Electrolux, Verlust

Electrolux: 57,99 Prozent Verlust seit Jahresanfang

16.06.2026 - 13:25:02 | boerse-global.de

Electrolux stoppt geplante Massenentlassungen und Werksschließung in Italien nach politischem Druck. Neues Konzept mit Investitionsfokus soll folgen.

Electrolux setzt Sparpläne in Italien nach Regierungsgesprächen aus
Electrolux - Finanzviertel bei Sonnenuntergang 16.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die schwedische Haushaltsgeräte-Tochter Electrolux lenkt ein. Nach Gesprächen mit der italienischen Regierung und Gewerkschaften setzt der Konzern seinen radikalen Sparplan in Italien vorerst aus. Geplant waren Massenentlassungen und die Schließung eines Werks.

Hintergrund ist ein Treffen in Rom, an dem Industrieminister Adolfo Urso teilnahm. Electrolux bestätigte am Montag den Stopp der bisherigen Pläne. Nun soll ein neues Konzept entstehen – mit Fokus auf Investitionen und Arbeitsplatzerhalt. Die Regierung signalisierte Unterstützung.

Harte Einschnitte vom Tisch

Electrolux hatte erst vor wenigen Wochen angekündigt, mehr als 1.700 der rund 4.500 Beschäftigten in Italien zu entlassen. Zudem sollte eines von fünf Werken dichtmachen. Die Gewerkschaften reagierten empört.

Laut der USB-Gewerkschaft ist Electrolux nun gesprächsbereit. Das Unternehmen suche nach Alternativen zu Entlassungen und Werksschließungen. Gleichzeitig betont der Konzern die schwierige Marktlage.

Kurs im freien Fall

Die Aktie von Electrolux steht massiv unter Druck. Derzeit notiert sie bei 29,20 SEK – ein Minus von 6,41 Prozent an einem Tag. In den vergangenen 30 Tagen verlor das Papier 45,42 Prozent. Seit Jahresanfang sind es sogar 57,99 Prozent.

Der Kurs liegt knapp 42 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt. Gemessen am 52-Wochen-Hoch aus dem Februar bei 91,50 SEK fehlen fast 70 Prozent. Die Anleger reagieren nervös auf die Kombination aus Absatzschwäche und steigendem Wettbewerb durch günstigere Anbieter.

Ob die politische Lösung in Italien den Abwärtstrend stoppen kann, bleibt abzuwarten. Bisher fehlen konkrete Details zum neuen Investitionsplan. Die nächsten Gespräche zwischen Electrolux, Gewerkschaften und Regierung dürften richtungsweisend sein.

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