EFF-Kampagne drängt Tech-Riesen zu besserem Datenschutz
07.02.2026 - 03:52:12Die Electronic Frontier Foundation (EFF) fordert mit ihrer neuen Kampagne „Encrypt It Already“ von Tech-Giganten wie Meta, Apple und Google eine grundlegende Kehrtwende: Statt optionaler Privatsphäre-Einstellungen soll Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zum Standard werden. Der Vorstoß trifft auf eine Zeit wachsender Cyberbedrohungen und politischer Debatten um Chatkontrolle.
Unerfüllte Versprechen im Fokus
Die Digitalrechte-Organisation setzt die Konzerne unter Druck, längst angekündigte Sicherheitsfeatures endlich umzusetzen. Konkret fordert die EFF die vollständige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Direktnachrichten auf Bluesky – ein Muss für jede moderne Social-Media-Plattform. Von Meta verlangt sie die Ausweitung der Verschlüsselung auf Facebook-Gruppennachrichten, nachdem sie bereits für persönliche Chats eingeführt wurde.
Besonders brisant ist der Appell an Apple und Google: Beide Unternehmen müssten ihr Versprechen für interoperable, verschlüsselte RCS-Nachrichten einlösen. Diese Technologie würde die Standard-SMS-Kommunikation zwischen iOS und Android sicher machen – ein echter Durchbruch für Millionen Nutzer.
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Das Problem der Opt-in-Sicherheit
Die Kernbotschaft der Kampagne ist deutlich: Freiwillige Sicherheit ist keine Sicherheit. Die EFF kritisiert, dass viele essentielle Schutzfunktionen standardmäßig deaktiviert sind. Nutzer müssen sie oft mühsam in den Einstellungen suchen und aktivieren.
Das hat fatale Folgen. So speichern Ring-Überwachungskameras und WhatsApp-Backups sensible Daten oft unverschlüsselt, obwohl Verschlüsselung technisch möglich wäre. Bei Telegram müssen Nutzer explizit einen „Geheimen Chat“ starten, um von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu profitieren. Diese Opt-in-Logik schützt vor allem technisch versierte Nutzer – alle anderen bleiben verwundbar.
Neue Sicherheitslücken schließen
Die Initiative geht noch weiter: Sie identifiziert Bereiche, in denen grundlegende Schutzmechanismen fehlen. Ein Beispiel sind Android-Backups, die im Gegensatz zu Apples iCloud nicht standardmäßig verschlüsselt werden. Auch für Google Authenticator fordert die EFF verschlüsselte Backups, um die Zwei-Faktor-Schlüssel der Nutzer zu schützen.
Eine zukunftsweisende Forderung betrifft KI-Zugriffe: Apple und Google sollen Nutzern ermöglichen, zu verhindern, dass KI-Systeme den Inhalt gesicherter Chats auswerten. Angesichts der rasanten Integration künstlicher Intelligenz in Betriebssysteme wird diese Kontrolle immer dringlicher.
Erfolgsmodell unter veränderten Vorzeichen
Die Strategie der EFF hat bereits Erfolgsgeschichte: Die 2019 gestartete Kampagne „Fix It Already“ zwang Unternehmen, konkrete Sicherheitslücken zu schließen. Doch die aktuelle Lage ist angespannter denn je.
Während die EU mit ihrer Chat-Control-Verordnung Ende-zu-Ende-Verschlüsselung grundsätzlich in Frage stellt, demonstrieren Ransomware-Angriffe wie LockBit täglich die Verwundbarkeit ungeschützter Daten. Der Markt für sichere Kommunikationslösungen wächst rasant – ein klares Signal an die Tech-Branche.
Die Frage bleibt: Werden die Konzerne reagieren? Ihr Geschäftsmodell basiert oft auf Datenzugriff. Doch der öffentliche Druck und die wachsende Bedrohungslage könnten den Ausschlag geben. Die EFF ruft Nutzer auf, die Unternehmen direkt zu konfrontieren. Sollte die Kampagne genug Momentum entwickeln, könnte sie den digitalen Datenschutz nachhaltig verändern.
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