Energy Fuels Aktie: 1,6 Millionen Pfund bis 30. Juni
18.06.2026 - 08:04:10 | boerse-global.deEnergy Fuels liefert früh. Der Uran- und Seltene-Erden-Produzent rechnet damit, seine Jahresproduktion an Uran bereits bis zum 30. Juni zu erreichen – und das am unteren Ende der Spanne.
Konkret: rund 1,6 Millionen Pfund Uranoxid (U3O8) sollen es bis dahin sein. Die offizielle Jahresprognose liegt bei 1,5 bis 2,5 Millionen Pfund. Das schafft Luft. Denn den aktuellen Verarbeitungslauf in der White Mesa Mill in Utah will Energy Fuels bis Ende Juni abschließen, um die Erzvorräte wieder aufzufüllen.
Die Wiederaufnahme der Verarbeitung ist für das vierte Quartal geplant. Voraussetzung: stabile Produktion aus den eigenen Minen und ein günstiges Marktumfeld. Die Erze stammen aus der Pinyon Plain Mine in Arizona und dem La Sal Complex in Utah. Für die zweite Jahreshälfte rechnet das Management mit besseren Erzgehalten und höherem Urangehalt.
Ein entscheidender Vorteil: die Verarbeitungskosten. Sie liegen derzeit bei historisch niedrigen neun bis zwölf Dollar pro Pfund. Das verbessert die Marge und die Wettbewerbsfähigkeit spürbar.
Nächster Schritt: Seltene Erden
Doch Energy Fuels denkt weiter. Im Juli beginnen die Umbauten an den bestehenden Kreisläufen für Seltene Erden – ebenfalls in White Mesa. Die neuen Anlagen sollen ab Ende 2027 bis Anfang 2028 in Betrieb gehen.
Dann geht es um die kommerzielle Produktion schwerer Seltener Erden: Samarium, Europium, Gadolinium, Terbium und Dysprosium. In Phase zwei ist eine Kapazität von knapp 6.300 Tonnen Neodym-Praseodym-Oxid (NdPr) pro Jahr geplant. Dazu rund 80 Tonnen Terbium und 288 Tonnen Dysprosiumoxid jährlich.
Die Anlagen sind so ausgelegt, dass Uran und Seltene Erden parallel verarbeitet werden können. Kein Entweder-Oder, sondern beides.
Der Markt reagiert verhalten
Die Aktie notierte zuletzt bei 13,35 Euro. Das sind 42,6 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 23,24 Euro vom Januar. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von 165 Prozent. Der RSI liegt mit 42 im neutralen Bereich, die 14-tägige Volatilität bei moderaten 84 Prozent.
Spannend: die langfristigen Uran-Contract-Preise liegen über den Spotpreisen. Das deutet darauf hin, dass Versorger bereit sind, Aufschläge zu zahlen – ein klares Signal für knapper werdendes Angebot.
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