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E.ON: 57 Cent Dividende — elfte Erhöhung

01.05.2026 - 12:09:00 | boerse-global.de

Bundesregierung kippt Erdkabelvorrang, E.ON profitiert von günstigeren Freileitungen. Aktionäre erhalten 57 Cent Dividende, doch 2026 drohen regulatorische Belastungen.

E.ON: 57 Cent Dividende — elfte Erhöhung - Foto: über boerse-global.de
E.ON: 57 Cent Dividende — elfte Erhöhung - Foto: über boerse-global.de

Das Bundeskabinett hat den Erdkabelvorrang für große Stromleitungen gekippt. Freileitungen sollen künftig wieder der Standard sein. Für E.ON als zentralen Netzbetreiber ist das keine Nebennachricht.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche begründet den Schwenk mit Kosteneffizienz. Freileitungen sind deutlich günstiger als Erdkabel. Das soll langfristig auch die Netzentgelte für Verbraucher senken. Erdkabel bleiben möglich, werden aber zur Ausnahme. Zusätzlich nimmt der Bundesbedarfsplan 45 neue Netzausbauvorhaben auf.

Politischer Rückenwind für das Investitionsprogramm

Für E.ON wirkt die Entscheidung indirekt. Kostengünstigere Projekte verbessern die Wirtschaftlichkeit des Netzausbaus. Der Konzern plant bis 2030 Investitionen von 48 Milliarden Euro — 40 Milliarden davon fließen in Verteilnetze. Das EBITDA-Ziel für 2030 liegt bei 13 Milliarden Euro.

Branchenverbände begrüßen den Kurswechsel. Sowohl der VKU als auch der BDEW bezeichnen die Abkehr vom Erdkabelvorrang als sinnvoll.

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Dividende zum elften Mal erhöht

Auf der Hauptversammlung stimmten die Aktionäre allen Tagesordnungspunkten mit deutlicher Mehrheit zu. E.ON schüttet 57 Cent je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 aus — die elfte Erhöhung in Folge. Insgesamt flossen rund 1,49 Milliarden Euro an die Aktionäre. Bis 2030 will der Konzern die Dividende jährlich um bis zu fünf Prozent steigern.

Regulatorischer Gegenwind im laufenden Jahr

Das operative Bild für 2026 ist weniger erfreulich. Der Vorstand rechnet mit einem bereinigten EBITDA von rund 9,5 Milliarden Euro — ein vorübergehender Rückgang. Ursache ist die Bundesnetzagentur: Sie streicht die vermiedenen Netznutzungsentgelte schrittweise zusammen. Ab Jahresmitte sinken diese zunächst um die Hälfte.

Eine Entlastung ist möglich. Fällt die erwartete Entscheidung der Bundesnetzagentur zur Verzinsung der Netzentgelte zugunsten der Betreiber aus, dürfte das die Ertragsdelle spürbar abmildern.

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Die Aktie hat seit Jahresbeginn 2026 rund 15,6 Prozent zugelegt. Am 24. April rutschte sie kurz unter die 50-Tage-Linie auf 18,70 Euro. Klarheit über den Jahresstart liefert der Quartalsbericht im Mai 2026 — dann zeigt sich, wie das Netzgeschäft ins neue regulatorische Umfeld gestartet ist.

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