Enhertu, Rückfallrisiko

Enhertu senkt Rückfallrisiko bei Brustkrebs drastisch

28.02.2026 - 15:39:40 | boerse-global.de

Das Krebsmedikament Enhertu senkt in einer großen Studie das Rückfallrisiko bei Hochrisikopatientinnen deutlich stärker als die bisherige Standardtherapie. Die EMA prüft die Zulassungserweiterung.

Enhertu senkt Rückfallrisiko bei Brustkrebs drastisch - Foto: über boerse-global.de
Enhertu senkt Rückfallrisiko bei Brustkrebs drastisch - Foto: über boerse-global.de

Das Krebsmedikament Trastuzumab Deruxtecan (T-DXd) könnte den Therapiestandard für bestimmte Brustkrebspatientinnen neu definieren. Aktuelle Studiendaten belegen eine deutlich stärkere Senkung des Rückfallrisikos im Frühstadium als mit der bisherigen Standardtherapie. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft nun die Zulassungserweiterung.

Paradigmenwechsel in der Nachbehandlung

Im Fokus steht die Phase-III-Studie DESTINY-Breast05 mit über 1.600 Teilnehmerinnen. Sie verglich das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Enhertu (T-DXd) von AstraZeneca und Daiichi Sankyo mit dem bisherigen Standard Kadcyla (T-DM1). Alle Patientinnen hatten HER2-positiven Brustkrebs im Frühstadium und wiesen nach einer Vorbehandlung noch Tumorreste auf – ein Hochrisiko-Szenario für einen Rückfall.

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Die Ergebnisse nach rund zweieinhalb Jahren sind eindeutig: Unter T-DXd lebten nach drei Jahren 92,4 Prozent der Frauen ohne erneutes Tumorwachstum. In der Vergleichsgruppe mit T-DM1 waren es nur 83,7 Prozent. Besonders bemerkenswert: Das Risiko für lebensbedrohliche Fernmetastasen halbierte sich nahezu. Experten sprechen von einem potenziellen Paradigmenwechsel in der adjuvanten, also vorbeugenden Therapie.

EMA prüft Zulassung für neue Indikation

Auf Basis dieser überzeugenden Daten hat die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) den Zulassungsantrag für diese neue Anwendung validiert. Das formelle wissenschaftliche Prüfverfahren durch den Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) ist damit eingeleitet. Eine positive Entscheidung würde T-DXd zum neuen Standard für Hochrisikopatientinnen nach einer neoadjuvanten Therapie machen.

„Die Fähigkeit, das Rückfallrisiko so deutlich zu reduzieren, ist ein entscheidender Schritt“, kommentieren Onkologen. Ziel ist es, mehr Frauen mit frühem Brustkrebs eine dauerhafte Heilung zu ermöglichen und den Übergang in ein metastasiertes, unheilbares Stadium zu verhindern.

Wirkprinzip und zu beachtende Nebenwirkungen

Enhertu ist ein hochpräzises Antikörper-Wirkstoff-Konjugat. Ein Antikörper dockt gezielt an HER2-Rezeptoren auf Krebszellen an und schleust dort ein hochwirksames Chemotherapeutikum ein. Diese „Trojaner-Strategie“ schont weitgehend gesundes Gewebe.

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Doch der Therapieerfolg hat seinen Preis: Das Nebenwirkungsprofil von T-DXd ist intensiver als bei T-DM1. Sehr häufig treten Übelkeit und Erbrechen auf. Besondere Aufmerksamkeit erfordert das Risiko einer interstitiellen Lungenerkrankung (ILD), einer potenziell schweren Entzündung des Lungengewebes. In der Studie trat sie bei 9,6 Prozent der mit T-DXd behandelten Frauen auf. Ein engmaschiges Monitoring ist daher für den sicheren Einsatz zwingend erforderlich.

Eine Erfolgsstory mit weiterem Potenzial

Der aktuelle Erfolg ist nur ein Kapitel in der Erfolgsgeschichte von Enhertu. Das Medikament hat bereits die Behandlung des metastasierten HER2-positiven und HER2-low Brustkrebs revolutioniert. Ein umfangreiches klinisches Programm untersucht den Einsatz bei weiteren Krebsarten wie Magen- und Lungenkrebs.

Für Tausende Frauen mit HER2-positivem Brustkrebs im Frühstadium bedeuten die neuen Daten vor allem eines: eine konkret begründete Hoffnung auf ein Leben ohne Rückfall. Sollte die EMA grünes Licht geben, steht einem raschen Wechsel in der klinischen Praxis nichts mehr im Weg.

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