Dyo Boya Fabrikalari-Aktie (TRADYOBY91Q1): Kursanstieg und Perspektiven beim türkischen Farbenhersteller
17.05.2026 - 12:51:51 | ad-hoc-news.deDie Dyo Boya Fabrikalari-Aktie ist an der Börse Istanbul unter dem Ticker DYOBY gelistet und zählt in der Türkei zu den bekannten Herstellern von Farben und Beschichtungssystemen. In den vergangenen Handelstagen zeigte das Papier eine spürbare Aufwärtsbewegung, die das Interesse vieler Privatanleger neu entfacht hat. Laut Kursdaten von CNN Türk Finanz notierte die Aktie am 15.05.2026 bei rund 18,36 Türkische Lira nach einem Anstieg von etwa 5,55 Prozent gegenüber dem Vortag, Stand 15.05.2026, 18:00 Uhr, wie aus einer Übersicht zu stark gestiegenen gewichteten Durchschnitten hervorgeht, die bei CNN Türk Finanz Stand 15.05.2026 einsehbar ist.
Auf Handelsplattformen wie TradingView wird die Dyo Boya Fabrikalari-Aktie als DYOBY geführt. Dort wurde für das Papier in einer aktuellen Übersicht ein Kurs von rund 18,04 Türkische Lira mit einem Tagesplus von 7,57 Prozent genannt, wobei sich diese Daten auf jüngste Handelsinformationen an der Borsa Istanbul beziehen, wie ein Blick auf die Kursseite bei TradingView Stand 16.05.2026 zeigt. Damit fällt die kurzfristige Kursdynamik deutlich aus, während die Aktie auf Wochensicht zuvor schwächer notierte. Für Anleger stellt sich damit die Frage, wie das Geschäftsmodell hinter dem Traditionsunternehmen aussieht und welche Faktoren die weitere Entwicklung des Unternehmens prägen können.
Stand: 17.05.2026
Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.
Auf einen Blick
- Name: Dyo Boya
- Sektor/Branche: Farben, Lacke, industrielle Beschichtungssysteme
- Sitz/Land: Izmir, Türkei
- Kernmärkte: Türkei, ausgewählte Märkte im Nahen Osten und angrenzende Regionen
- Wichtige Umsatztreiber: dekorative Farben, industrielle Beschichtungen, Automobil- und Möbelanwendungen
- Heimatbörse/Handelsplatz: Borsa Istanbul (DYOBY)
- Handelswährung: Türkische Lira
Dyo Boya Fabrikalari: Kerngeschäftsmodell
Dyo Boya Fabrikalari ist ein traditionsreicher türkischer Hersteller von Farben und Lacken, dessen Wurzeln bis in das Jahr 1927 zurückreichen. Das Unternehmen konzentriert sich vor allem auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von dekorativen Farben, die im Wohnungsbau, in gewerblichen Immobilien und im öffentlichen Sektor verwendet werden. Dazu zählen Innen- und Außenwandfarben, Grundierungen, Lacke sowie Spezialprodukte etwa für Feuchträume oder Fassadensanierungen, wie aus der Unternehmensdarstellung auf der Website von Dyo Boya hervorgeht, die unter anderem für Investoren in englischer Sprache aufbereitet ist, vgl. Dyo Investor Relations Stand 16.05.2026.
Neben dem dekorativen Bereich ist Dyo Boya Fabrikalari im Segment industrieller Beschichtungssysteme aktiv. Hier bedient das Unternehmen Branchen wie Automobil, Möbel, Metallverarbeitung, Marineanwendungen und verschiedene industrielle Ausrüster. Diese Segmente erfordern technisch spezialisierte Produkte, beispielsweise Korrosionsschutzbeschichtungen, hitzebeständige Lacke, Pulverlacke oder wasserbasierte, umweltfreundliche Lösungen. Die Entwicklung solcher Produkte basiert auf eigenen Forschungskapazitäten, die das Unternehmen in seinen Produktions- und Forschungsstandorten in der Türkei bündelt, wie sich aus den Unternehmensinformationen im Investorenbereich ableiten lässt, siehe Dyo Unternehmensprofil Stand 16.05.2026.
Ein weiterer Baustein des Geschäftsmodells von Dyo Boya Fabrikalari ist der Fokus auf ein dichtes Vertriebsnetz im Heimatmarkt. Das Unternehmen arbeitet mit einem Netz von Händlern, Baumärkten, Fachgroßhändlern und Vertriebspartnern zusammen, um hohe Marktpräsenz in der Türkei zu sichern. Diese Struktur ist im Fragmentierungsgrad des türkischen Farbenmarktes von Bedeutung, da die Sichtbarkeit an Verkaufsstellen und die Verfügbarkeit logistischer Kapazitäten entscheidende Faktoren für die Absatzentwicklung darstellen. Ergänzend nutzt Dyo Boya Fabrikalari Vereinbarungen mit Großkunden, darunter Industrieunternehmen und Fahrzeughersteller, für die maßgeschneiderte Beschichtungslösungen entwickelt werden.
Investoren sollten innerhalb des Geschäftsmodells auch die Verbindung zu einem breiteren Industriekonglomerat im Blick behalten. Dyo Boya Fabrikalari ist Teil einer größeren Unternehmensgruppe aus der türkischen Industrie, was potenziell Skaleneffekte bei Einkauf, Forschung und Entwicklung sowie Vertrieb ermöglicht. Diese Einbindung kann dazu beitragen, Schwankungen im nationalen Markt auszugleichen und Investitionen in moderne Produktionsanlagen zu finanzieren. Gleichzeitig bleibt das Kerngeschäft unmittelbar an die Entwicklung des türkischen Bausektors und der heimischen Industrieaktivität gekoppelt, wodurch makroökonomische Faktoren einen hohen Einfluss auf Umsatz und Ergebnis haben.
Aus Anlegersicht ist bemerkenswert, dass das Geschäftsmodell von Dyo Boya Fabrikalari im Kern auf wiederkehrendem Bedarf basiert. Farben und Beschichtungen müssen regelmäßig erneuert werden, etwa bei Renovierungen, Neubauprojekten, Wartungszyklen von Industrieanlagen oder beim Ersatzbedarf in der Automobil- und Möbelindustrie. Dadurch entsteht eine gewisse Stabilität der Nachfrage über Konjunkturzyklen hinweg, auch wenn in wirtschaftlich schwächeren Phasen eher günstigere Produktlinien gefragt sind und große Projekte verschoben werden können. Das Unternehmen reagiert darauf mit einem breiten Portfolio entlang verschiedener Preissegmente.
Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von Dyo Boya Fabrikalari
Bei Dyo Boya Fabrikalari gehört das Segment der dekorativen Anstrichmittel zu den bedeutendsten Umsatz- und Ergebnistreibern. Diese Produkte werden in privaten Haushalten, im Wohnungsbau und in gewerblichen Immobilien eingesetzt. In der Türkei wird ein großer Teil der Bautätigkeit von lokalen Bauunternehmen geprägt, und Renovierungen sind angesichts einer verhältnismäßig jungen, wachsenden Bevölkerung und einer hohen Eigentumsquote ein wichtiger Treiber. Der Bedarf an Innenwandfarben, Fassadenbeschichtungen und Lacken für Türen, Fenster und andere Bauelemente sorgt daher regelmäßig für Nachfrage, die sich in den Absatzmengen von Dyo Boya Fabrikalari niederschlagen dürfte.
Ein weiterer zentraler Umsatztreiber liegt im Bereich der industriellen Beschichtungen. Diese umfassen Produkte für Fahrzeugkarosserien, Nutzfahrzeuge, landwirtschaftliche Maschinen, Möbeloberflächen und unterschiedliche Metall- und Kunststoffteile. Solche Beschichtungssysteme müssen spezifischen technischen Anforderungen entsprechen, etwa hinsichtlich Haftung, Beständigkeit gegen Chemikalien, UV-Strahlung oder mechanische Belastungen. Unternehmen wie Dyo Boya Fabrikalari investieren in Forschung und Entwicklung, um neue Formulierungen zu entwickeln, die sowohl regulatorische Anforderungen, beispielsweise in Bezug auf flüchtige organische Verbindungen, als auch Kundenanforderungen etwa bei Glanz, Farbtonstabilität und Haptik erfüllen.
Für die Umsatzentwicklung spielt auch die Fähigkeit eine Rolle, Lösungen für exportorientierte Industriekunden zu liefern. Türkische Automobil- und Möbelhersteller exportieren Teile ihrer Produktion nach Europa und in andere Regionen. Wenn Dyo Boya Fabrikalari als Zulieferer für deren Beschichtungssysteme fungiert, kann das Unternehmen indirekt vom Exportwachstum profitieren. Gleichzeitig sind solche Beziehungen häufig langfristig ausgelegt, da ein Wechsel von Beschichtungssystemen in der Produktion aufwendig ist. Dadurch können stabile Lieferbeziehungen entstehen, die Planungssicherheit schaffen.
Die Preisgestaltung ist bei Dyo Boya Fabrikalari eng mit den Rohstoffmärkten verbunden. Farbenhersteller sind in hohem Maß von Bindemitteln, Pigmenten, Lösungsmitteln, Additiven und Verpackungsmaterialien abhängig, deren Preise stark schwanken können. In Zeiten steigender Rohstoffpreise müssen Anbieter entscheiden, ob sie die höheren Kosten durch Preiserhöhungen weitergeben oder in Form geringerer Margen akzeptieren. In Berichtszeiträumen, in denen internationale Rohstoffpreise stark steigen, kann sich dies in niedrigeren Margen oder einer Verschiebung der Produktmixstrategie niederschlagen, während Phasen sinkender Rohstoffkosten Spielraum für Margenverbesserungen bieten.
Zusätzlich gewinnen ESG-Aspekte und regulatorische Anforderungen an Bedeutung. In vielen Märkten werden strengere Vorgaben für Emissionen von flüchtigen organischen Verbindungen, den Einsatz bestimmter Chemikalien und die Umweltverträglichkeit von Beschichtungssystemen eingeführt. Dyo Boya Fabrikalari reagiert nach eigenen Angaben mit der Entwicklung wasserbasierter und emissionsarmer Produkte. Solche Innovationen können neue Nachfrage generieren, insbesondere von professionellen Kunden, die ihrerseits Nachhaltigkeitsziele verfolgen oder regulatorische Auflagen erfüllen müssen. In der Kommunikation mit Investoren hebt das Unternehmen diese Entwicklungen als Teil seiner langfristigen Strategie hervor, wie Informationen im Investor-Relations-Bereich nahelegen.
Eine Besonderheit bei Farbenherstellern wie Dyo Boya Fabrikalari liegt zudem in der Markenwahrnehmung. Im Privatkundensegment spielen Markenbekanntheit, Produktverfügbarkeit im Handel und die Empfehlung durch Malerbetriebe eine große Rolle. Unternehmen investieren daher in Marketing, Schulungen für Handwerksbetriebe und Serviceleistungen am Point of Sale, etwa Farbmischsysteme oder digitale Farbauswahl-Tools. Eine starke Markenposition kann preispolitischen Spielraum ermöglichen und hilft, im Wettbewerb mit internationalen Anbietern und lokalen Marken zu bestehen, die in der Türkei ebenfalls aktiv sind.
Branchentrends und Wettbewerbsposition
Die globale Farben- und Lackindustrie ist von einer Kombination aus stabilen Basisanwendungen und wachstumsstärkeren Nischen geprägt. Analystenhäuser und Marktforscher rechnen mittelfristig mit einem Wachstum des weltweiten Farbenmarktes im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich pro Jahr, getragen von Urbanisierung, Infrastrukturprogrammen und Renovierungsbedarf. In Schwellenländern wird das Wachstum häufig durch steigenden Wohlstand, mehr Wohnungsbau und Industrialisierung unterstützt. Auch die Türkei ist von diesen Faktoren betroffen, wobei politische und makroökonomische Rahmenbedingungen die tatsächliche Wachstumsdynamik beeinflussen.
Dyo Boya Fabrikalari befindet sich im Wettbewerb mit internationalen Großkonzernen aus Europa, den USA und Asien sowie mit weiteren regionalen Anbietern. In vielen Segmenten treten globale Marken auf, die über starke Forschungsabteilungen, breite Produktportfolios und umfangreiche Vertriebsstrukturen verfügen. Gleichzeitig bietet der Heimatmarkt Unternehmen wie Dyo Boya Fabrikalari die Chance, mit lokaler Marktkenntnis, angepassten Produktlinien und einem etablierten Vertriebsnetz eine starke Position einzunehmen. Diese Position kann insbesondere im dekorativen Segment und im mittelständischen Industriekundengeschäft von Vorteil sein.
Kurzfristig wird der Branchenverlauf maßgeblich von der Bau- und Industriekonjunktur sowie von Rohstoffkosten bestimmt. In der Türkei wirkt zusätzlich die Inflation auf Nachfrage und Kostenstrukturen. In Phasen hoher Inflation können Bauaktivitäten verzögert werden, während gleichzeitig Lagerbestände von Farben wegen Preissteigerungserwartungen aufgestockt werden. Für Dyo Boya Fabrikalari ist es daher wichtig, das Working Capital zu steuern und die Preisstrategie regelmäßig anzupassen. Mittel- bis langfristig dürften zudem ESG-Trends und die Nachfrage nach umweltfreundlichen Lösungen die Innovationsrichtung vorgeben.
In Bezug auf die Wettbewerbsposition verschafft Dyo Boya Fabrikalari seine lange Historie am Markt einen Erfahrungsvorsprung im Umgang mit lokalen Kundenbedürfnissen. Gleichzeitig erhöht die Präsenz internationaler Anbieter den Wettbewerbsdruck in margenstarken Segmenten. Um sich abzugrenzen, setzen viele regionale Hersteller auf Servicequalität, technische Unterstützung für industrielle Anwendungen und lokal angepasste Produktlinien. Für Investoren ist es relevant, anhand von veröffentlichten Geschäftsberichten und Präsentationen zu verfolgen, wie sich die Marktanteile entwickeln, wie hoch der Anteil von Exporten ist und wie stark die Profitabilität im Branchenvergleich ausfällt.
Warum Dyo Boya Fabrikalari für deutsche Anleger relevant ist
Für Anleger in Deutschland kann die Dyo Boya Fabrikalari-Aktie aus mehreren Gründen interessant sein. Zum einen bietet der türkische Farbenmarkt einen Einblick in eine Volkswirtschaft, die zwischen Europa und dem Nahen Osten angesiedelt ist und von Urbanisierung, Infrastrukturinvestitionen und einem jungen Bevölkerungsprofil geprägt wird. Ein Unternehmen wie Dyo Boya Fabrikalari ist in dieser Struktur direkt im Bausektor und im industriellen Wertschöpfungsnetzwerk verankert, sodass die Aktie als indirekter Indikator für Bautätigkeit, Konsum und industrielle Dynamik dienen kann.
Zum anderen können deutsche Anleger über internationale Broker Zugang zur Borsa Istanbul erhalten und damit gezielt in spezialisierte Branchenwerte investieren, die im heimischen DAX oder MDAX nicht vertreten sind. Dyo Boya Fabrikalari deckt das Segment der dekorativen und industriellen Farben in einem Schwellenmarkt ab, während deutsche Anleger in ihrem Heimatmarkt eher große Chemieunternehmen und breit diversifizierte Werkstoffkonzerne finden. Die Aktie kann daher das thematische Spektrum in einem Depot erweitern, sofern das individuelle Risikoprofil dies zulässt.
Gleichzeitig sollten deutsche Anleger die spezifischen Risiken des türkischen Marktes berücksichtigen. Dazu zählen Währungsrisiken zwischen Türkischer Lira und Euro, politische und regulatorische Unsicherheiten sowie die teils hohe Volatilität an der Borsa Istanbul. Kursbewegungen wie der jüngste Anstieg um mehrere Prozentpunkte innerhalb eines Tages zeigen, dass kurzfristige Schwankungen ausgeprägt sein können, wie Kursdaten auf Plattformen wie CNN Türk Finanz und TradingView verdeutlichen. Für eine fundierte Einschätzung ist es daher wichtig, die Finanzberichte von Dyo Boya Fabrikalari, makroökonomische Entwicklungen und mögliche regulatorische Änderungen im türkischen Markt im Blick zu behalten.
Welcher Anlegertyp könnte Dyo Boya Fabrikalari in Betracht ziehen - und wer sollte vorsichtig sein
Die Dyo Boya Fabrikalari-Aktie könnte insbesondere für erfahrene Privatanleger relevant sein, die sich bewusst im Segment zyklischer Industrie- und Baustoffwerte engagieren möchten und die Bereitschaft mitbringen, Schwankungen in einem Schwellenlandmarkt auszuhalten. Wer bereits über ein diversifiziertes Basisportfolio aus Large Caps aus entwickelten Märkten verfügt und gezielt ein Engagement im türkischen Markt oder im Bereich Farben und Beschichtungssysteme sucht, könnte die Aktie als Beimischung analysieren, ohne dass sie einen dominierenden Anteil im Depot einnimmt.
Vorsicht ist dagegen für Anleger geboten, die eine sehr geringe Risikobereitschaft haben oder kurzfristige Kursverluste schwer ertragen. Die Kombination aus türkischer Lira als Handelswährung, konjunktureller Zyklik der Bau- und Industriebranche und branchentypischen Rohstoffkostenrisiken kann zu deutlicher Kursschwankung führen. Auch Neuanleger ohne Erfahrung in Auslandsaktien könnten die Komplexität aus Währungsrisiko, Lokalmarkt-Dynamik und politischer Unsicherheit als Herausforderung empfinden. Für sie dürfte es sinnvoll sein, sich zuerst mit weniger volatilen Standardwerten vertraut zu machen und Auslandsmärkte allenfalls über breit diversifizierte Fonds oder ETFs zu erschließen.
Unabhängig vom Anlegertyp ist es wichtig, die individuelle Risikotragfähigkeit, den Anlagehorizont und die eigene Informationsbasis zu berücksichtigen. Dyo Boya Fabrikalari ist ein spezialisierter Industrie- und Baustofftitel, dessen Entwicklung stark von externen Faktoren bestimmt wird. Wer die Aktie analysiert, sollte neben Kursdaten und Charts vor allem die veröffentlichten Geschäftsberichte, Investorenpräsentationen und Ad-hoc-Mitteilungen des Unternehmens studieren, um ein eigenes Bild von Chancen und Risiken zu entwickeln.
Offizielle Quelle
Für Informationen aus erster Hand zu Dyo Boya Fabrikalari lohnt sich der Besuch der offiziellen Unternehmenswebsite.
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Risiken und offene Fragen
Bei der Analyse von Dyo Boya Fabrikalari sollten mehrere Risiken berücksichtigt werden, die über die üblichen Marktschwankungen hinausgehen. An erster Stelle steht das Währungsrisiko: Die Aktie notiert in Türkischer Lira, während viele internationale Anleger ihre Performance in Euro oder US-Dollar messen. Deutliche Abwertungen der Lira können dazu führen, dass Kursgewinne in lokaler Währung im Heimatportfolio abgeschwächt oder sogar überkompensiert werden. Umgekehrt kann eine Aufwertung der Lira zusätzliche Renditechancen eröffnen. Für Investoren ist es daher wichtig, Wechselkursentwicklungen zwischen Lira und Euro im Zeitverlauf einzubeziehen.
Ein weiteres Risiko ergibt sich aus der zyklischen Natur des Bau- und Industriesektors. Dyo Boya Fabrikalari ist stark von Neubauaktivität, Renovierungsvolumen und Produktionsniveaus in Industriezweigen wie Automobil oder Möbel abhängig. In Konjunkturabschwüngen können Bauprojekte verschoben, Investitionen gestreckt und Wartungszyklen verlängert werden, was sich auf die Nachfrage nach Farben und Beschichtungen auswirkt. Für Investoren bedeutet dies, dass die Ertragsentwicklung des Unternehmens auch von makroökonomischen Entwicklungen in der Türkei abhängig ist, etwa von Zinsen, Inflation und staatlichen Infrastrukturprogrammen.
Hinzu kommen branchenspezifische Risiken durch Rohstoffkosten und Regulierung. Der Farben- und Lacksektor steht unter Beobachtung, was Umwelt- und Gesundheitsfragen betrifft. Strengere Vorgaben für Chemikalien, Emissionen und Entsorgung können zusätzliche Investitionen in Forschung, Entwicklung und Produktionsanlagen erfordern. Es besteht zudem das Risiko, dass bestimmte Rohstoffe zeitweise knapp werden oder sich stark verteuern, was die Margen unter Druck setzen kann, wenn Preiserhöhungen gegenüber Kunden nur verzögert oder teilweise durchsetzbar sind. Wie gut ein Unternehmen wie Dyo Boya Fabrikalari diese Herausforderungen bewältigt, zeigt sich in den veröffentlichten Jahres- und Quartalsberichten.
Schließlich sind politische und regulatorische Faktoren im türkischen Markt nicht zu vernachlässigen. Veränderungen bei Unternehmenssteuern, Arbeitsrecht, Umweltauflagen oder Kapitalverkehrskontrollen können Rahmenbedingungen für börsennotierte Unternehmen beeinflussen. Für ausländische Investoren gilt es, die jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen für Anlagen an der Borsa Istanbul sowie etwaige Beschränkungen oder Reportingpflichten zu beachten. Offene Fragen, etwa zur genauen regionalen Umsatzverteilung, zu geplanten Investitionsprojekten oder zur langfristigen ESG-Strategie, lassen sich am besten über direkte Unternehmensunterlagen und den Austausch mit Investor-Relations-Abteilungen klären.
Wichtige Termine und Katalysatoren
Für die künftige Kursentwicklung der Dyo Boya Fabrikalari-Aktie sind mehrere mögliche Katalysatoren relevant. Klassischerweise zählen dazu die Veröffentlichung von Quartals- und Jahreszahlen, in denen Umsatz, Ergebnis, Margenentwicklung und der Ausblick auf kommende Perioden dargestellt werden. Solche Berichte werden in der Regel im Investorenbereich der Unternehmenswebsite sowie über die Börse Istanbul publiziert. Für Investoren kann es sinnvoll sein, den finanziellen Kalender des Unternehmens zu verfolgen, in dem Termine für Ergebnispräsentationen, Hauptversammlungen und gegebenenfalls Kapitalmarkttage aufgeführt sind.
Darüber hinaus können branchenspezifische Nachrichten Impulse für den Aktienkurs liefern. Dazu gehören etwa Veränderungen bei Rohstoffpreisen, neue regulatorische Vorgaben im Farben- und Chemiesektor oder größere Infrastruktur- und Bauprogramme im türkischen Markt. Auch Unternehmensmeldungen zu größeren Investitionen in Produktionsanlagen, Akquisitionen, strategischen Partnerschaften oder neuen technologischen Entwicklungen im Bereich umweltfreundlicher Beschichtungssysteme könnten als Kurstreiber wirken. Anleger, die die Aktie beobachten, sollten daher neben den Finanzberichten auch Nachrichtenströme zur türkischen Wirtschaft, zur Bauindustrie und zur internationalen Farbenbranche im Auge behalten.
Fazit
Die Dyo Boya Fabrikalari-Aktie verbindet ein traditionsreiches Geschäftsmodell im Farben- und Beschichtungssektor mit der Dynamik und den Risiken eines Schwellenlandmarktes. Das Unternehmen profitiert von der Nachfrage nach dekorativen Farben im Wohnungs- und Gewerbebau sowie von industriellen Beschichtungssystemen für Automobil-, Möbel- und andere Industriekunden. Gleichzeitig ist die Geschäftsentwicklung eng mit der Baukonjunktur, der industriellen Aktivität in der Türkei, der Entwicklung der Rohstoffkosten und regulatorischen Rahmenbedingungen verknüpft. Jüngste Kursbewegungen an der Borsa Istanbul zeigen, dass das Papier zu deutlicher kurzfristiger Volatilität neigt, was für chancenorientierte Anleger interessant sein kann, aber auch erhöhte Risiken mit sich bringt. Wer die Dyo Boya Fabrikalari-Aktie beobachtet, dürfte vor allem die Finanzberichte, makroökonomische Entwicklungen in der Türkei und branchenspezifische Trends im Blick behalten, um sich ein eigenes Bild von der weiteren Perspektive des Unternehmens zu machen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.
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