Elbit Aktie: Allianz mit Thyssenkrupp Marine Systems
25.05.2026 - 04:10:20 | boerse-global.deElbit Systems und Thyssenkrupp Marine Systems rücken enger zusammen. Beide Konzerne haben eine Absichtserklärung für die gemeinsame Entwicklung und Vermarktung maritimer Verteidigungslösungen unterzeichnet. Für den Markt ist das vor allem aus einem Grund interessant: Die Kooperation verbindet Plattformtechnik mit moderner Sensor- und Abwehrtechnik.
Plattform trifft Elektronik
TKMS bringt seine Stärke bei U-Booten und anderen maritimen Trägerplattformen ein. Elbit liefert Sensorik, Cyberabwehr, elektronische Kampfführung sowie unbemannte Unterwassersysteme und Sonartechnik. Genau diese Kombination soll die neue Partnerschaft tragfähig machen.
Die Leitung beider Unternehmen hebt den strategischen Charakter der Allianz hervor. Elbit-Chef Bezhalel Machlis und TKMS-CEO Oliver Burkhard setzen dabei auch auf eine Vertiefung der deutsch-israelischen Verteidigungsbeziehungen. Für beide Seiten geht es also nicht nur um Produkte, sondern um einen breiteren Marktzugang.
Ausbau einer bestehenden Beziehung
Ganz neu ist die Zusammenarbeit nicht. TKMS lieferte bereits vier Dolphin-U-Boote an Israel und arbeitet an der Dakar-Klasse. Elbit betreibt in Israel eine Fertigungslinie für U-Boot-Strukturkomponenten und ist seit der Übernahme von Telefunken im Jahr 2004 auch in Deutschland aktiv.
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Hinzu kommt ein weiterer Hebel. TKMS kooperiert bereits mit Israel Aerospace Industries beim unbemannten U-Boot-System BlueWhale. Deutschland hat außerdem das israelische Raketenabwehrsystem Arrow-3 für über sechs Milliarden US-Dollar gekauft. Die neue Allianz fügt sich damit in ein bestehendes Netzwerk aus Rüstungsprojekten ein.
Politischer Druck bleibt Thema
Die Partnerschaft entsteht in einem schwierigen Umfeld. Deutschland ist nach Israel der zweitgrößte Waffenexporteur. Eine im August 2025 verhängte teilweise Aussetzung von Rüstungsexporten nach Israel wurde im November 2025 wieder aufgehoben.
Elbit steht parallel unter politischem Druck. Wegen Protesten der BDS-Bewegung verlor der Konzern 2024 rund 35 Prozent seiner Aufträge im Globalen Süden. In Kanada fordern Menschenrechtsaktivisten derzeit Einreiseverbote für Vertreter von Elbit und IAI im Vorfeld einer Rüstungsmesse.
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Auch bei Investoren gab es Bewegung. Systematic Financial Management senkte seinen Anteil im vierten Quartal um 8,3 Prozent auf 30.113 Aktien. Das entsprach einem Wert von rund 17,4 Millionen US-Dollar.
Die Aktie selbst hat zuletzt etwas Luft gelassen. Sie notierte am Freitag bei 662,50 Euro und lag damit 24,46 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Auf Sicht von zwölf Monaten steht trotzdem noch ein Plus von 94,97 Prozent.
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