Eli Lilly Aktie: Konkurrenz scheitert
23.02.2026 - 20:36:30 | boerse-global.deEli Lilly hat am Montag einen wichtigen Sieg im Miliardenmarkt für Adipositas-Medikamente errungen. Der dänische Konkurrent Novo Nordisk musste einräumen, dass sein Hoffnungsträger CagriSema in einer direkten klinischen Vergleichsstudie gegen Lillys Zepbound unterlag. Gleichzeitig brachte Lilly einen neuen Multi-Dosis-Stift für Zepbound auf den Markt.
CagriSema bleibt hinter Zepbound zurück
Die Phase-III-Studie REDEFINE 4 testierte über 84 Wochen bei 809 Patienten mit Adipositas und mindestens einer Begleiterkrankung zwei Ansätze: Novo Nordisks Kombinationspräparat CagriSema gegen Lillys Tirzepatid, den Wirkstoff in Zepbound und Mounjaro.
Das Ergebnis war eindeutig. Patienten unter CagriSema verloren durchschnittlich 23,0 Prozent ihres Körpergewichts, während Tirzepatid 25,5 Prozent erreichte. Die Studie verfehlte damit ihr primäres Ziel, die Nicht-Unterlegenheit von CagriSema nachzuweisen.
Die Reaktion der Börsen fiel deutlich aus: Novo Nordisks Aktie brach in Kopenhagen um über 15 Prozent ein – der niedrigste Stand seit 2021. Lillys Papiere legten im Gegenzug über vier Prozent zu.
Was die Daten bedeuten
CagriSema sollte Novo Nordisks alterndes Wegovy ablösen und die Marktführerschaft zurückerobern. Das Präparat kombiniert den Amylin-Analog Cagrilintid mit Semaglutid, dem GLP-1-Rezeptor-Agonisten aus Wegovy. Novo hatte den Zulassungsantrag bei der FDA im Dezember 2025 eingereicht, eine Entscheidung wird Ende 2026 erwartet.
Markus Manns von Union Investment, Aktionär bei beiden Unternehmen, nannte das Ergebnis ein "Worst-Case-Szenario für Novo". Per Hansen von Nordnet erklärte: "Ein Unterschied von 23 zu 25,5 Prozent nach 84 Wochen mag gering erscheinen – für Investoren ist er sehr bedeutsam."
Lilly baut Vorsprung aus
Der US-Konzern verstärkte seine Position am Montag zusätzlich durch die Markteinführung des Zepbound KwikPen. Der neue Multi-Dosis-Stift liefert die monatliche Dosis des wöchentlich zu injizierenden Medikaments in einem einzigen Gerät. Bisher waren vier Pens pro Monat nötig.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Eli Lilly?
Die FDA genehmigte die Erweiterung der Produktzulassung. Selbstzahler können den KwikPen über Lillys Direktvertriebsplattform LillyDirect ab 299 Dollar monatlich für die niedrigste Dosierung beziehen.
Zepbound allein erzielte im vierten Quartal 2025 einen US-Umsatz von 4,2 Milliarden Dollar – ein Plus von 122 Prozent zum Vorjahr. Für das Gesamtjahr 2025 verbuchte Lilly 13,5 Milliarden Dollar mit dem Präparat.
Starke Pipeline
Neben den etablierten Produkten verfügt Lilly über mehrere vielversprechende Kandidaten in der späten Entwicklung: Retatrutid, ein Dreifach-Hormon-Rezeptor-Agonist, Eloralintid aus der Amylin-Klasse sowie Orforglipron, eine orale GLP-1-Pille. Für Orforglipron wird im April 2026 eine FDA-Entscheidung erwartet.
Deutsche-Bank-Analyst James Shin kommentierte: "Es ist nun klarer, dass sich der Markt für GLP-1-Diabetes- und Adipositas-Medikamente wahrscheinlich um Lillys Portfolio konzentrieren wird."
Der Konzern rechnet für 2026 mit einem Umsatz zwischen 80 und 83 Milliarden Dollar. Die nächsten Quartalszahlen folgen am 30. April 2026.
Eli Lilly-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eli Lilly-Analyse vom 23. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Eli Lilly-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eli Lilly-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Eli Lilly: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


