Embraer Aktie: Azorra bestellt 15 E195-E2
07.06.2026 - 19:04:25 | boerse-global.de
Embraer meldet einen wichtigen Meilenstein für sein E2-Programm: Die Baureihe hat inzwischen mehr als 500 Bestellungen erreicht. Auslöser ist ein neuer Festauftrag von Azorra über 15 E195-E2 samt Kaufrechten für weitere 15 Flugzeuge.
Der Deal ist für Embraer mehr als nur ein weiterer Auftrag. Azorra stockt sein E2-Engagement bereits zum dritten Mal seit Dezember 2021 auf und kommt nun auf 54 feste Bestellungen für diesen Flugzeugtyp. Das unterstreicht, dass die Nachfrage im kleineren Verkehrsflugzeugsegment weiter trägt, auch wenn einzelne Airlines ihre Entscheidungen derzeit vorsichtiger treffen.
Volle Auftragsbücher
JP Morgan schätzt den Wert des neuen Auftrags auf rund 1,3 Milliarden Dollar auf Basis der Listenpreise. Das entspricht etwa 4 Prozent des kommerziellen Auftragsbestands aus dem ersten Quartal. In der Bilanz soll der Vertrag im zweiten Quartal 2026 auftauchen; dann erwartet Embraer einen kommerziellen Backlog von rund 15,6 Milliarden Dollar.
Der E2 ist inzwischen bei 24 Airlines weltweit im Einsatz. Mehr als 200 Maschinen fliegen bereits aktiv. Für Embraer bleibt das ein starkes Signal, zumal die kommerzielle Sparte in diesem Jahr bereits einen weiteren Verkauf an Finnair verbucht hat.
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Vorsicht bei Optionen, kein Stopp bei Festaufträgen
Die Botschaft des Managements ist klar: Einige Airlines schieben die Ausübung bestehender Kaufoptionen wegen unsicherer Treibstoffkosten und geopolitischer Spannungen rund um den Konflikt mit dem Iran hinaus. An den festen Bestellungen rüttelt das bislang nicht. Stornierungen oder Verschiebungen von Lieferterminen für verbindliche Aufträge gibt es nach Unternehmensangaben nicht.
Embraer hält an seinen Lieferzielen fest. Für 2026 peilt der Hersteller 80 bis 85 ausgelieferte Flugzeuge an, 2027 sollen es 95 bis 100 werden. Der Produktionsvorlauf reicht derzeit für etwa fünf Jahre.
Parallel dazu läuft der Markt weiter. Ethiopian Airlines will nach Unternehmensangaben innerhalb der nächsten drei Monate über ihren Bedarf an Regionaljets entscheiden. Der E2 gehört zu den Modellen, die dabei auf dem Tisch liegen.
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Am Freitag schloss die Aktie bei 49,40 Euro und legte im Handel um 1,44 Prozent zu. Auf 30 Tage gesehen steht sie trotzdem mit 15,12 Prozent im Minus, über zwölf Monate liegt sie noch 18,47 Prozent vorn. Der Kurs notiert damit auch 9,77 Prozent unter der 200-Tage-Linie von 54,75 Euro.
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