EET, Universal

EET und Universal Devices: KI wird zum heimischen Energiemanager

20.01.2026 - 19:42:12

Neue KI-gestützte Geräte wie der Virtual Meter und eisyAI automatisieren die Stromüberwachung und -steuerung, um Kosten zu senken und Effizienz zu steigen.

Künstliche Intelligenz übernimmt das Kommando im heimischen Stromnetz. Neue digitale Werkzeuge versprechen, die Art und Weise zu revolutionieren, wie Hausbesitzer Energie verwalten und verbrauchen – mit dem Ziel, Kosten zu senken und Effizienz zu steigern. Im Zentrum stehen Lösungen, die nicht nur überwachen, sondern aktiv optimieren.

Die österreichische Firma Efficient Energy Technology (EET) hat heute ihren „Virtual Meter“ vorgestellt. Dieses KI-gestützte Gerät soll die Stromüberwachung im Haushalt radikal vereinfachen. Zeitgleich kündigte der Home-Automation-Anbieter Universal Devices mit „eisyAI“ eine sprachgesteuerte Intelligenz für seine Systeme an. Beide Entwicklungen markieren einen Branchentrend: weg von manueller Steuerung, hin zu automatisierten, vorausschauenden Systemen, die im Hintergrund für Effizienz sorgen.

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Der „Stecker-drein“-Energiemesser

Bislang scheiterten viele Haushalte an der Komplexität klassischer Energiemonitore. Diese erforderten oft eine teure Installation durch einen Elektriker am Sicherungskasten. Der Virtual Meter von EET setzt genau hier an: Das KI-gestützte Gerät wird einfach in eine Steckdose gesteckt.

Statt jeden Stromkreis einzeln zu messen, analysiert es minimale Spannungsschwankungen im häuslichen Netz. Eine KI erkennt daraus in Echtzeit den Gesamtverbrauch – die Daten liegen in weniger als einer Sekunde vor. Dieser Plug-in-Ansatz senkt die Hürden für Verbraucher und erleichtert auch die Integration von Hausbatterien, Wallboxen oder Wärmepumpen.

KI wird zur zentralen Schaltzentrale

Die Innovation geht über reines Monitoring hinaus. Die Ankündigung von Universal Devices zeigt: Künstliche Intelligenz wird zum Kommandocentral für das gesamte Zuhause. „eisyAI“ erlaubt es Nutzern, Geräte per Sprachbefehl zu steuern, komplexe Programme zu erstellen oder Störungen zu diagnostizieren – alles in einfacher Sprache.

Unterstützt wird dieser Trend durch einen Wechsel zur Cloud-basierten Intelligenz. Statt auf die Rechenkraft einzelner smarter Thermostate zu setzen, verlagern neue Systeme die KI in die Cloud. Das ermöglicht leistungsfähigere Algorithmen, die Wettervorhersagen, Nutzergewohnheiten und schwankende Strompreise einbeziehen, um Heizung und Energieverbrauch proaktiv zu optimieren.

Vom Überwachen zum automatischen Sparen

Der eigentliche Mehrwert liegt in der Automatisierung. Moderne Heim-Energiemanagementsysteme (HEMS) setzen KI für konkrete Sparmaßnahmen ein:
* Lastverschiebung (Load Shifting): Stromfresser wie Geschirrspüler oder E-Auto-Lader werden automatisch in Zeiten mit niedrigen Stromtarifen aktiviert.
* Lastspitzenkappung (Peak Shaving): In teuren Stoßzeiten versorgt die Hausbatterie das Heim und reduziert die teure Netzbezug.

Diese intelligente Steuerung kann die monatlichen Energiekosten spürbar senken – Analysen gehen von Einsparungen zwischen 15 und 30 Prozent aus. Die Systeme lernen die Gewohnheiten der Bewohner und schaffen so einen Ausgleich zwischen Komfort und Effizienz.

Grüne KI für den Hausgebrauch

Diese Entwicklung fällt mit einer Reifephase der Smart-Home-Branche zusammen. Der Fokus liegt nicht mehr auf einzelnen Gadgets, sondern auf integrierten Ökosystemen, die zuverlässig im Hintergrund arbeiten. Gleichzeitig wächst der Druck, KI selbst nachhaltiger zu gestalten.

Erst am 19. Januar betonte die UNESCO die Notwendigkeit einer energieeffizienten KI-Entwicklung. KI-Werkzeuge, die den häuslichen Energieverbrauch direkt reduzieren, sind eine praktische Antwort auf diese Forderung nach „Green AI“.

Ausblick: Das vorausschauende, unsichtbare Zuhause

Die Zukunft des Energiemanagements ist prädiktiv und autonom. Die nächste Generation wird nicht nur reagieren, sondern die Bedürfnisse der Bewohner antizipieren. Denkbar sind „Sturmwarn“-Modi, die bei Unwettervorhersagen automatisch die Hausbatterie priorisiert aufladen.

Das Ziel ist ein Zuhause, das seine Energieressourcen intelligent und unsichtbar verwaltet – für mehr Komfort und niedrigere Kosten, ohne ständiges Zutun der Bewohner. Mit zunehmender Verbreitung und Erschwinglichkeit könnten diese KI-Systeme zu einem Schlüssel für eine nachhaltigere und kostengünstigere Energiezukunft in deutschen Haushalten werden.

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