Eli Lilly: Foundayo bei 3.707 Rezepten hinter Wegovy
28.04.2026 - 01:33:44 | boerse-global.de3.707 Rezepte in der zweiten Woche. Bei Novo Nordisks oralem Wegovy waren es im gleichen Zeitraum 18.410. Dieser Vergleich erklärt, warum Eli-Lilly-Aktionäre nervös werden.
Die Pille Foundayo, Lillys neues orales Mittel gegen Adipositas, hat einen schwachen Start hingelegt. Die wöchentlichen Verschreibungsdaten — erhoben von IQVIA und ausgewertet von RBC Capital Markets — bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Ursprünglich hatten manche Investoren für 2026 bis zu 5 Milliarden Dollar Umsatz eingepreist. Inzwischen kursieren Schätzungen von 1,3 bis 1,5 Milliarden Dollar — erreichbar, wenn bis Jahresende rund 300.000 Rezepte ausgestellt werden.
Lilly mahnt zur Geduld
Das Unternehmen selbst dämpft die Aufregung. Die Wochendaten seien kein vollständiges Bild und ließen sich am besten über einen längeren Zeitraum interpretieren. RBC-Analyst Trung Huynh sieht das ähnlich: Erst in Woche acht bis zwölf lasse sich Foundayos echte kommerzielle Dynamik beurteilen.
Das GLP-1-Kerngeschäft läuft derweil stabil. Mounjaro kam in der Woche zum 17. April auf rund 758.400 Gesamtrezepte. Lilly hält etwa 59 Prozent der Neurezepte im GLP-1-Segment. Zepbound dominiert den Markt für Adipositas-Markenprodukte mit fast 70 Prozent der Neurezepte.
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Der Gesamtumsatz 2025 stieg um 45 Prozent auf 65,2 Milliarden Dollar. Für 2026 plant das Management zwischen 80 und 83 Milliarden Dollar — trotz des Drucks auf die Preise. Der Finanzvorstand hat eingeräumt, dass Preiseffekte das Wachstum im niedrigen bis mittleren Zehnprozentbereich belasten werden.
Akquisitionstempo bleibt hoch
Parallel zur Foundayo-Debatte kauft Lilly weiter. Am 27. April gab das Unternehmen eine Vereinbarung bekannt, die verbleibende Mehrheitsbeteiligung an Ajax Therapeutics für bis zu 2,3 Milliarden Dollar zu übernehmen. Ajax entwickelt AJ1-11095, ein orales Mittel gegen Myelofibrose — eine seltene Blutkrebserkrankung. Der Wirkstoff blockiert JAK2, ein Signalprotein, das mehrere Blutkrebs-Typen antreibt.
Die Akquisition reiht sich in ein dichtes Kaufprogramm ein. Weniger als einen Monat zuvor kündigte Lilly die Übernahme von Centessa Pharmaceuticals für bis zu 7,8 Milliarden Dollar an. Im März schloss das Unternehmen die 1,2-Milliarden-Dollar-Akquisition von Ventyx Biosciences ab. Im Februar folgte ein Deal mit Orna Therapeutics für bis zu 2,4 Milliarden Dollar.
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Q1-Zahlen am Mittwoch
Die Aktie notiert rund 22 Prozent unter ihrem Januar-Hoch und hat seit Jahresbeginn etwa 18 Prozent verloren. Am 30. April legt Lilly die Quartalszahlen vor. Investoren werden vor allem auf zwei Punkte achten: wie das Management die Foundayo-Erwartungen neu kalibriert und wie Lilly das aggressive Akquisitionstempo mit Margendisziplin vereinbaren will — in einem GLP-1-Markt, der preislich unter Druck gerät.
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