Enel, Aktie

Enel Aktie: Milliarden-Offensive überzeugt

24.02.2026 - 09:00:41 | boerse-global.de

Der Energiekonzern Enel stockt sein Investitionsprogramm massiv auf und setzt auf Netzmodernisierung und US-Expansion. Der Markt reagiert mit einem deutlichen Aktienkursanstieg.

Mit einem massiv aufgestockten Investitionsprogramm von 53 Milliarden Euro läutet Enel die nächste Phase seiner Transformation ein. Der Energiekonzern hebt seine Ziele für die Jahre 2026 bis 2028 deutlich an und setzt dabei vor allem auf moderne Stromnetze und das US-Geschäft. Wie reagiert der Markt auf diese ambitionierte Weichenstellung?

Anleger zeigten sich gestern euphorisch: Die Aktie legte in Mailand zeitweise um 6,8 % zu – der stärkste Tagesgewinn seit fast vier Jahren. Das neue Budget liegt um zehn Milliarden Euro über den bisherigen Planungen und unterstreicht den Expansionsdrang des Unternehmens.

Fokus auf Netze und grüne Energie

Rund die Hälfte des Kapitals soll in die Stromerzeugung und den Vertrieb fließen, wobei der Fokus weiterhin auf erneuerbaren Energien liegt. Die verbleibenden 26 Milliarden Euro fließen in die Modernisierung der Stromnetze. Von diesen Netzinvestitionen entfallen etwa 21 % auf die spanische Tochtergesellschaft Endesa.

Parallel dazu treibt Enel seine Präsenz auf dem US-Markt voran. Das Unternehmen übernimmt ein Wind- und Solarportfolio mit einer Leistung von 830 Megawatt von Excelsior Energy Capital. Die Transaktion im Wert von rund einer Milliarde US-Dollar soll im dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Das Management erwartet von diesen Anlagen einen jährlichen Beitrag zum operativen Ergebnis (EBITDA) von etwa 125 Millionen Euro.

Dividendenplus und Aktienrückkauf

Die strategische Neuausrichtung geht mit optimistischen Finanzzielen einher. Bis 2028 soll der Gewinn je Aktie (EPS) auf 0,80 bis 0,82 Euro steigen. Zum Vergleich: Für das Jahr 2025 liegt die Erwartung bei 0,69 Euro. Davon profitieren auch die Aktionäre: Die Dividende soll jährlich um rund 6 % wachsen, ausgehend von einer Ausschüttung von 0,49 Euro pro Aktie für 2025.

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Zusätzlich hat der Vorstand ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro genehmigt. Die Initiative umfasst maximal 150 Millionen Aktien, ist sofort gestartet und läuft bis zum 31. Juli 2026.

Analystenlob und regulatorische Hürden

Analysten bewerten das Update positiv. Barclays bestätigte die Einstufung „Overweight“ mit einem Kursziel von 10 Euro und betonte, dass die neuen Gewinnziele die bisherigen Markterwartungen übertreffen.

Trotz der Wachstumspläne gibt es jedoch Belastungsfaktoren. Ein bevorstehendes italienisches Energiedekret könnte das Nettoergebnis im Jahr 2027 um 300 bis 400 Millionen Euro schmälern. Zudem wird erwartet, dass die Nettoverschuldung bis zum Ende des Strategiezyklus auf das Dreifache des operativen Kernergebnisses ansteigt, nachdem sie Ende 2025 noch beim 2,5-fachen gelegen hatte. Bis März 2027 plant das Management zudem die Begebung von Anleihen und Bankkrediten im Umfang von bis zu 12 Milliarden Euro, um die Refinanzierung und die strategischen Investitionen abzusichern.

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