eBay Aktie: GameStop greift an
03.05.2026 - 20:27:07 | boerse-global.deEin David-gegen-Goliath-Szenario elektrisiert die Märkte: GameStop, der angeschlagene Videospiel-Händler, soll laut einem Bericht des „Wall Street Journal" eine Beteiligung an eBay aufgebaut haben und könnte noch in diesem Monat ein Übernahmeangebot vorlegen. Die Nachricht ließ die eBay-Papiere im nachbörslichen Handel zeitweise um mehr als 15 Prozent nach oben schießen.
Kleine Kiste, großes Vorhaben
Die Größenverhältnisse machen das Vorhaben außergewöhnlich. eBay bringt eine Marktkapitalisierung von rund 46 Milliarden Dollar auf die Waage, GameStop kommt gerade einmal auf knapp 12 Milliarden. Ein Käufer, der weniger als ein Viertel seines Übernahmeziels wert ist — solche Konstruktionen sind an der Wall Street selten.
Ryan Cohen, GameStop-Chef und Gründer des Tierbedarfs-Onlinehändlers Chewy, hat dabei auch persönliche Interessen im Blick. Er hält Optionen auf über 171 Millionen GameStop-Aktien, die erst werthaltig werden, wenn die Marktkapitalisierung des Unternehmens auf 100 Milliarden Dollar steigt. Eine erfolgreiche eBay-Übernahme wäre ein gewaltiger Schritt in diese Richtung. Sollte eBay kein Interesse signalisieren, will Cohen dem Bericht zufolge direkt die Aktionäre der Plattform ansprechen.
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Strategische Logik hinter dem Vorstoß
Ganz ohne industriellen Hintergrund kommt der Vorstoß nicht. Beide Unternehmen kämpfen mit ähnlichen Strukturproblemen: GameStop hat sein stationäres Ladengeschäft in den vergangenen Jahren massiv zurückgebaut und sich stärker auf Sammelkarten und Spielzeug für Sammler konzentriert. eBay wiederum hat genau dieses Segment ebenfalls für sich entdeckt, was zu einer merklichen Überlappung beider Kundenstämme geführt hat. Die Synergiethese ist zumindest nicht aus der Luft gegriffen.
GameStop selbst ist kein Unbekannter an den Börsen — und das nicht nur wegen seiner operativen Geschichte. Als einer der bekanntesten Meme-Aktien trieben Kleinanleger den Kurs vor einigen Jahren in astronomische Höhen, getrieben von Social-Media-Kampagnen gegen Leerverkäufer. Die dabei entstandene Volatilität sorgte auch für Vorwürfe der Marktmanipulation. Dass ausgerechnet dieses Unternehmen nun einen der größten Marktplätze der Welt schlucken will, dürfte das Staunen an den Märkten erklären — und die GameStop-Papiere immerhin um vier Prozent nach oben getrieben haben.
Ob der Vorstoß über das Stadium einer Idee hinauskommt, bleibt offen. Die Finanzierungsfrage bei einem derart asymmetrischen Deal ist erheblich — und eBay hat bislang keine Bereitschaft signalisiert, sich auf Gespräche einzulassen.
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