Eli Lilly Aktie: Vorteil wächst
24.02.2026 - 03:22:42 | boerse-global.deEli Lilly bekommt im Rennen um Abnehmmedikamente Rückenwind – und zwar gleich doppelt. Zum einen patzt Rivale Novo Nordisk in einem direkten Wirkvergleich, zum anderen macht Lilly sein Erfolgsprodukt Zepbound für Patienten im Alltag einfacher nutzbar. Was heißt das für die Kräfteverhältnisse im boomenden GLP-1-Markt?
Novo Nordisk liefert die Vorlage
Auslöser für die gute Stimmung am Montag war ein direkter Studienvergleich, den Novo Nordisk zu seinem Hoffnungsträger CagriSema veröffentlichte. In der Head-to-Head-Studie kamen Patienten nach 84 Wochen auf 23% Gewichtsverlust.
Der Haken für Novo: Eli Lillys Wirkstoff Tirzepatid (Basis von Zepbound und Mounjaro) lag im selben Zeitraum bei 25,5%. Damit verfehlte CagriSema das Ziel, die Wirksamkeitslücke zu Lilly zu schließen – obwohl das Präparat als möglicher Nachfolger von Wegovy positioniert war und gleich zwei hormonelle Signalwege (GLP-1 und Amylin) adressiert.
Die Börse quittierte das klar. Novo Nordisk geriet deutlich unter Druck, während Lilly als relativer Gewinner aus dem Vergleich hervorging.
Zepbound wird bequemer – mit dem KwikPen
Parallel dazu legte Lilly am selben Tag mit einer Produktneuigkeit nach: Zepbound kommt nun auch als KwikPen, also als Mehrdosen-Pen, der einen Monatsvorrat der wöchentlichen Injektionen in einem einzigen Gerät bündelt. Zuvor brauchten Patienten für jede Woche einen eigenen Einmal-Autoinjektor.
Wichtig ist dabei weniger ein sofortiger Umsatzsprung, sondern das Signal dahinter: Lilly setzt nicht nur auf Wirksamkeit, sondern auch auf Anwendungskomfort und offenbar robuste Abläufe in Produktion und Versorgung. Für Selbstzahler ist der KwikPen über die Direktplattform LillyDirect erhältlich, mit Einstiegspreisen von 299 US-Dollar pro Monat für die niedrigste Dosis. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat die entsprechende Label-Erweiterung laut Unternehmensmitteilung freigegeben.
Zepbound selbst zeigt ohnehin Momentum: Im 4. Quartal 2025 erzielte das Mittel in den USA 4,2 Mrd. US-Dollar Umsatz, ein Plus von 122% gegenüber dem Vorjahr.
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Pipeline und nächste Termine rücken näher
Marktbeobachter sehen Lilly damit zunehmend als Taktgeber. Ein Analyst der Deutschen Bank schrieb, der GLP-1-Markt könnte sich am Ende stärker um Lillys Portfolio bündeln. Auch die Pipeline unterstreicht, warum Anleger hier genau hinschauen: Genannt werden unter anderem Retatrutid (wirkt an drei Rezeptoren) und Eloralintid (Amylin-Klasse) in fortgeschrittener Entwicklung.
Besonders im Fokus steht zudem ein oraler GLP-1-Kandidat: Für Orforglipron wird eine FDA-Entscheidung im 2. Quartal 2026 erwartet. Zusätzlich verwies der Quelltext auf eine im Februar gemeldete Lizenzvereinbarung mit CSL zu Clazakizumab.
An der Börse spiegelte sich die Nachrichtenlage mit einem soliden Tagesplus wider: Der Titel schloss am Montag bei 897,70 Euro.
Der nächste konkrete Datenpunkt für Anleger ist bereits terminiert: Am 30. April 2026 legt Eli Lilly die nächsten Quartalszahlen vor – bis dahin dürfte sich vieles darum drehen, ob Lilly seinen Vorsprung bei Wirksamkeit, Versorgung und Produktpalette weiter in messbares Wachstum übersetzt.
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