Elbit Systems: 10,1 Prozent operative Marge erreicht
28.05.2026 - 02:10:03 | boerse-global.deElbit Systems hat im ersten Quartal 2026 einen Meilenstein erreicht, auf den Anleger lange gewartet haben. Die operative Marge kletterte erstmals in den zweistelligen Bereich — und das Unternehmen verdient dabei deutlich mehr als erwartet.
Gewinn schlägt Erwartungen klar
Die Non-GAAP-Betriebsmarge stieg auf 10,1 Prozent, nach 8,7 Prozent im Vorjahreszeitraum. Konzernchef Bezhalel Machlis bezeichnete das als zentrales strategisches Ziel. Automatisierung und KI-gestützte Fertigung treiben die Effizienz.
Der Non-GAAP-Nettogewinn sprang auf 186,4 Millionen US-Dollar — ein Plus von knapp 59 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das verwässerte EPS lag bei 3,87 US-Dollar. Analysten hatten im Schnitt nur 3,33 US-Dollar erwartet.
Der Umsatz wuchs um 15,5 Prozent auf 2,19 Milliarden US-Dollar. Das Land-Segment legte dabei am stärksten zu: plus 27 Prozent, getrieben durch Munitions- und Landsystemlieferungen nach Israel und Europa. Die Bereiche Führungssysteme sowie Aufklärung und elektronische Kriegsführung wuchsen jeweils um 17 Prozent.
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Starker Cashflow, höheres Rating
Der operative Cashflow verdeutlicht die Stärke besonders klar. Er stieg auf 281 Millionen US-Dollar, nach 184 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Die israelische Ratingagentur S&P Global Ratings Maalot reagierte prompt und hob das langfristige Rating auf „ilAAA" mit stabilem Ausblick an.
Elbit reinvestiert den Cashflow gezielt. Die F&E-Ausgaben stiegen auf 150,4 Millionen US-Dollar — das entspricht 6,9 Prozent des Umsatzes. Im Fokus stehen autonome Systeme und lasergestützte Abwehrlösungen.
Das Board kündigte eine Dividende von 1,00 US-Dollar je Aktie an. Stichtag ist der 23. Juni 2026, die Auszahlung folgt am 6. Juli.
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Voller Auftragsbestand, hohe Capex-Planung
Der Auftragsbestand deckt bereits 49 Prozent der geplanten Lieferungen für den Rest des Jahres 2026 und das gesamte Jahr 2027 ab. Um Lieferengpässe zu vermeiden, plant Elbit für 2026 Investitionsausgaben von rund 300 Millionen US-Dollar. Kein Wunder: Die Nachfrage kommt längst nicht mehr nur aus Israel — 71 Prozent des Bestands entfallen auf internationale Kunden, vor allem aus Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum.
Die Aktie spiegelt die Dynamik wider. Seit Jahresbeginn legte sie rund 41 Prozent zu, über zwölf Monate sogar mehr als 100 Prozent. Aktuell notiert sie bei 712,50 Euro und damit noch knapp 19 Prozent unter dem Märzhoch bei 877,00 Euro — das gibt dem Kurs rechnerisch Luft nach oben, sofern die Margenentwicklung anhält.
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