EchoStar, Aktie

EchoStar Aktie: 366.000 TV-Kunden verloren

12.05.2026 - 19:54:30 | boerse-global.de

EchoStar verzeichnet Umsatzrückgang und Kundenabwanderung bei TV und Breitband. Hohe Schulden von 24,56 Milliarden Dollar gefährden die Unternehmensfortführung.

EchoStar Aktie: 366.000 TV-Kunden verloren - Foto: über boerse-global.de
EchoStar Aktie: 366.000 TV-Kunden verloren - Foto: über boerse-global.de

EchoStar meldet ein gemischtes erstes Quartal. Der Umsatz lag leicht über den Erwartungen, doch der Druck im Kerngeschäft bleibt hoch. Vor allem die Kundenverluste bei TV und Breitband überlagern die operative Verbesserung.

Umsatz knapp besser, Verlust bleibt

Der Konzern setzte im ersten Quartal 3,67 Milliarden Dollar um. Das war etwas mehr als am Markt erwartet, aber weniger als vor einem Jahr. Damals lag der Umsatz bei 3,87 Milliarden Dollar.

Unterm Strich fiel ein GAAP-Verlust von 146,9 Millionen Dollar an. Das entspricht 0,51 Dollar je Aktie und lag damit über dem erwarteten Minus von 0,47 Dollar je Aktie. Im Vorjahresquartal hatte der Verlust noch bei 202,7 Millionen Dollar gelegen.

Das operative Ergebnis drehte trotzdem ins Plus. EchoStar profitierte von niedrigeren Abschreibungen und Wertaufholungen. Das hilft kurzfristig, ändert aber wenig am Kernproblem. Das Geschäft verliert weiter Kunden.

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TV und Breitband verlieren weiter

Am deutlichsten zeigt sich das im Pay-TV-Geschäft. Der Umsatz in diesem Segment sank auf 2,29 Milliarden Dollar, nach 2,54 Milliarden Dollar im Vorjahr. Dazu kam ein Nettoverlust von rund 366.000 Kunden. Zum Quartalsende zählte EchoStar noch 6,63 Millionen Pay-TV-Abonnenten.

Ein Lichtblick bleibt das Mobilfunkgeschäft. Dort kamen netto 16.000 Kunden hinzu, womit EchoStar auf 7,53 Millionen Retail-Wireless-Kunden kam. Das Unternehmen baut parallel dazu sein Open-RAN-5G-Netz aus.

Im Breitbandgeschäft ging die Zahl der Kunden um 58.000 zurück. Am Ende des Quartals standen dort 681.000 Nutzer in den Büchern. Damit verschiebt sich das Profil des Konzerns weiter, weg vom klassischen TV-Modell und hin zu neuen Mobilfunkangeboten.

Schulden drücken auf die Bewertung

Trotz dieser Fortschritte bleibt die Finanzlage heikel. Das Management spricht von „substantial doubt“ über die Fortführung als laufendes Unternehmen. Der Grund ist klar: EchoStar hat zu wenig freie Mittel und keine gesicherte Anschlussfinanzierung für die anstehenden Schulden.

Ende März standen rund 1,52 Milliarden Dollar an Cash und marktfähigen Wertpapieren auf der Habenseite. Dem gegenüber steht eine Schuldenlast von etwa 24,56 Milliarden Dollar. Das Missverhältnis ist gewaltig.

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Auch der Aktienkurs spiegelt die Nervosität wider. In New York lag die Aktie zuletzt bei 104,74 Euro umgerechnet und damit 5,52 Prozent unter dem Vortag. Seit Jahresbeginn steht noch ein Plus von 9,68 Prozent zu Buche, zugleich notiert das Papier gut 7 Prozent unter dem jüngsten Hoch.

Verkäufe sollen Luft verschaffen

EchoStar setzt nun auf große Transaktionen. Das Unternehmen wartet auf regulatorische Freigaben für zwei Spektrumsverkäufe. AT&T will für Teile des Spektrums und verlängerte Leasingverträge 22,65 Milliarden Dollar zahlen. Mit SpaceX hat EchoStar zudem eine separate Vereinbarung über mehrere Frequenzblöcke im Volumen von rund 22 Milliarden Dollar geschlossen.

Die Erlöse sollen vor allem zur Rückzahlung besicherter und wandelbarer Schulden dienen. Zusätzlich hat EchoStar ein Restrukturierungsabkommen mit einer Ad-hoc-Gruppe geschlossen, die mehr als 82 Prozent der DISH-DBS-Schulden hält. Am 10. Mai 2026 markiert das den wichtigsten Hebel für die kommenden Monate: Erst wenn die Verkäufe durchgehen, bekommt EchoStar mehr Spielraum für die Bilanz.

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