Energy Fuels Aktie: 99,9 Prozent Terbiumoxid in Utah
03.06.2026 - 17:50:01 | boerse-global.deEnergy Fuels legt starke Quartalszahlen vor – und profitiert gleichzeitig von politischem Rückenwind. Der US-Konzern produziert schwere Seltene Erden in Reinheit, die für Hochleistungsmagneten unverzichtbar sind. Ab 2027 greift ein US-Verteidigungsmandat, das chinesische Magnete ausschließt.
Die Aktie gibt am Mittwoch dennoch deutlich nach: rund 6,8 Prozent auf 15,57 Euro. Das Papier notiert damit gut neun Prozent über dem Jahresstart, aber satte 33 Prozent unter dem Januar-Hoch bei 23,24 Euro. Der RSI von 45,8 signalisiert eine neutrale Verfassung.
Q1: Umsatz verdoppelt, Verlust halbiert
Für das erste Quartal 2026 meldet Energy Fuels einen Umsatz von 35,8 Millionen Dollar – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr und klar über den Analystenschätzungen von 31,3 Millionen. Der Nettoverlust schrumpfte von 26,3 auf 10,8 Millionen Dollar oder 0,04 Dollar je Aktie.
Die Bilanz bleibt komfortabel: 108,4 Millionen Dollar in Cash, dazu 802,2 Millionen in marktfähigen Wertpapieren. Das Working Capital summiert sich auf 956,6 Millionen. Im Oktober 2025 hatte das Unternehmen 700 Millionen Dollar in Wandelanleihen zu lediglich 0,75 Prozent Zins begeben, um die Seltene-Erden-Initiativen zu beschleunigen.
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Ein operativer Meilenstein ist die erfolgreiche Produktion von 99,9 Prozent reinem Terbium- und Dysprosiumoxid in der White Mesa Mill in Utah. Beide Schwermetalle sind essenziell für Permanentmagnete in E-Antrieben und Windkraftanlagen.
Nukleare Wende und Analysten
Parallel gewinnt der Nuklearsektor an Dynamik. Die US-Energieaufsicht FERC genehmigte Anfang Juni einen Plan, der die Wiederinbetriebnahme des Kernkraftwerks Three Mile Island ermöglicht – gedacht zur Stromversorgung von Rechenzentren. Das beflügelt auch die Stimmung bei Uranproduzenten wie Energy Fuels.
Die Analysten bleiben gespalten. H.C. Wainwright bestätigt ein Kursziel von 29 Dollar bei "Kaufen", Roth Capital votiert mit 17 Dollar neutral. Goldman Sachs soll laut Marktgerüchten sogar 30 Dollar als Zielwert nennen.
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Aus geopolitischer Sicht ist die Position von Energy Fuels klar: Die US-Regierung baut heimische Lieferketten für Uran und Seltene Erden auf. Das Verteidigungsmandat, das ab Januar 2027 chinesische Magnete aus US-Waffensystemen verbietet, dürfte für zusätzliche Nachfrage sorgen. Der Konzern sitzt mit seiner Produktion in der Pole-Position.
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