EDF, Aktie

EDF Aktie: Gewinn schrumpft

21.02.2026 - 21:55:12 | boerse-global.de

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Trotz der hhsten Atomstromproduktion seit sechs Jahren verbuchte der französische Energieversorger EDF im vergangenen Geschäftsjahr einen deutlichen Gewinnrückgang. Sinkende Preise an den europäischen Strommärkten fraßen die operativen Zuwächse auf und belasteten die Bilanz spürbar. Wie verkraftet der Konzern diesen Spagat zwischen Rekordproduktion und Preisverfall?

Die gestern vorgelegten Zahlen für 2025 verdeutlichen das Dilemma: Während die französischen Kernkraftwerke mit 373 Terawattstunden (TWh) so viel Strom lieferten wie seit 2018 nicht mehr, sank das operative Kernergebnis (EBITDA) um 19 Prozent auf 29,3 Milliarden Euro. Der Gesamtumsatz belief sich auf 113,3 Milliarden Euro, unter dem Strich blieb ein Überschuss von 8,4 Milliarden Euro.

Positiv entwickelte sich hingegen die Kapitalstruktur. Dank eines operativen Cashflows von 9,6 Milliarden Euro reduzierte das Unternehmen seine Nettoverschuldung um 2,9 Milliarden Euro auf nun 51,5 Milliarden Euro. Diese Entlastung sowie ein stabiles Verhältnis von Schulden zum EBITDA führten bereits im Januar zu einer Bonitätshochstufung durch die Ratingagentur S&P auf BBB+.

Finanzvorstand Claude Laruelle betonte, dass die Priorität nun darauf liege, die Stromnachfrage aktiv zu erhöhen. Damit reagiert die Konzernführung auf die gesunkenen Marktpreise für Terminkontrakte, die das hohe Produktionsvolumen finanziell teilweise neutralisierten.

Belastungen durch Großprojekte

Sorgen bereitet weiterhin das britische Kernkraftwerksprojekt Hinkley Point C. EDF musste hier eine Wertminderung in Höhe von 2,5 Milliarden Euro vornehmen. Zudem verschiebt sich die Inbetriebnahme des ersten Reaktorblocks offiziell auf das Jahr 2030, wobei die geschätzten Baukosten auf rund 35 Milliarden britische Pfund steigen.

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Trotz dieser Sonderbelastungen investierte EDF im vergangenen Jahr massiv in die Zukunft. Von den insgesamt 24 Milliarden Euro an Nettoinvestitionen flossen allein 7,1 Milliarden Euro direkt in den Bau neuer Atomreaktoren.

Für das Jahr 2026 stellt sich das Management auf einen weiteren leichten Rückgang des EBITDA ein, da die Strompreise auf niedrigem Niveau verharren. Die jährliche Kernkraftproduktion soll sich in den kommenden zwei Jahren stabil zwischen 350 und 370 TWh einpendeln.

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