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Duo Mobile: Kritische Sicherheitsaktualisierung für Millionen Nutzer

31.01.2026 - 00:57:11

Die Zwei-Faktor-Authentifizierungs-App Duo Mobile schaltet den Push-Dienst für veraltete Versionen ab. Nutzer müssen auf Version 4.85.0 aktualisieren oder auf alternative Login-Methoden ausweichen.

Die Zwei-Faktor-App Duo Mobile schaltet alte Versionen ab – wer nicht aktualisiert, verliert den Push-Service. Millionen Nutzer weltweit müssen ihre Authentifizierungs-App aktualisieren, um weiterhin komfortabel auf E-Mails, VPNs und Firmennetzwerke zugreifen zu können. Der Grund ist eine verbindliche Sicherheitserweiterung des Anbieters Duo, einer Tochter von Cisco.

Ab dem 2. Februar 2026 werden ältere Versionen der App keine „Duo Push“-Benachrichtigungen mehr empfangen können. Diese Funktion erlaubt es, Logins per einfachem Tippen auf eine Smartphone-Meldung zu bestätigen. Betroffen sind vor allem Nutzer in Universitäten, Unternehmen und Behörden, die auf die App für den sicheren Zugang zu kritischen Systemen angewiesen sind.

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Ab Version 4.85.0: Das Update ist Pflicht

Die neue Mindestversion lautet Duo Mobile 4.85.0. Wer eine ältere Version nutzt, muss in den App Store gehen und das Update manuell durchführen. Die Abschaltung betrifft nicht die gesamte App, sondern speziell den Push-Service. Die Frist ist bindend: Nach dem Stichtag schlagen Login-Versuche mit veralteter Software fehl.

Das Update stellt jedoch eine Hürde für Besitzer älterer Smartphones dar. Die neueste App-Version erfordert iOS 16 oder neuer bzw. Android 12 oder neuer. Geräte mit älteren Betriebssystemen können die App nicht mehr aktualisieren und verlieren damit automatisch die Push-Funktionalität. IT-Abteilungen raten dringend, die App-Version in den Einstellungen zu prüfen.

Hintergrund: Warum der Zwang zum Update nötig ist

Der Schritt ist eine proaktive Sicherheitsmaßnahme. Ältere App-Versionen erhalten keine Sicherheits-Patches mehr und könnten potenzielle Einfallstore für Angreifer bleiben. Zudem wird ein zentrales Sicherheitszertifikat (CA-Pinning-Bundle) ausgetauscht, das die Verbindung zum echten Duo-Server absichert und Man-in-the-Middle-Angriffe verhindert.

„Die Abschaltung ist Teil unserer End-of-Life-Politik, um alle Nutzer vor bekannten Schwachstellen zu schützen“, so die Logik des Anbieters. Es handelt sich um einen branchenweiten Trend: Auch Apple und Google beenden regelmäßig den Support für alte Betriebssysteme, um das Gesamtsystem sicherer zu halten.

Alternativen: So kommen Nutzer auch ohne Push ans Ziel

Für Nutzer, die nicht aktualisieren können oder wollen, gibt es Ersatzmethoden. Die wichtigste Alternative sind Einmal-Passcodes (Passcodes), die innerhalb der Duo Mobile App generiert werden. Diese funktionieren auch offline und auf alten App-Versionen.

Weitere zugelassene Methoden sind:
* Hardware-Sicherheitsschlüssel wie YubiKey
* Biometrische Verfahren wie Touch ID (macOS) oder Windows Hello
* SMS-Codes oder Telefonanrufe (falls vom Administrator eingerichtet)

IT-Administratoren empfehlen dringend, mindestens zwei Authentifizierungsmethoden einzurichten. Wer gar nichts unternimmt, riskiert, ab dem 2. Februar aus wichtigen Diensten ausgesperrt zu werden.

Branchentrend: Geteilte Verantwortung für Cybersicherheit

Die Maßnahme unterstreicht ein neues Sicherheitsverständnis: Die Verantwortung für IT-Sicherheit wird zunehmend auf Anbieter, Organisationen und Endnutzer verteilt. Der jüngste „State of Identity Security“-Report von Cisco Duo hatte kritisiert, dass Identitätssicherheit oft nur ein Nachgedanke sei – eine Lücke, die dieses Update schließen soll.

Für die Zukunft ist klar: Solche verbindlichen Sicherheitsupdates werden zum Standard in der digitalen Welt. Nutzer sollten automatische App-Updates aktivieren und ihre Sicherheitseinstellungen regelmäßig überprüfen. Proaktive Wartung ist keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit.

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