vorstände, Private-Equity-Firmen, Anwaltskanzleien und
Regierungsbehörden dabei, die Transformation voranzutreiben, Risiken zu
minimieren und Werte zu erschliessen.



Weitere Informationen finden Sie unter: alvarezandmarsal.com



Kontakt:



Nicolas Weidmann
Dynamics Group
+41 (0)79 372 2981
nwe@dynamicsgroup.ch



Alessandro Farsaci
Managing Director, Restrukturierung
Alvarez & Marsal
afarsaci@alvarezandmarsal.com




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Zusatzmaterial zur Meldung:



Datei:
https://nwr.eqs-cockpit.com/fncls2.ssx?fn=redirect&u=75903aabb5213f3a9ccbd902d392cf7e
Dateibeschreibung: Medien Mitteilung_AM_Swiss_ADA_August_2026_Final
Datei:
https://nwr.eqs-cockpit.com/fncls2.ssx?fn=redirect&u=3511ac006744e3fdeeb0337eb96ba1c6
Dateibeschreibung: AM Distressed Alert 2026 Annual Report



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Ende der Medienmitteilungen
Originalinhalt anzeigen:
https://eqs-news.com/?origin_id=5cf0332e-9618-11f1-8534-027f3c38b923&lang=de



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