ePA wird interaktiv: Push-Nachrichten und Volltextsuche starten 2026
28.01.2026 - 23:42:12Die elektronische Patientenakte (ePA) erhält dieses Jahr zwei entscheidende Funktionen: Patienten bekommen Push-Benachrichtigungen, Ärzte eine Volltextsuche. Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte die Pläne, die die Nutzung der digitalen Akte revolutionieren sollen.
Ab Herbst werden Versicherte direkt in der App ihrer Krankenkasse benachrichtigt, sobald neue Dokumente wie Laborbefunde oder Arztberichte in ihrer ePA hinterlegt werden. Für Mediziner folgt bis Jahresende eine leistungsfähige Volltextsuche. Sie soll das mühsame Durchforsten umfangreicher Patientenunterlagen stark beschleunigen.
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Hinter den Updates steckt eine klare Strategie: die ePA vom passiven Datenspeicher in ein aktives Werkzeug zu verwandeln. Zwar existiert für rund 70 der 74 Millionen gesetzlich Versicherten bereits eine Akte. Genutzt wird sie aber kaum. Die automatischen Benachrichtigungen sollen Patienten nun regelmäßig in ihre Gesundheitsdaten einbeziehen.
Für Praxen und Kliniken, die seit Oktober 2025 zentrale Patientendaten hochladen müssen, ist die Suchfunktion ein Quantensprung. Spezifische Diagnosen, Medikamente oder Therapien lassen sich sekundenschnell finden. Das spart wertvolle Zeit in der Sprechstunde und verbessert die Entscheidungsgrundlage.
Langfristige Roadmap für die digitale Gesundheit
Die neuen Features sind Teil eines gestaffelten Rollouts, den die Digitalagentur gematik Ende 2025 beschlossen hat. Der nächste große Meilenstein ist ein erweiterter elektronischer Medikationsplan (eMP), der die Arzneimitteltherapie sicherer machen soll.
Langfristig ist sogar die Weitergabe anonymisierter Daten an das Forschungsdatenzentrum Gesundheit geplant. Zunächst geht es jedoch darum, Akzeptanz zu schaffen. „Nur wenn die ePA im Alltag spürbare Vorteile bringt, wird sie genutzt“, heißt es aus Branchenkreisen. Die Push-Nachrichten übernehmen dabei ein Prinzip, das von anderen Apps längst bekannt ist.
Der große Praxistest steht bevor
Bis Anfang 2027 soll auch die Infrastruktur für die Forschungsdatenübertragung stehen. Doch der Fokus liegt 2026 auf dem unmittelbaren Nutzen. Gelingt es, Patienten und Ärzte mit den neuen Funktionen zu überzeugen, wäre das ein wichtiges Signal für alle weiteren Digitalprojekte im Gesundheitswesen – von der e-Rezept-Pflicht bis zu telemedizinischen Anwendungen.
Die ePA wird damit zum Lackmustest für Deutschlands digitale Gesundheitswende. Die Updates in der zweiten Jahreshälfte zeigen, ob die Vision einer vernetzten, patientenzentrierten Medizin Wirklichkeit werden kann.
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