Nord-Ostsee-Kanal bleibt bis 2030 günstiger
01.07.2026 - 11:21:29 | dpa.de"Es ist mir ein wichtiges Anliegen, den Nord-Ostsee-Kanal als zentrale Verkehrsader für die maritime Wirtschaft und die deutschen Seehäfen zu stärken", sagte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU). Trotz angespannter Haushaltslage finanziere der Bund weiter eine Reduzierung der Befahrungsabgaben. Diese sind damit aus Attraktivitätsgründen weiterhin halbiert.
Das Bundesverkehrsministerium begründete den Schritt mit weiter laufenden Sanierungsarbeiten. Folge seien längere Durchfahrtzeiten und höhere Kosten für die Schifffahrt. Diese möchte der Bund nicht der Schifffahrt aufbürden. Eine Verteuerung der Passage könnte dazu führen, dass Schiffe über den Skagerrak auswichen. Dies würde auch zu einer höheren CO2-Belastung führen.
Die rund 100 Kilometer lange künstliche Wasserstraße von Brunsbüttel nach Kiel ist eine Abkürzung im Vergleich mit der Route um Skagen. Schiffe sparen so eine Menge Treibstoff. Eine Kanalpassage dauert je nach Schiffsgröße bis zu zehn Stunden.
Ausbau läuft
Ausbau und Sanierung des NOK laufen seit mehr als einem Jahrzehnt. Nach früheren Angaben des Wasserstraßen-Neubauamts Nord-Ostsee-Kanal sind bereits rund zwei Milliarden Euro verbaut, weitere zwei Milliarden werden schätzungsweise folgen. Ein Teil fließt in die 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel (1,2 Milliarden Euro).
2025 war die Zahl der Schiffspassagen um fast 10,5 Prozent zurückgegangen. Zwischen Nord- und Ostsee befuhren den Kanal 22.262 Schiffe. Sie transportierten auf dem Kanal rund 69,5 Millionen Tonnen Ladung.
