Epiroc AB, SE0015658109

Epiroc A Aktie (SE0015658109): Chancen und Risiken 2026

12.03.2026 - 12:41:59 | ad-hoc-news.de

Die Epiroc A Aktie profitiert von der robusten Nachfrage im Bergbau- und Energiesektor, steht aber zugleich unter dem Druck eines anspruchsvollen Zins- und Konjunkturumfelds. Für Anleger im deutschsprachigen Raum bleibt der Titel ein zyklischer Qualitätswert, der genaues Timing und striktes Risikomanagement erfordert.

Epiroc AB, SE0015658109 - Foto: THN
Epiroc AB, SE0015658109 - Foto: THN

Die Epiroc A Aktie steht 2026 exemplarisch für hochwertige Industrie- und Technologieunternehmen, die vom weltweiten Investitionszyklus im Bergbau profitieren, aber zugleich stark von Konjunktur- und Rohstoffschwankungen abhängen. Für Anleger im deutschsprachigen Raum stellt sich die Frage, wie attraktiv die Aktie im aktuellen Umfeld im Vergleich zu DAX-, ATX- und SMI-Titeln noch ist.

Finanzexperte Lukas Müller hat die Marktlage für Sie analysiert und ordnet die Chancen und Risiken der Epiroc A Aktie aus Sicht von Privatanlegern und institutionellen Investoren in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein.

  • Epiroc zählt weltweit zu den führenden Ausrüstern für Bergbau und Infrastruktur und profitiert strukturell von Rohstoff- und Energiewende-Investitionen.
  • Die Aktie zeigt eine ausgeprägte Zyklik und ist damit deutlich schwankungsanfälliger als viele Blue Chips aus DAX, ATX oder SMI.
  • Für Anleger im DACH-Raum spielen Währungsrisiken (SEK gegenüber EUR/CHF) und die schwedische Regulierung eine wichtige Rolle.
  • Ein genauer Blick auf Bewertung, Margenstärke und die Positionierung im Vergleich zu europäischen Industrie- und Technologiewerten ist entscheidend.

Die aktuelle Marktlage

Die vergangenen Monate waren für Industrie- und Zyklikeraktien weltweit von wechselhafter Stimmung geprägt. Während der langfristige Investmentcase für hochwertige Ausrüster im Rohstoff- und Energiesektor intakt bleibt, schwankt die Kursentwicklung der Epiroc A Aktie spürbar mit den Erwartungen an die globale Konjunktur und die Nachfrage der Bergbaukunden.

Aktueller Kurs: nicht angegeben (volatile Entwicklung) EUR/CHF

Tagestrend: schwankungsanfällig, orientiert an Rohstoff- und Konjunkturerwartungen

Handelsvolumen: solides, aber phasenweise nachrichtengetriebenes Umsatzniveau

Mehr tiefgehende Analysen zum Unternehmen und zur Epiroc A Aktie

Auf Basis der aktuellen Marktlage zeigt sich: Die Epiroc A Aktie reagiert sensibel auf Signale zur globalen Industrieproduktion, zu Investitionsplänen großer Bergbaukonzerne sowie zu den Zinsentscheidungen der Notenbanken. Damit ähnelt ihr Risikoprofil zyklischen DAX-Werten aus dem Maschinen- und Anlagenbau, weist aber zugleich spezielle Rohstoff- und Währungsabhängigkeiten auf.

Geschäftsmodell und strategische Positionierung von Epiroc

Epiroc ist ein spezialisierter Anbieter von Maschinen, Ausrüstung und Serviceleistungen für den Bergbau und die Infrastrukturbranche. Das Geschäftsmodell basiert auf einer Kombination aus Neu-Equipment, Ersatzteilen, Service und zunehmend auch Softwarelösungen sowie Automatisierungs- und Digitalisierungstechnologien.

Kernsegmente und Umsatztreiber

Im Zentrum stehen Gerätelösungen für die Exploration, den Untertage- und Tagebau sowie Maschinen für Bohr- und Sprengarbeiten in der Infrastruktur. Hinzu kommen ein umfangreiches Servicegeschäft, das über den Lebenszyklus der Anlagen hinweg stabile Erträge generieren kann, sowie digitale Lösungen zur Effizienzsteigerung und Fernüberwachung von Maschinenflotten.

Für Anleger im DACH-Raum ist insbesondere die Diversifikation des Geschäftsmodells wichtig: Während der Verkauf von Neu-Equipment stark von Investitionszyklen abhängt, wirken Serviceumsätze und Softwarelösungen tendenziell stabilisierend. Dies kann in schwächeren Konjunkturphasen dabei helfen, die Ergebnisschwankungen zu dämpfen.

Strukturelle Wachstumstreiber

Der langfristige Investmentcase von Epiroc wird flankiert von mehreren strukturellen Trends. Dazu zählen der steigende Rohstoffbedarf durch Elektrifizierung und Energiewende, der Bedarf an Spezialmetallen für Batterien und erneuerbare Energien sowie die zunehmende Automatisierung und Digitalisierung im Bergbau.

Ähnlich wie bei ausgewählten Technologiewerten aus dem TecDAX oder bei spezialisierten Industrieunternehmen im SPI in der Schweiz kann Epiroc vom Übergang zu effizienteren, emissionsärmeren und sichereren Produktionsmethoden profitieren. Das Unternehmen positioniert sich hier mit autonomen Fahr- und Bohrsystemen, Datenanalytik und Remote-Steuerungslösungen.

Bedeutung für Investoren im DACH-Raum

Für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz spielt die Rolle von Epiroc als indirekter Profiteur globaler Energie- und Rohstofftrends eine zentrale Rolle. Im Unterschied zu klassischen Rohstoffaktien, die direkt von Preisbewegungen etwa bei Kupfer, Eisenerz oder Lithium abhängen, ist Epiroc eher ein Ausrüster, der von Investitionsentscheidungen der Minenbetreiber und Infrastrukturprojekte profitiert.

Damit ähnelt das Profil europäischen Industriewerten aus dem DAX oder ATX mit hoher Exportquote. Für Portfolios aus dem DACH-Raum kann Epiroc als Beimischung dienen, um von globalen Rohstoff- und Infrastrukturzyklen zu profitieren, ohne unmittelbar in Rohstoffförderer investieren zu müssen.

Makro-Umfeld: Zinsen, Konjunktur und Rohstoffmärkte

Das Umfeld 2026 bleibt durch zwei Spannungsfelder geprägt: Einerseits treiben Energiewende, Infrastrukturprogramme und geopolitische Rohstoffsicherung langfristig die Nachfrage nach Bergbauausrüstung. Andererseits belasten höhere Zinsen, konjunkturelle Unsicherheiten und geopolitische Spannungen die Investitionsbereitschaft der Unternehmen.

Zinsentwicklung und Bewertungsmultiplikatoren

Die Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank, der Schweizerischen Nationalbank und anderer großer Notenbanken wirken direkt auf die Bewertung von Wachstums- und Zyklikeraktien. Steigende Zinsen erhöhen die Finanzierungskosten für Bergbauprojekte und Infrastrukturinvestitionen und lassen gleichzeitig die Diskontierungsfaktoren in Bewertungsmodellen ansteigen.

Für die Epiroc A Aktie bedeutet dies, dass Phasen steigender Renditen bei Staatsanleihen in der Eurozone und in den USA häufig mit Bewertungsanpassungen einhergehen. Investoren im DACH-Raum, die ihre Allokation zwischen Anleihen und Aktien aktiv steuern, beobachten daher die Kursentwicklung der Epiroc A Aktie häufig im Kontext der Renditen zehnjähriger Bundesanleihen oder schweizerischer Staatsanleihen.

Rohstoffpreise als indirekter Treiber

Obwohl Epiroc selbst keine Rohstoffe fördert, beeinflussen die Preise für Metalle und Mineralien maßgeblich die Investitionsentscheidungen der Kunden. Steigende oder stabil hohe Preise bei Kupfer, Nickel, Lithium oder Eisenerz fördern tendenziell neue Projekte und Kapazitätserweiterungen und wirken sich positiv auf die Nachfrage nach Epiroc-Lösungen aus.

Für Anleger im deutschsprachigen Raum ist wichtig zu verstehen, dass die Kurve der Epiroc A Aktie häufig mit Rohstoffindizes und den Aktien großer Minenkonzerne korreliert. Wer etwa in Rohstoff-ETFs investiert ist und zusätzlich Epiroc im Depot hält, sollte das damit verbundene Klumpenrisiko im Blick behalten.

Konjunkturperspektiven in Europa und China

Die europäische Industrieproduktion, die Entwicklung in China sowie große Infrastrukturprogramme in Nord- und Südamerika bestimmen maßgeblich die Nachfrage nach Bergbauausrüstung. Ein robustes Wachstum in China oder umfangreiche Investitionsprogramme zur Versorgung mit kritischen Metallen können der Epiroc A Aktie Rückenwind verleihen.

Gleichzeitig können Abschwächungen der globalen Nachfrage oder Verzögerungen von Großprojekten Rückschläge nach sich ziehen. Damit ähnelt der Verlauf der Epiroc A Aktie in der Tendenz zyklischen DAX-Titeln, etwa aus dem Bereich Maschinen- und Anlagenbau, weist aber eine stärkere Anbindung an den globalen Rohstoffzyklus auf.

Technische Analyse: Chartbild im Vergleich zu DAX, ATX und SMI

Aus charttechnischer Sicht zeigt die Epiroc A Aktie typischerweise ausgeprägte Aufwärts- und Abwärtsphasen, die sich an den Zyklen der globalen Industrie- und Rohstoffkonjunktur orientieren. Phasen starker Kursanstiege werden regelmäßig von Konsolidierungen und Korrekturen begleitet.

Unterstützungen, Widerstände und Trendkanäle

Im langfristigen Vergleich wirkt der Titel wie ein qualitativ hochwertiger Zykliker mit mehreren mittelfristigen Aufwärtstrends und zwischenzeitlichen Rücksetzern. Kurzfristig orientierte Anleger aus dem DACH-Raum achten verstärkt auf charttechnische Unterstützungszonen, an denen in der Vergangenheit Käufer verstärkt in den Markt eingestiegen sind, sowie auf Widerstandsbereiche, an denen Gewinne realisiert wurden.

Gleitende Durchschnitte und Trendlinien dienen vielen Marktteilnehmern als Orientierung, ob sich die Aktie in einem intakten Aufwärtstrend oder in einer Konsolidierungsphase befindet. Besonders im Umfeld hoher Volatilität kann dies helfen, Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkte besser zu planen.

Relative Stärke gegenüber Leitindizes

Ein weiterer Blickwinkel ist die relative Stärke der Epiroc A Aktie im Vergleich zu DAX, ATX und SMI. In Phasen, in denen Rohstoff- und Dienstleistungen rund um die Energie- und Infrastrukturwende gefragt sind, neigt Epiroc dazu, die Leitindizes zu übertreffen. In konjunkturellen Abschwüngen hingegen fällt die Aktie häufig stärker zurück als breit diversifizierte Indizes.

Anleger im deutschsprachigen Raum können diese relative Stärke nutzen, um taktische Allokationsentscheidungen zu treffen: Eine überdurchschnittliche Performance gegenüber dem DAX kann ein Indikator für einen intakten Sektortrend sein, während eine anhaltende Underperformance auf Vorsicht mahnt.

Fundamentale Bewertung und Profitabilität

Fundamental wird Epiroc von vielen Analysten als qualitativ hochwertiges Industrieunternehmen mit solider Bilanz und attraktiven Margen eingestuft. Dennoch schwankt die Bewertung deutlich und reflektiert, wie optimistisch oder vorsichtig der Markt den künftigen Rohstoff- und Investitionszyklus einschätzt.

Margenstärke, Cashflow und Bilanzqualität

Wesentliche Kennzahlen, die Anleger im DACH-Raum im Blick behalten sollten, sind die operative Marge, die Entwicklung des freien Cashflows und die Verschuldung. Ein robustes Servicegeschäft und der zunehmende Anteil digitaler und automatisierter Lösungen können mittelfristig zu überdurchschnittlichen Margen im Vergleich zu klassischen Maschinenbauern beitragen.

Gleichzeitig ist eine solide Bilanz ein wichtiger Puffer in Zeiten, in denen Investitionsprojekte verschoben oder gestrichen werden. Je stabiler die Finanzstruktur, desto besser kann Epiroc in schwächeren Phasen weiter in Forschung und Entwicklung, Digitalisierung und globale Expansion investieren.

Bewertungsmultiplikatoren im europäischen Vergleich

Für Anleger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bietet es sich an, die Bewertungsmultiplikatoren der Epiroc A Aktie mit jenen vergleichbarer europäischer Industrie- und Technologieunternehmen zu vergleichen. Dazu zählen insbesondere Kennziffern wie Kurs-Gewinn-Verhältnis, Kurs-Umsatz-Verhältnis oder Unternehmenswert im Verhältnis zum EBITDA.

Liegt die Bewertung deutlich über dem Durchschnitt zyklischer Technologiewerte aus DAX, MDAX, ATX oder SMI, preist der Markt häufig einen optimistischen Szenariopfad mit robusten Margen und anhaltenden Wachstumsraten ein. In solchen Phasen ist das Enttäuschungsrisiko entsprechend höher. Eine niedrigere Bewertung kann hingegen auf übertriebene Pessimismusphasen hinweisen, birgt aber umgekehrt fundamental begründete Risiken.

Analystenstimmen aus Frankfurt, Zürich und Wien

Analystenhäuser aus dem DACH-Raum beobachten die Epiroc A Aktie genau, nicht zuletzt weil viele professionelle Anleger den Titel als Ergänzung zu heimischen Industrie- und Technologiewerten nutzen. Die Einschätzungen bewegen sich häufig zwischen langfristig positivem Grundton und zyklisch begründeten Vorsichtsphasen.

Institutionelle Einschätzungen und Kursziele

Auswertung von Research-Kommentaren zeigt, dass viele Häuser den strukturellen Rückenwind durch Energiewende, Elektrifizierung und Digitalisierung hervorheben. Gleichzeitig werden die Abhängigkeit von Investitionszyklen der Bergbaukonzerne und die Volatilität der Gewinnentwicklung betont.

Für Anleger im deutschsprachigen Raum empfiehlt es sich, nicht nur isolierte Kursziele zu betrachten, sondern vor allem die Argumentationslinien der Analysten nachzuvollziehen: Wie wird das Wachstum im Servicebereich eingeschätzt, welche Erwartungen bestehen an Margenverbesserungen und wie werden mögliche Konjunktur- und Rohstoffrisiken gewichtet?

Rolle der Regulierung und ESG-Aspekte

Ein wachsender Teil institutioneller Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz legt verstärkt Wert auf ESG-Kriterien. Hier spielt nicht nur die eigene Nachhaltigkeitsbilanz von Epiroc eine Rolle, sondern auch die Frage, wie das Unternehmen Kunden beim Übergang zu sichereren, effizienteren und emissionsärmeren Fördermethoden unterstützt.

BaFin, FMA und FINMA haben zwar keinen direkten Einfluss auf das operative Geschäft von Epiroc, setzen aber Rahmenbedingungen für Transparenz, Risikomanagement und nachhaltige Finanzprodukte im jeweiligen Markt. Für Anleger, die über ESG-Fonds oder thematische Nachhaltigkeitsstrategien investieren, ist entscheidend, ob und wie Epiroc in entsprechende Anlageuniversen aufgenommen wird.

Wettbewerb und Positionierung im DACH-Kontext

Im globalen Wettbewerb tritt Epiroc gegen andere große Bergbauausrüster und Maschinenbauer an. Aus Sicht von Investoren im deutschsprachigen Raum ist interessant, wie sich Epiroc gegenüber heimischen Industrie- und Technologieunternehmen positioniert und welche Rolle der Titel in einem geografisch und sektoral diversifizierten Portfolio einnehmen kann.

Vergleich zu heimischen Industrie- und Technologiewerten

Während DAX, ATX und SMI zahlreiche Industrie- und Technologiewerte mit starker Exportorientierung enthalten, ist der direkte Fokus auf Bergbauausrüstung im DACH-Raum weniger stark vertreten. Epiroc kann daher eine Nische im Portfolio besetzen, die klassische Maschinenbauer oder Automobilzulieferer nicht abdecken.

Gleichzeitig sind die Chancen- und Risikoprofile ähnlich: Hohe Abhängigkeit von Investitionszyklen, teils erhebliche Schwankungen der Auftragseingänge und eine starke Reaktion auf globale Konjunkturdaten. Dies bedeutet, dass Anleger parallel zu ihren Engagements in zyklischen DAX- und MDAX-Werten sehr bewusst über die Gesamtgewichtung dieses Segments nachdenken sollten.

Währungs- und Standortfaktoren

Epiroc ist in Schwedischer Krone notiert, was für Anleger im Euroraum und in der Schweiz ein zusätzliches Währungsrisiko mit sich bringt. Bewegungen des Wechselkurses zwischen SEK und EUR oder CHF können die in heimischer Währung gemessene Rendite erheblich beeinflussen.

Langfristig ausgelegte Investoren im DACH-Raum integrieren dieses Währungsrisiko in ihre Allokationsentscheidungen und diversifizieren bewusst über verschiedene Währungsräume. Für taktische Investoren kann es hingegen sinnvoll sein, starke Währungsbewegungen bei Kauf- oder Verkaufsentscheidungen zu berücksichtigen.

Vertiefende Informationen zum Umgang mit Währungsrisiken und zur Einordnung ausländischer Industrieaktien im Depot finden sich beispielsweise in spezialisierten Hintergrundanalysen, wie sie auf deutschsprachigen Finanzportalen und Research-Seiten diskutiert werden.

Portfoliostrategien für Anleger im deutschsprachigen Raum

Die Epiroc A Aktie eignet sich in erster Linie für Anleger, die bereit sind, zyklische Schwankungen zu akzeptieren und bewusst auf den weltweiten Investitionsund Rohstoffzyklus zu setzen. In der Praxis lassen sich mehrere typische Strategien identifizieren, wie der Titel in Portfolios aus Deutschland, Österreich und der Schweiz integriert wird.

Langfristige Kernposition mit antizyklischen Zukäufen

Einige Investoren nutzen Epiroc als langfristige Kernposition im Segment der Industrie- und Technologiewerte. In Phasen schwacher Stimmung und erhöhter Unsicherheit werden antizyklisch Zukäufe vorgenommen, während starke Euphoriephasen und deutlich erhöhte Bewertungsmultiplikatoren eher zur vorsichtigen Reduktion genutzt werden.

Eine solche Strategie erfordert jedoch Disziplin, Geduld und eine solide Kenntnis der zugrunde liegenden Geschäftszyklen. Hilfreich ist es, regelmäßige Einschätzungen und Marktkommentare zu verfolgen, wie sie unter anderem auf fondsspezifischen oder aktienbezogenen Informationsseiten im DACH-Raum zu finden sind.

Taktische Beimischung in Rohstoff- und Infrastrukturphasen

Andere Anleger betrachten Epiroc als taktische Beimischung, die besonders in Phasen attraktiver Rohstoffpreise, umfangreicher Infrastrukturprogramme oder stark steigender Nachfrage nach kritischen Metallen aufgestockt wird. In konjunkturellen Spätphasen oder bei Anzeichen nachlassender Investitionsbereitschaft wird die Position hingegen reduziert.

Diese Herangehensweise setzt eine aktive Beobachtung des Marktumfelds voraus, insbesondere der Entwicklung von Rohstoffpreisen, Indikatoren für globale Industrieproduktion sowie relevanter Unternehmensmeldungen zu Auftragseingängen und Margenentwicklung.

Risikomanagement: Volatilität, Diversifikation und Positionsgröße

Unabhängig von der Strategie gilt: Die Epiroc A Aktie ist kein defensiver Versorger- oder Basiskonsumtitel, sondern ein unternehmensseitig qualitativ hochwertiger, aber zyklischer Wert. Die Positionsgröße sollte daher in Relation zur individuellen Risikotoleranz und zur bereits bestehenden Exponierung gegenüber Rohstoff- und Industriezyklen gewählt werden.

Eine breite Diversifikation über verschiedene Sektoren, Regionen und Währungen hinweg bleibt für Anleger im deutschsprachigen Raum zentral. Epiroc kann ein Baustein in einem solchen diversifizierten Portfolio sein, sollte aber nicht das gesamte Engagement in zyklischen Industriewerten ersetzen.

Regulatorische Rahmenbedingungen und Handel im DACH-Raum

Für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist neben dem Fundamentalanalyseblick auch der regulatorische und handelstechnische Rahmen relevant. Hierbei spielen sowohl die Heimatbörse von Epiroc als auch die Anbindung an Handelsplätze im DACH-Raum eine Rolle.

Handelsplätze, Spreads und Liquidität

Die Epiroc A Aktie wird primär an der schwedischen Börse gehandelt, ist aber über verschiedene Plattformen und Broker auch für Privatanleger im DACH-Raum gut zugänglich. Dennoch können Handelsvolumen und Spreads in der jeweiligen Handelswährung variieren. Gerade bei größeren Ordervolumina empfiehlt es sich, Limit-Orders zu nutzen und die Handelszeiten der Heimatbörse zu beachten.

Professionelle Anleger prüfen häufig zusätzlich die Orderbuchtiefe und die Ausführungsmöglichkeiten, insbesondere wenn Absicherungsgeschäfte oder Derivatstrategien eingesetzt werden. Für Privatanleger ist ein grundlegendes Verständnis von Spreads und möglichen Ausführungspreisen wichtig, um unnötige Kosten zu vermeiden.

Aufsichtsrechtlicher Rahmen: BaFin, FMA und FINMA

Die zuständigen Aufsichtsbehörden BaFin in Deutschland, FMA in Österreich und FINMA in der Schweiz überwachen zwar primär die inländischen Finanzmärkte und die Einhaltung der jeweiligen Anlegerschutzregelungen, beeinflussen aber indirekt auch den Handel mit ausländischen Aktien wie Epiroc.

Wesentliche Themen sind dabei Transparenzanforderungen, die Regulierung von Anlageprodukten und Fonds, in denen Epiroc enthalten sein kann, sowie Vorgaben für die Anlageberatung. Anleger sollten sich bewusst sein, dass ihre Bank oder ihr Broker bei der Einstufung des Risikoprofils und bei Produktempfehlungen regulatorischen Vorgaben unterliegt, die zyklische Aktien wie Epiroc häufig in die Kategorie höherer Risikoklassen einsortieren.

Fazit & Ausblick 2026/2027 für DACH-Anleger

Die Epiroc A Aktie bleibt ein spannender, aber anspruchsvoller Titel für Anleger im deutschsprachigen Raum. Das Unternehmen profitiert strukturell von langfristigen Trends wie Energiewende, Elektrifizierung und Digitalisierung der Rohstoffförderung. Gleichzeitig bleibt die Gewinnentwicklung stark abhängig von Investitionszyklen, Rohstoffpreisen und der allgemeinen Konjunkturlage.

Für die Jahre 2026 und 2027 dürfte entscheidend sein, wie sich die globale Nachfrage nach kritischen Metallen und Mineralien entwickelt und in welchem Umfang Bergbaukonzerne neue Projekte anstoßen oder bestehende Kapazitäten erweitern. Ebenso wichtig ist der weitere Inflations- und Zinstrend, der sowohl die Bewertungsmultiplikatoren an den Kapitalmärkten als auch die Finanzierungskonditionen für Großprojekte beeinflusst.

Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz sollten die Epiroc A Aktie daher nicht isoliert betrachten, sondern im Kontext ihrer Gesamtstrategie und Risikoallokation. Für langfristig orientierte Investoren mit einer Affinität zu Industrie- und Technologiewerten und der Bereitschaft, Konjunktur- und Rohstoffzyklen auszuhalten, kann Epiroc eine interessante Ergänzung sein. Kurzfristig orientierte Anleger sollten sich der erhöhten Volatilität bewusst sein und klar definierte Ein- und Ausstiegsstrategien verfolgen.

Letztlich gilt: Epiroc ist kein defensiver Ruheanker, aber ein potenziell renditestarker Baustein für jene, die zyklische Qualitätsunternehmen mit starker Marktpositionierung und technologischer Kompetenz schätzen und die Risiken bewusst managen.

Disclaimer: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung im Sinne des WpHG, des FinSA oder des WAG dar. Aktien sind hochvolatile Finanzinstrumente.

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