Eni Aktie: 55 Millionen für LFP-Batterie-Lieferkette
04.06.2026 - 06:54:41 | boerse-global.deEni baut seine Zukunft um. Der italienische Energiekonzern investiert massiv in die Speicherung von Strom. Damit löst sich das Unternehmen weiter vom reinen Öl- und Gasgeschäft.
Einstieg in die LFP-Technologie
Die Tochtergesellschaft Eni Industrial Evolution übernimmt 30 Prozent an einer neuen Einheit von Seri Industrial. Der Kaufpreis für die Beteiligung liegt bei 55 Millionen Euro. Gemeinsam wollen die Partner eine italienische Lieferkette für Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) aufbauen.
Die Kooperation zielt auf den wachsenden europäischen Markt für stationäre Energiespeicher ab. Eni will so seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern und das Portfolio an erneuerbaren Energien ergänzen.
Die operative Roadmap steht bereits. Bis zur ersten Jahreshälfte 2027 soll eine Produktionslinie für stationäre Speichersysteme den Betrieb aufnehmen. Ein zweites Werk mit einer Kapazität von acht Gigawattstunden ist für 2029 geplant.
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Rückkäufe stützen den Kurs
Parallel zur industriellen Expansion fließen hohe Summen an die Aktionäre zurück. Ende Mai kaufte Eni knapp 1,8 Millionen eigene Aktien für rund 40 Millionen Euro. Seit dem Start des aktuellen Programms im Mai 2026 gab der Konzern bereits 159,9 Millionen Euro für Rückkäufe aus.
Das Management nutzt die starken Cashflows, um den Unternehmenswert pro Aktie zu steigern. Das aktuelle Mandat erlaubt Käufe für bis zu vier Milliarden Euro. Bisher hält Eni rund 3,1 Prozent des Grundkapitals.
Diese Strategie stützt den Kurs, der seit Jahresbeginn um über 42 Prozent zulegte. Die Aktie notiert aktuell bei 23,50 Euro. Damit liegt das Papier nur knapp sechs Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
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Die Investmentbank RBC bleibt bei ihrer Einstufung "Hold" mit einem Kursziel von 28 Euro. Analysten bewerten die strategische Neuausrichtung als stabilisierenden Faktor für das langfristige Geschäftsmodell.
Die Dividendenpolitik bleibt ein zentraler Pfeiler für Investoren. Neben der Basisdividende von 1,10 Euro je Aktie sieht das Modell Sonderausschüttungen vor. Diese greifen, sobald bestimmte Schwellenwerte bei den Rohstoffpreisen überschritten werden.
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