Eissturm und Kältewelle: Millionen Schüler lernen digital
13.01.2026 - 05:51:12Schneeferien adé? Ein massiver Wintereinbruch in Europa und Asien zwingt Millionen Schüler ins digitale Klassenzimmer. Die flächendeckende Umstellung auf E-Learning markiert einen tiefgreifenden Wandel.
Die heftigen Eisregenfälle in Westeuropa und eine extreme Kältewelle in Asien haben in den letzten Tagen zu massiven Schulschließungen geführt. Statt freier Tage heißt es für die betroffenen Schüler nun: online Unterricht. Dieser schnelle Wechsel zeigt, wie Bildungssysteme weltweit Technologie nutzen, um den Unterrichtsbetrieb auch bei extremen Wetterlagen aufrechtzuerhalten.
Besonders betroffen ist Deutschland. Ein gefährlicher Eissturm sorgte am Montag für chaotische Verhältnisse. In mehreren Bundesländern, darunter Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen, blieben die Schulen geschlossen. Die Begründung der Behörden: Lebensgefahr durch glatte Straßen und Wege.
Doch die Schulleiter machten deutlich: Es gibt keine schulfreien Tage. Stattdessen wurden die Schüler zum Log-in für den Fernunterricht aufgefordert. Tausende waren von dieser Maßnahme betroffen. Die Wetterlage legte Teile des Landes lahm – mit über 100 gestrichenen Flügen in Frankfurt und erheblichen Zugausfällen bei der Deutschen Bahn.
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Auch Indien setzt auf digitale Lehre
Parallel dazu führt eine extreme Kältewelle in Asien zu verlängerten Schulschließungen in Nord- und Zentralindien. In Regionen wie Delhi, Noida und Gurugram wurden die Winterferien bis zum 15. Januar verlängert. Grund sind dichter Nebel und eisige Temperaturen.
Die Schulbehörden fordern die Einrichtungen auf, wo immer möglich auf Online-Unterricht umzustellen. In der Stadt Ranchi haben viele Schulen für jüngere Schüler bereits auf digitale Klassen umgestellt. Ziel ist es, den Lernstoff vor anstehenden Prüfungen nicht zu vernachlässigen und die Schüler gleichzeitig vor der Witterung zu schützen.
Das Ende der klassischen Schneefrei?
Die aktuellen Ereignisse unterstreichen einen globalen Trend: Der traditionelle „Schneetag“ wird zunehmend durch den „E-Learning-Tag“ ersetzt. Angetrieben durch die Digitalisierungsschübe während der COVID-19-Pandemie sind Schulen heute besser auf Fernunterricht vorbereitet.
Hauptmotivation ist der Erhalt des strukturierten Lehrplans. So müssen ausgefallene Tage nicht am Ende des Schuljahrs nachgeholt werden. Mit einem vorbereiteten E-Learning-Plan können Bezirke schnell reagieren, wenn extremes Wetter oder andere Notfälle zuschlagen. Der Unterrichtsausfall bleibt minimal, die Schüler bearbeiten Aufgaben von zu Hause aus.
Digitale Infrastruktur als Schlüssel
Der reibungslose Übergang zum Online-Lernen hängt entscheidend von einer robusten digitalen Infrastruktur ab. Schulen, die in Technologie wie 1:1-Device-Programme (z.B. mit Chromebooks) und etablierte Plattformen investiert haben, meistern den Wechsel leichter.
Eine große Herausforderung bleibt jedoch die digitale Kluft. Nicht alle Schüler haben zu Hause einen zuverlässigen Breitband-Internetanschluss – eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches E-Learning. Die Planung für digitale Chancengleichheit wird damit zu einer zentralen Aufgabe für Schulverwaltungen.
Komplexe Entscheidung: Schulschließung ja oder nein?
Die Entscheidung, ein Schulgebäude zu schließen und auf Fernunterricht umzustellen, ist komplex. Die Sicherheit der Schüler hat oberste Priorität. Schulleiter beobachten die Wettervorhersagen oft mehrere Tage im Voraus. Besonderes Augenmerk liegt auf Faktoren wie Niederschlag, Windchill und Sichtweite.
Ein Hauptproblem ist der Schülertransport, besonders in ländlichen Regionen mit glatten Straßen. Die enge Abstimmung mit lokalen Behörden – von der Straßenmeisterei bis zum Katastrophenschutz – ist für eine fundierte Entscheidung unerlässlich. Die Wahl zwischen vollständiger Schließung, verspätetem Beginn oder einem E-Learning-Tag erfolgt nach sorgfältiger Abwägung der zu erwartenden Bedingungen.
Von der Reaktion zur digitale Proaktion
Der beschleunigte Einsatz von E-Learning bei Wetternotlagen markiert eine bedeutende digitale Transformation im Bildungssektor. Die Pandemie diente dabei als ungeplanter Großversuch für den Fernunterricht und normalisierte diese Praxis.
Der entscheidende Unterschied heute: Die Bezirke haben Zeit gehabt, formelle Pläne zu entwickeln. In einigen US-Bundesstaaten wie Illinois erlaubt ein Landesgesetz sogar explizit E-Learning-Tage, sofern ein genehmigtes Programm vorliegt. Die Diskussion über die Wirksamkeit solcher Tage ist jedoch noch im Gange. Im Fokus stehen Fragen zur gerechten Zugänglichkeit und zur Qualität des Lernens – sei es live im virtuellen Klassenraum oder im eigenen Tempo.
Ausblick: Digitale Resilienz wird Standard
Die Nutzung von E-Learning-Tagen bei Wetterstörungen wird sich voraussichtlich als Standardpraxis etablieren. Der Fokus wird sich von der Einführung zur Verfeinerung verlagern.
Zu erwarten sind weitere Investitionen in die digitale Infrastruktur. Dazu gehören Lösungen für internetferne Haushalte, um die Chancengleichheit zu verbessern. Entscheidend wird auch die Weiterbildung der Lehrer sein, um interaktive und ansprechende Online-Lektionen über das reine Aufgabenstellen hinaus zu entwickeln. Angesichts zunehmender extremer Wetterereignisse wird die Fähigkeit, nahtlos zwischen Präsenz- und Fernunterricht zu wechseln, zum Maßstab für die Widerstandsfähigkeit und den Bildungsauftrag jeder Schule.
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