Düsseldorf, Arcaden

Düsseldorf Arcaden: Verdächtiger nach Brandstiftung in Haft

10.04.2026 - 08:08:40 | boerse-global.de

Ein 19-Jähriger stellte sich nach Ermittlungsdruck der Polizei. Er wird wegen versuchter schwerer Brandstiftung in einem vollbesuchten Einkaufszentrum angeklagt.

Düsseldorf Arcaden: Verdächtiger nach Brandstiftung in Haft - Foto: über boerse-global.de

Ein 19-Jähriger hat sich selbst gestellt und sitzt nun in Untersuchungshaft. Er soll Ende März einen Brand im Einkaufszentrum Düsseldorf Arcaden gelegt haben.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf und die Polizei bestätigten am Donnerstag die Festnahme des Syrers. Der Mann war am Mittwoch auf ein Polizeirevier gekommen, nachdem die Ermittler ihm durch forensische Spuren und Zeugenaussagen auf die Spur gekommen waren. Ein Richter erließ Haftbefehl wegen versuchter schwerer Brandstiftung. Das Motiv des Einzeltäters ist noch unklar.

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Durchbruch nach forensischer Fahndung

Der entscheidende Hinweis kam nach fast zehn Tagen akribischer Arbeit der Kriminalpolizei. Die Beamten hatten den Brandherd in einem Treppenhaus zum Keller des Centers am Abend des 30. März rekonstruiert und nach Personen in der Umgebung gefahndet. Als der Druck zu groß wurde, stellte sich der Verdächtige.

Unter deutlichem Ermittlungsdruck ging der 19-Jährige von sich aus zur Polizei. Die Tatwaffe soll ein Brandbeschleuniger gewesen sein. Die Schwere des Vorwurfs ergibt sich aus dem Tatort: Ein vollbesuchtes Einkaufszentrum birgt im Brandfall enorme Gefahren für Menschenleben.

Der Brand im Treppenhaus

Ausgelöst hatte alles der automatische Feueralarm gegen 22 Uhr am 30. März. Zeugen meldeten bereits Rauch und Flammen an den Außenzugängen. Die Feuerwehr traf auf ein Feuer im Keller-Treppenhaus, von dem dichter, schwarzer Rauch ausging.

Da das Center zu dieser Zeit geschlossen war, befanden sich keine Besucher im Gebäude. Verletzt wurde niemand. Atemschutztrupps brachten das Feuer innerhalb von 15 Minuten unter Kontrolle. Sie verhinderten so Schäden an der Technik oder der Bausubstanz. Anschließend belüfteten Spezialgeräte über Stunden das gesamte Areal.

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Sicherheitsdebatte nach dem Vorfall

Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit großer Einkaufszentren auf. Der sofortige Alarm verhinderte Schlimmeres. Nun prüfen Experten, ob die Zugangssicherung zu Kellern und Treppenhäusern nachgebessert werden muss.

Die Ermittler fanden bei der Durchsuchung der Brandstelle Hinweise auf einen Brandbeschleuniger. Diese Spuren führten letztlich zum Haftbefehl. Für die rund 120 Geschäfte im Arcaden läuft der Betrieb normal weiter, die Sicherheitsvorkehrungen in den Lieferzonen wurden jedoch vorübergehend erhöht.

Vorfall in Serie von Einsätzen

Die Festnahme fällt in eine phase mit mehreren Großeinsätzen für Düsseldorfs Rettungskräfte. Erst am Montag war bei einem Wohnungsbrand im Stadtteil Bilk ein 35-Jähriger schwer verletzt worden. Zuvor hatte die Polizei drei Metalldiebe in Düsseldorf-Rath gefasst.

Der versuchte Anschlag auf das Arcaden als wichtigen Handels- und Verkehrsknotenpunkt beunruhigt die Stadt. Der schnelle Ermittlungserfolg gilt daher als wichtiger Signalerfolg für die Polizei, die am 14. April ihren neuen Präsidiumssitz in Unterbilk bezieht. Zur Einweihung wird auch NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) erwartet.

Nächste Schritte im Verfahren

Die Staatsanwaltschaft bereitet nun die Anklageschrift vor. Gleichzeitig prüfen die Ermittler, ob es Verbindungen zu anderen unaufgeklärten Vorfällen in der Region gibt. Im Fokus des kommenden Prozesses wird die Frage stehen, welche Gefahr der Täter mit seiner Tat billigend in Kauf nahm.

Für die Geschäftsleute und Anwohner im Umfeld des Arcaden bringt die Festnahme zunächst eine Erleichterung. Die Feuerwehr wird in den kommenden Wochen die Sicherheitsinfrastruktur des Centers noch einmal genau unter die Lupe nehmen.

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