Endeavor, Aktie

Endeavor Aktie: Klage-Deadline naht

21.02.2026 - 13:54:02 | boerse-global.de

Endeavor Holdings US29260Y1091

Ehemalige Aktione der Endeavor Group Holdings müssen jetzt handeln. Mehrere Kanzleien rufen Anleger dazu auf, sich bis zum 18. März 2026 als Hauptkläger einer Sammelklage zu melden. Der Vorwurf wiegt schwer: Die Bedingungen der Übernahme durch den Investor Silver Lake seien für Minderheitsaktionäre unfair gewesen und hätten auf irreführenden Informationen basiert.

Im Zentrum des Rechtsstreits steht der Übernahmepreis von 27,50 US-Dollar je Aktie. Kanzleien wie Rosen Law Firm und Pomerantz LLP werfen den Verantwortlichen vor, den tatsächlichen inneren Wert des Unternehmens verschleiert zu haben. Laut Klageschrift enthielt das Informationsschreiben zur Übernahme vom Januar 2025 wesentliche Mängel. So seien Interessenkonflikte bei der Vorstandsvergütung und innerhalb des Sonderausschusses nicht ausreichend offengelegt worden.

Zudem stützte sich die Bewertung des Unternehmens auf ein Gutachten aus dem März 2024, das zum Zeitpunkt des tatsächlichen Buyouts bereits als veraltet galt. Ein weiterer Kritikpunkt der Kläger: Es fehlte eine Klausel, die eine Mehrheit unter den Minderheitsaktionären für die Zustimmung gefordert hätte. Dies habe die Rechte der öffentlichen Aktionäre zugunsten des fixen Preises von 27,50 US-Dollar beschnitten.

Der Faktor TKO Group

Die Zweifel an der Bewertung erhalten durch die operative Entwicklung der wichtigsten Tochtergesellschaft, TKO Group Holdings (UFC und WWE), zusätzliche Nahrung. Da Endeavor eine kontrollierende Beteiligung an TKO hielt, war deren finanzielle Gesundheit maßgeblich für den Wert der Muttergesellschaft.

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Am kommenden Mittwoch, den 25. Februar, wird TKO seine Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 vorlegen. Analysten erwarten einen kräftigen Umsatzsprung von rund 59 Prozent auf etwa 1,02 Milliarden US-Dollar. Hat der Übernahmepreis von Endeavor dieses enorme Wachstumspotenzial ausreichend berücksichtigt? Die Kläger bestreiten dies und führen die robuste Umsatzdynamik der Tochtergesellschaft als Beleg für die Unterbewertung der Muttergesellschaft an.

Anleger, die ihre Endeavor-Aktien zwischen dem 15. Januar und dem 24. März 2025 verkauft haben, können ihre Ansprüche geltend machen. Mit dem Ablauf der Frist am 18. März endet die Möglichkeit, die Führung der Sammelklage zu übernehmen. Die TKO-Quartalszahlen am 25. Februar werden zeigen, wie stark sich die Ertragskraft der Kern-Assets seit der Privatisierung tatsächlich entwickelt hat.

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