ENISA startet globale Cyber-Offensive für EU-Sicherheit
13.02.2026 - 05:51:12Die EU-Cybersicherheitsagentur ENISA schmiedet neue Allianzen, um Europas digitale Abwehr zu stärken. Ihre aktualisierte internationale Strategie zielt auf gezielte Kooperationen mit gleichgesinnten Partnern weltweit.
Angesichts von Cyberbedroungen, die keine Grenzen kennen, positioniert sich ENISA als zentraler Akteur der europäischen Cyberdiplomatie. „Internationale Zusammenarbeit ergänzt und stärkt unsere Kernaufgaben“, betont Exekutivdirektor Juhan Lepassaar. Das oberste Ziel: die Cybersicherheit innerhalb der EU durch globalen Austausch zu erhöhen.
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Fokus auf strategische Partner wie USA und Ukraine
Ein Herzstück der Strategie sind maßgeschneiderte Arbeitsvereinbarungen mit Ländern, die europäische Werte teilen. Im Fokus stehen dabei strategische Partner wie die USA und die Ukraine. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf den Aufbau von Kapazitäten, den Austausch bewährter Verfahren und den raschen Transfer von Wissen und Informationen.
ENISA wird die EU-Kommission und den Europäischen Auswärtigen Dienst zudem in Cyber-Dialogen mit weiteren Schlüsselpartnern fachlich unterstützen. Dazu zählen das Vereinigte Königreich und Japan. Diese Kooperationen sollen helfen, agil auf neue Bedrohungen zu reagieren – ohne die strategischen Prinzipien der EU zu verwässern.
Mehr Hilfe für EU-Beitrittskandidaten am Westbalkan
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der erweiterten Unterstützung für EU-Beitrittskandidaten, insbesondere in der Westbalkan-Region. Ab diesem Jahr will ENISA gezielte Rahmenwerke und Instrumente bereitstellen. Geplant sind unter anderem vergleichende Cyber-Indizes, Methoden für Sicherheitsübungen und spezifische Schulungen, um nationale Kapazitäten zu stärken.
Die Strategie sieht zudem vor, die im Rahmen des EU Cyber Solidarity Act eingerichtete Cybersicherheitsreserve für assoziierte Drittländer wie Moldau zu öffnen. Damit erweitert die EU ihre koordinierten Reaktionsmechanismen für Cyber-Vorfälle über die eigenen Grenzen hinaus. ENISA bringt ihre Expertise auch in die G7-Arbeitsgruppe für Cybersicherheit ein.
Baustein einer erweiterten EU-Cyberarchitektur
Die neue internationale Strategie ist kein isoliertes Dokument. Sie ergänzt die Gesamtstrategie von ENISA und verfeinert den seit 2021 verfolgten Ansatz. Die Ausrichtung ist zeitlich entscheidend: Die EU baut ihre Cybersicherheitsarchitektur derzeit massiv aus.
Erst im Januar stellte die EU-Kommission ein umfassendes Cybersicherheitspaket vor. Es sieht unter anderem eine Überarbeitung des EU Cybersecurity Acts vor, um die operative Rolle der ENISA zu stärken. Die internationale Strategie ist somit ein wesentlicher Baustein, um die Resilienz der EU zu erhöhen und die Sicherheit globaler Lieferketten zu gewährleisten.
In den kommenden Jahren will ENISA ihre globalen Aktivitäten intensivieren. Die jährlichen Prioritäten werden eng mit dem Verwaltungsrat, der Kommission und dem Auswärtigen Dienst abgestimmt. Die Botschaft ist klar: Die EU will eine Führungsrolle in der globalen Cybersicherheitspolitik übernehmen – durch starke Allianzen und proaktiven Wissensaustausch.
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